Sorry, aber LOL! Weißt du was µOhm sind? 100µOhm ist in etwa der Widerstand von einem ein fünfhundertstel Millimeter winziges Kupferdrähtchen(Kupferkabel roh=0,01786).
Also wenn daß der Unterschied wäre mit/ohne Masseband könnte man sich das Masseband geradewegs schenken.
Und kann aus Erfahrung berichten, hatte vor recht kurzem genau das Problem mit dem Masseband. Hatte am Ende schlicht keine Masse am Motor (zumindest hat das Meßgerät eine solide "1" angezeigt (was Widerstand außerhalb(zu groß) für Meßbereich heißt).
(Daß heißt allerdings, daß es komplett durch war (wenn das weitgehend durch ist, wird der Rest irgendwann zu heiß und glüht durch)). Hätte ich auch nicht gedacht, aber scheinbar sind Motor/Karrosserie durch Motorlager/Gummileitungen/Farbe etc. bis hin zur Aufhängung Auspuff recht sauber getrennt)
Normal wären Widerstand irgendwas nahe 0.
Sorry, E-Technik, Meßtechnik und speziell Metrologie sind meine Spezialgebiete, daher weiß ich schon ganz genau, wovon ich schreibe, insbesondere bei mΩ und µΩ.
Und "irgendwas nahe 0" ist keine besonders kompetente Aussage von Dir.
Dein einfaches Multimeter kann gerade mal 0,1 Ω, also 100mΩ auflösen, und da haben wahrscheinlich bereits die Meßleitungen mit den Klemmen, die Du verwendest, mehrere 100mΩ.
Das fette Masseband plus die Kontaktwiderstände (dort wo es festgeschraubt ist) müssen Starterströme in der Größenordnung 100A tragen, ohne einen nennenswerten Spannungsabfall (<<1V) zu erzeugen. Rechne Dir das aus
(R << 1V/100A), dann kommst Du auf Widerstände in der Größenordnung von deutlich unter 10mΩ, die nicht überschritten werden dürfen.
Ein so dickes Kupferband hat sicherlich einen ohmschen Widerstand von weit unter 1mΩ. Beim ohmschen Gesetz, siehe unter "Berechnung des Widerstands eines Leiters", gehts nicht nur um die Länge, die Querschnittsfläche geht natürlich auch ein, schätzen wir es mal einfach ab:
Das Masseband besteht aus Kupfer, hat eine (massive) Querschnittsfläche von mind. 75mm², und eine Länge von ca. 0,2m. Sein Widerstand beträgt also in der Größenordnung von 50µΩ, wie von mir bereits geschätzt.
(R= 0,01786 Ω∙mm²/m ∙ 0,2m / 75mm²)
Wenn das Fahrzeug ausgeliefert wird, dürften die Kontaktwiderstände also ebenfalls deutlich unter 1mΩ liegen, auch im Bereich einiger 100µΩ.
Aber Korrosion, verursacht durch Feuchtigkeit und das galvanische Element durch ungleiche Metalle (Cu vs. Fe), erhöht den Kontaktwiderstand im Laufe der Zeit erheblich.
Selbst wenn das Masseband wirklich die einzige Masseanbindung vom Akku zur Karosserie sein sollte, kannst Du demzufolge den Unterschied zwischen ausreichend geringem Übergangswiderstand (<< 10mΩ) oder schlechtem Übergangswiderstand (einige 10 bis zu 100mΩ) mit Deinem Meßinstrument im Ohmbereich gar nicht messen.
Dazu würdest Du ein hochauflösendes Instrument mit 4 poliger Widerstandsmessung, also mit der Kelvin-Konfiguration, benötigen.
Wenn das Kupferband, oder die Übergangswiderstände total hochohmig sind, würde das ganze Fahrzeug überhaupt keinen Mucks mehr tun, aber darum geht es hier ja nicht.
Ergo muß man das Masseband optisch untersuchen, oder mechanisch daran rütteln, ob es durchkorrodiert ist, oder mal abschrauben und die Kontaktflächen (chemisch) reinigen.