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Kangoo als Paketauto (Plauderei)

Martinus, (vor 5803 Tagen)

WOW, was in den Kangoo reingeht, das sehe ich jetzt jeden morgen bei Hermes, wenn wir unsere Autos laden.
Ich habe noch nicht einmal die Rückbank umklappen müssen, passte immer alles hinten rein, wenn auch bis zum Dach gestapelt, wobei die Abdeckung gute Dienste leistet, quasi als Regalfach.
Heute hatte ich 71 Pakete im Auto...
Das ist Ausbeutung pur, was die bei Hermes machen, aber immer noch besser, als für 4,50€ pro Stunde bei Aral an der Kasse zu stehen, in der Nachtschicht und den Lokus und den Rest putzen müssen.

LG

Martinus

PS. Wenn ich die Touren besser kenne, komme ich auf einen Stundenlohn von 7,-€.

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Kangoo als Paketauto

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 5803 Tagen) @ Martinus

Hmmmh ... bekommst Du ein Kilometergeld? Ich hab nach dem Abi mit meinem eigenen Wagen 1 Jahr lang Pizzataxi gefahren ... und einen Stundenlohn von 9 DM bekommen, zuzügl. 0,20 DM pro KM. War am Ende ein Zuschussgeschäft. Aber ne geile Zeit!

Axel

"Ausbeutung pur"

KamiKater, (vor 5803 Tagen) @ Martinus

Hallo,

wir wurden einige Zeit lang von einem Hermes-Boten mit einem völlig runtergekommenen, uralten Passat beliefert. Hab nie verstanden, was da ab geht.
So langsam dämmert es mir.

Ist das ein Vollzeitjob? Sind die 7.-€ brutto? Dann bleibst Du vermutlich unter Hartz IV. Kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein, daß der Steuerzahler Hermes subventioniert. Oder doch?

Über 4,50€ bei Aral mag ich nicht mal nachdenken.

Ich hoffe, daß Du zumindest noch Kilometergeld bekommst.

Das der Kangoo ein gut getarnter LKW ist, ist mir auch schon aufgefallen. Deshalb gehe ich darauf nicht näher ein. *grins*

Gruß
Joh

"Ausbeutung pur"

Xyrx, (vor 5803 Tagen) @ KamiKater

Hi,

klar ist das Ausbeutung. Doch weißt du wieviele "Jobs" es gibt, die noch schlechter bezahlt werden? Meine beiden Hände reichen nicht, um da alles aufzuzählen. Und das bei unmöglichsten Arbeitszeiten, natürlich mit eigenem Auto und eigenem Risiko. Aber immer noch besser als gar nix zu tun. Hartz 4 ist ja ok. Doch eben diese Niedriglöhne sinds nicht, zumal ja so gut wie nix übrig bleibt nach Neuberechnung der Stütze. Man kommt praktisch aus dem Teufelskreis nicht raus. Verdienste mehr, haste weniger, machste gar nix, kriegste alles. Ok, auf bescheidenem Niveau.

Und wenn ich mir die Stellenanzeigen so anschaue... Teilzeit, Handelsvertreter, 160- oder 400-Eurobasis (oder wie man das Kind eben nennen will) und so weiter. Vollzeit? Unter 100 Anzeigen vielleicht eine.

Hier ist ein Kangooforum, nicht Politik, aber ich mußte das mal ablassen... Tschuldigung.

LG Xyrx

"Ausbeutung pur"

tidi, (vor 5803 Tagen) @ Xyrx

Moin zusammen,

und das wichtigste aus Politikersicht:

All diejenigen, die durch die eigene Arbeit nicht genug zum Leben haben, fallen dennoch aus der Arbeitslosenstatistik heraus.

Es geht um repräsentable Statistiken, nicht um die Menschen, die damit leben müssen.

Aber Boni für (mit Steuergeldern) gerettete Banker sind ok?

Wir werden uns noch wundern, wohin das letztendlich führen wird.
Der Wirtschaftsboom, den sich die Regierung auf die Fahnen zu schreiben versucht, wird größtenteils in China generiert, und wenn die Chinesen erstmal in der Lage sind, auf gleichem Niveau zu entwickeln, dann bin ich auf die Erklärungen der Politiker gespannt.

Hat ja vorher niemand wissen können...

Grüße

Tim, der sich fragt, ob er seine Steuer nicht unter Vorbehalt bezahlen sollte

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UNTERNIMM DAS JETZT

Martin Gensch, Hannover, (vor 5803 Tagen) @ tidi

Ein Klick auf's Bild und es geht zu:

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oder auch "Unternimm die Zukunft"

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Fünf Gründe für ein bGE für alle Teil1

Martin Gensch, Hannover, (vor 5803 Tagen) @ Martin Gensch

ich zitiere Werner Rätz:

Fünf Gründe für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle


Nicht nur der Neoliberalismus, im Prinzip alle klassische Volkswirtschaft begreift Ökonomie als Verwaltung des Mangels. Dem setzt Attac einen prinzipiellen Widerspruch entgegen, eine völlig konträre Position: Es ist genug für alle da! Jeder Mensch hat, nur einfach so, weil es ihn gibt, ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am gesellschaftlichen Reichtum. Das muss sich niemand verdienen, nicht durch Arbeit, nicht durch Wohlverhalten, durch gar nichts. Das ist Menschenrecht. Dem steht nicht entgegen, dass die Menschheit mit begrenzten Gütern haushalten muss. Aber das heißt für uns solidarisches Teilen und nicht Konkurrenz um das möglichst größte Stück für mich.

Teilhabe ist in den modernen Gesellschaften nur möglich, wenn man über ein Einkommen verfügt. Bisher war das in den industrialisierten Ländern weitestgehend an eine Erwerbsarbeit gebunden. Aus den skizzierten menschenrechtlichen und auch aus ökonomisch-pragmatischen Erwägungen ergibt sich der Vorschlag zukünftig jedem Menschen unabhängig von Erwerbsarbeit ein Grundeinkommen zu gewähren. Dafür gibt es (mindestens) fünf gute Gründe:

1. Wir können es: Der gesellschaftliche Reichtum ist vorhanden

Wir leben in einer Gesellschaft, die über einen nie gekannten Reichtum verfügt. Ich rede hier nicht von Geld. Geld ist, wenn’s ernst wird, ja nichts als bunt bedrucktes Papier oder Zahlen in einer Bilanz. Das kann man nicht essen oder zu irgendetwas Konkretem gebrauchen. Ich rede vom materiellen Produkt, vom unmittelbaren stofflichen Reichtum. Weltweit gibt es genügend Nahrung, Ressourcen zum Wohnungsbau, Gegenstände des täglichen und des langfristigen Bedarfs um allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Es gibt auf der Ebene des vorhandenen Produkts keinen Mangel und damit keinen ökonomischen Grund für Elend und Hunger. Eine ausreichende Versorgung aller ist eine Frage der Verteilung und des politischen Willens.

2. Wir können es dauerhaft: Die Reproduktion des Reichtums ist mit wenig Arbeit möglich

Wir leben erstmals historisch in einer Gesellschaft, die mehr produzieren kann, als alle für ein gutes Leben brauchen. In früheren Zeiten führten Produktivitätsfortschritte lediglich dazu, dass mehr Menschen satt werden konnten oder dass für eine zunehmende Zahl das Elend abnahm. Heute kann der immense gesellschaftliche Reichtum offenbar mit weniger unmittelbarer menschlicher Arbeit hergestellt werden, als uns zur Verfügung steht. Ich will hier dem Gedanken nicht nachgehen, dass sich dies gerechterweise darin niederschlagen sollte, dass alle weniger arbeiten müssten und nicht darin, dass einige mehr und andere gar nicht mehr arbeiten, obwohl auch das ein wichtiger Aspekt dieser Sache ist.

Hier geht es mir darum, dass wir offenbar über die Technologie, das Wissen, die Erfahrung verfügen, die es uns ermöglichen, den gesellschaftlichen Reichtum zu reproduzieren, ohne die Einzelnen dauernd und kompromisslos zur Arbeit zu zwingen. Ich bin überzeugt, dass so gut wie alle Menschen Lust haben, tätig zu sein, sich mit Natur und Umwelt auseinander zu setzen, kreativ und produktiv etwas zu machen. Aber selbst wenn einige das erst mal verweigern würden, könnte diese Gesellschaft das verkraften ohne zu verarmen. Bei vielen geht es ohnehin weniger darum, gar nicht zu arbeiten als darum, die konkreten Arbeiten abzulehnen, die gefährlich, schädlich, uninteressant sind. Wäre erst mal niemand gezwungen, jede Arbeit um jeden Preis anzunehmen, weil jedeR über ein Einkommen verfügte, würde sich der Charakter der Arbeit ändern. Die Angebote würden interessanter, berücksichtigten mehr eigene Bedürfnisse oder müssten zumindest besser bezahlt werden. Langeweile und Neugier würden mit der Zeit das Ihre tun.

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Teil 2 folgt

Gruß
Martin

www.grundeinkommen-hannover.de

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Fünf Gründe für ein bGE für alle Teil2

Martin Gensch, Hannover, (vor 5803 Tagen) @ Martin Gensch

Teil2:

3. Wir können es bezahlen: Ein Grundeinkommen ist finanzierbar

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle eines Grundeinkommens. Es gibt Überlegungen, einen bestimmten Betrag an jede Person auszuzahlen, es gibt die Idee, das vorab mit der Steuer zu verrechnen, es gibt die Vorstellung, das Vorhandensein von Arbeitseinkommen zu prüfen und dann auf eine Mindesthöhe aufzustocken. Es gibt unterschiedliche Vorstellungen über die notwendige Höhe eines Mindesteinkommens. All das ist offen und muss diskutiert werden. Aber gemeinsam ist all diesen Überlegungen, dass sie vielfältig durchgerechnet wurden und dass feststeht, dass sie bezahlbar sind. Bisherige Sozialversicherungsbeiträge, die Beträge sozialer Umverteilung, die Abschaffung heutiger bürokratischer Kontroll- und Verwaltungsapparate und eine gerechtere Heranziehung hoher Einkommen und Vermögen reichen allemal zur Finanzierung.

4. Wir müssen es: Die Vollbeschäftigung kommt nicht wieder

Bisher sind in der BRD und in vielen anderen Ländern soziale Ansprüche und Leistungen an Erwerbsarbeit gekoppelt. Das kann nur dann zu einer umfassenden Versorgung und Vorsorge führen, wenn weitestgehend jedeR eine solche Arbeit hat. Dieser Zustand der Vollbeschäftigung war aber offensichtlich historische Ausnahme. Es spricht nichts dafür, dass er wieder herstellbar wäre. Die Zunahme der Produktivität lässt sogar eher erwarten, dass wir uns noch weiter davon entfernen als schon jetzt. Aber selbst wo diese Einschätzung der Produktivitätsentwicklung nicht geteilt oder nicht gewünscht wird, behauptet kaum jemand ernsthaft, dass auf absehbare Zukunft Vollbeschäftigung wieder möglich sein werde. Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als Einkommen und Erwerbsarbeit zunehmend zu entkoppeln. Soziale Teilhabe oder Ausgrenzung hängen in Zukunft wesentlich davon ab, dass ganz real jedeR über ein Einkommen verfügt, auch wenn sie oder er keine Erwerbsarbeit hat. Eine Arbeitsstelle mag ein Recht sein, ein Einkommen ist eine Notwendigkeit.

5. Wir müssen es wollen: Der alte Sozialstaat war ohnehin keine emanzipatorische Einrichtung

Ich finde diese Perspektive auf ein Ende der Vollbeschäftigung, auf eine Trennung von Arbeit und Einkommen höchst erfreulich. Es ist gut, dass es all die Produktivitätsforschritte gibt, die es uns ermöglichen, immer weniger Zeit mit Erwerbsarbeit zu verbringen. Es gibt so viele Tätigkeiten, die der Erwerbsarbeit vorzuziehen sind! Rationalisierung ist etwas Gutes, wenn sie zu mehr Zeit führt, über die wir selbst bestimmen können. Es fallen mir noch eine ganze Reihe von Arbeiten ein, die schwer, schädlich, schmutzig, stumpfsinnig sind und die doch bitte von Maschinen erledigt werden sollten.

Und es geht nicht nur um den Inhalt der konkreten Arbeit, es geht auch um den herkömmlichen Sozialstaat als gesellschaftliches Regulationsmodell: Ich will nicht zurück zu einem Staat, der über Arbeit reguliert, sortiert, Rangordnungen des Ansehens festlegt. Ich will nicht zurück zu einem (Fabrik)Arbeitssystem, das anpasst und zurichtet, damit die Beteiligten sich problemlos beherrschen lassen. Ich will nicht zurück zu einem Sozialstaat, der Anspruch auf soziale Teilhabe an die Unterwerfung unter diese Arbeitsreglementierung bindet, der Frauen, Kranke, Unangepasste ausgrenzt oder an einen männlichen Hauptverdiener und „Ernährer“ bindet.

Nicht zufällig haben im Zuge des Aufbruchs Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts (nicht nur aber) vor allem Jugendliche massenweise freiwillig die Prekarität aufgesucht um dieser Reglementierung zu entkommen. Die alte emanzipatorische Sozialstaatskritik ist immer noch richtig, auch wenn sie im Zuge der neoliberalen Offensive zum Teil verschüttet wurde. Um nicht missverstanden zu werden: Was es an sozialen Errungenschaften und Reglungen gibt, muss verteidigt werden. Niemals dürfen wir unvollkommenes Vorhandenes aufgeben ehe wir etwas besseres Neues wirklich haben. Aber kämpfen sollten wir für ein solches Neues, nicht für das verlorene Alte.

Und da wäre ein Grundeinkommen ein wichtiger erster Schritt. Es würde uns durch die Prekarität aller heutigen Lebensverhältnisse hindurch den Blick auf eine emanzipatorische Gesellschaft öffnen, in der Menschen nicht mehr vernutzt würden, sondern in Kenntnis ihrer eigenen Bedürfnisse und unter Nutzung ihrer eigenen Fähigkeiten ihre Lebenswelt selbstbewusst gestalten. Zu dieser Gestaltung würde dann selbstverständlich auch die Reproduktion es gesellschaftlichen Reichtums gehören.

Werner Rätz

(im Feb. 2005)
----

Gruß
Martin

www.grundeinkommen-hannover.de

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Fünf Gründe für ein bGE für alle Teil2

Hauska Auto, (vor 5802 Tagen) @ Martin Gensch

Applaus! Zustimmung! Begeisterung!

Grundeinkommen

VEC-LOTHAR, (vor 5801 Tagen) @ Martin Gensch

Aha...daher weht der Wind also.

Also wenn ich mir das so durchlese, würde es ja bedeuten, dass mit einem Grundeinkommen die Arbeitslosigkeit auf Null gebracht werden würde, weil ja jeder ein Einkommen hätte. Auch meine Bezüge vom Arbeitgeber würden sich um das Grundeinkommen verringern...und wenn ich nun etwas weiter denke, dann hatten wir, glaube ich, so etwas schon mal in Deutschland.

Vielen Dank...nichts für mich.

wann hatten wir das?

Amigo, (vor 5801 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Wir hatten das schon mal in D? Wann war das denn?

wann hatten wir das?

VEC-LOTHAR, (vor 5801 Tagen) @ Amigo

Wir hatten das schon mal in D? Wann war das denn?

Guten Morgen

Im östlichen Teil eines mal geteilten Deutschlands?

wann hatten wir das?

ronko, (vor 5801 Tagen) @ Amigo
bearbeitet von ronko,

Wir hatten das schon mal in D? Wann war das denn?

Wahrscheinlich vor deiner Zeit, sonst müsstest du nicht fragen.;-)
Es gab aber schon einmal was Ähnliches, ist aber noch länger her, da gab es auch "kollegtive" Arbeitsdienste für lau, aber dafür wurden die Leute moralisch "aufgebaut."

Das Eine halte ich für ähnlich gefährlich, wie das Andere. Anscheinend weis nicht jeder, welche Freiheit wir genießen.;-)

Die Sache mit der Ausbeutung ist eine andere und hat einfach etwas mit dem globalen Arbeitsmarkt zu tun. Die Firmen tendieren zur Leiharbeit, wegen Gewinnoptimierung und aus Raffgier. Moral spielt hier keine Rolle mehr, aber wir tragen ja auch mit unserer Geiz-ist-geil-Mentalität dazu bei.;-)

wann hatten wir das?

VEC-LOTHAR, (vor 5800 Tagen) @ ronko

Wir hatten das schon mal in D? Wann war das denn?


Wahrscheinlich vor deiner Zeit, sonst müsstest du nicht fragen.;-)
Es gab aber schon einmal was Ähnliches, ist aber noch länger her, da gab es auch "kollegtive" Arbeitsdienste für lau, aber dafür wurden die Leute moralisch "aufgebaut."

...jetzt weiß ich es auch genauer ;-) ...es war zu Bismarck´s Zeiten, wie ich im Link aus Martin´s Posting lesen konnte. ;-)

Grundeinkommen

ronko, (vor 5801 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Aha...daher weht der Wind also.

Also wenn ich mir das so durchlese, würde es ja bedeuten, dass mit einem Grundeinkommen die Arbeitslosigkeit auf Null gebracht werden würde, weil ja jeder ein Einkommen hätte. Auch meine Bezüge vom Arbeitgeber würden sich um das Grundeinkommen verringern...und wenn ich nun etwas weiter denke, dann hatten wir, glaube ich, so etwas schon mal in Deutschland.

Vielen Dank...nichts für mich.

Sag ich ja, Faulenzer alimentieren is nich.;-)

Grundeinkommen

VEC-LOTHAR, (vor 5800 Tagen) @ ronko

Aha...daher weht der Wind also.

Also wenn ich mir das so durchlese, würde es ja bedeuten, dass mit einem Grundeinkommen die Arbeitslosigkeit auf Null gebracht werden würde, weil ja jeder ein Einkommen hätte. Auch meine Bezüge vom Arbeitgeber würden sich um das Grundeinkommen verringern...und wenn ich nun etwas weiter denke, dann hatten wir, glaube ich, so etwas schon mal in Deutschland.

Vielen Dank...nichts für mich.


Sag ich ja, Faulenzer alimentieren is nich.;-)

Das wäre auch eine Sache, die beim Grundeinkommen zu überlegen wäre...wie unterbindet man die Faulheit eines gewissen Bevölkerungsteils? Dazu wäre noch zu klären, ob eine 6-köpfige Familie mit 2 erwerbsfähigen, aber arbeitslosen Elternteilen mit nur 2000€/Monat "überleben" kann.

Tja...alles nicht so einfach, wie es dargestellt wird.

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Grundeinkommen

Martin Gensch, Hannover, (vor 5801 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Hallo Lothar,

Aha...daher weht der Wind also.

Du verlinkst auf die Spendenseite, danke. Jede Bürgerinitiative fragt um Spenden an. Dem Verein Bedingungsloses Grundeinkommen Hannover ist vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit zuerkannt worden, d. h. auch, dass der Verein darüber gegenüber dem Finanzamt Rechenschaft ablegen muß. Die anerkannte Gemeinützigkeit macht auch deutlich, dass der Verein absolut politisch unabhängig ist.

Also wenn ich mir das so durchlese, würde es ja bedeuten, dass mit einem Grundeinkommen die Arbeitslosigkeit auf Null gebracht werden würde, weil ja jeder ein Einkommen hätte. Auch meine Bezüge vom Arbeitgeber würden sich um das Grundeinkommen verringern...und wenn ich nun etwas weiter denke, dann hatten wir, glaube ich, so etwas schon mal in Deutschland.

Ich glaube da unterliegst Du einem Irrtum. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens hat weder etwas mit Kommunismus / Sozialismus noch mit der braunen Vergangenheit in unserem Land zu tun.

Die Idee wird von Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft unterstützt. So gibt es eine Arbeitsgruppe Grundeinkommen in der CDU Webseite Dieter Althaus, einen SPD Bezirk SPD Rhein-Erft Kreis, das Grüne Netzwerk Webseite und viele andere darunter auch die Linke und auch der Gründer der Drogeriemarktkette dm Götz Werner der sich seit 30 Jahren mit der Idee beschäftigt.

Die Idee würde das für das Existenzminimum notwendige Einkommen von der Arbeit trennen. Es würde ein echter Arbeitsmarkt entstehen bei dem ein Mitarbeiter auch die Freiheit hätte seinen Arbeitsplatz zu kündigen ohne seine Existenz zu gefährden. Bei dem Arbeitgeber nicht nur die Arbeit mit Geld bezahlen sondern auch attraktive Arbeitsplätze anbieten müßten.

Es bietet die Möglichkeit bedingungslos dazuzuverdienen oder auch bedingungslos Dinge zu tun für die bisher kein Geld da war (alte Menschen betreuen, junge Menschen betreuen, kreativ künstlerisch tätig werden, unternehmerisch selbständig tätig werden, Verbraucherforen z.B. myKangoo im Internet zu leiten und und und...).

Im Grundgesetz steht die Würde des Menschen ist unantastbar. Wenn ich mir Hartz 4 mit seiner Gängelei der Bezieher so ansehe, finde ich das ist schon Grund genung.

Du bschäftigst Dich doch gerne auch gründlich mit den verschiedensten Themen, lies mal ein bisschen im Internet über das Thema, vielleicht ändert sich Deine Sicht.

Gruß
Martin

Gruß

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Zeichen setzen, aber richtig

VEC-LOTHAR, (vor 5800 Tagen) @ Martin Gensch

Hallo Martin,

an für sich ist der Gedanke des Grundeinkommens nicht verkehrt, nur wie lässt sich so etwas finanzieren? Wenn man gewisse Dinge dann nicht unter den Tisch fallen lassen würde, wäre es ja eine interessante Sache...nur leider ist bisher jedes noch so gute Modell mangels Finanzierbarkeit im Sande verlaufen. Was wir brauchen, ist eine neue Ordnung zwischen Reich und Arm...das Mittelding ist schon fast so gut wie ausgestorben.
Daher müssten sich Reiche, und damit meine ich nicht nur die Superreichen, an der Finanzierbarkeit des Grundeinkommens sehr stark beteiligen. Aber die denken doch gar nicht an die Unterstützung der sozial schwachen Schicht...im Gegenteil, es wird noch weiter ausgebeutet. Daher bin ich der Meinung, dass man erst einmal andere Dinge klären muss, bevor man an die des Grundeinkommens nachdenkt. Ein gutes Beispiel ist die IG-Metall, die jetzt Zeichen setzen möchte gegen ungerechte Leiharbeit http://www.igmetall.de/kurswechsel-fuer-ein-gutes-leben-aktionen-im-herbst-5593.htm.
Das Thema Leiharbeit muss erstmal weg vom Tisch, denn ein Unternehmen kann und muss Vollzeitbeschäftigung schaffen anstatt Arbeitskräfte wie Ware anzukaufen/mieten und zu verkaufen/vermieten. Leiharbeit ja, aber nur zu gleichen Bedingungen, wie Vollzeitbeschäftigte.
Schaut man sich die aktuellen Arbeitslosenzahlen nun an, denkt man sich auch "Mann, was geht es uns doch gut" und die Realität sieht ganz anders aus. Würde man die Menschen einrechnen, die durch Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung und sonstige andere Maßnahmen ganz aus der Statistik raus fallen, dann würde man die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Meine Frau ist so ein Mensch, der statistisch nicht in den Zahlen vorkommt und wenn ich alleine hier in unserem kleinen Forum herumschaue, wieviele Menschen nicht erfasst werden....das Ganze dann hochrechne auf die Bevölkerung hier, ergibt das sicherlich eine Arbeitslosenquote von mindestens 20%.
Irgendwo hab ich mal gelesen: Man muss den Menschen so schnell über den Tisch ziehen, dass die entstandene Reibungshitze als Nestwärme empfunden wird....genauso wird es in der momentanen Politik gemacht und das sollte man ändern.

Zeichen setzen

Viele Grüße

Lothar

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Finanzierung Grundeinkommen

Martin Gensch, Hannover, (vor 5800 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Hallo Lothar,

an für sich ist der Gedanke des Grundeinkommens nicht verkehrt, nur wie lässt sich so etwas finanzieren? Wenn man gewisse Dinge dann nicht unter den Tisch fallen lassen würde, wäre es ja eine interessante Sache...nur leider ist bisher jedes noch so gute Modell mangels Finanzierbarkeit im Sande verlaufen.

Zur Finanzierung gibt es einen guten Text auf den ich Dich hinweisen möchte:

Text zur Finanzierung auf der Seite grundeinkommen-hamburg.de

Gruß

Martin

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Finanzierung Grundeinkommen

VEC-LOTHAR, (vor 5800 Tagen) @ Martin Gensch
bearbeitet von VEC-LOTHAR,

an für sich ist der Gedanke des Grundeinkommens nicht verkehrt, nur wie lässt sich so etwas finanzieren? Wenn man gewisse Dinge dann nicht unter den Tisch fallen lassen würde, wäre es ja eine interessante Sache...nur leider ist bisher jedes noch so gute Modell mangels Finanzierbarkeit im Sande verlaufen.


Zur Finanzierung gibt es einen guten Text auf den ich Dich hinweisen möchte:

Text zur Finanzierung auf der Seite grundeinkommen-hamburg.de

Naaajaaa....auch dort gibt es ein Satz, der nicht genau definiert ist. Ich zitiere mal:

"Auch ein sehr hohes bedingungsloses Grundeinkommen ließe sich theoretisch finanzieren, wenn wir nur die Steuern entsprechend hoch setzten."

Genau das ist es ja, was bisher noch niemand ganz genau beschreiben kann, wie sich das finanzieren lässt.
Welche Steuern sind gemeint? In der Vergangenheit wurde etwas Neues immer mit der Mehrwert-/Umsatzsteuer finanziert und die müssen alle zahlen, auch die Unterschicht.
Umschichtung der Steuern muss sein, aber gerecht. Was nützt es der Unterschicht, wenn die Oberschicht die gezahlte Mehrwert-/Umsatzsteuer wieder absetzen kann?...oder wenn private Anschaffungen/Reparaturen über das eigene Unternehmen abgerechnet werden? Rechnungen werden umgeschrieben und als Firmenausgaben deklariert. Die Unterschicht kann so etwas nicht, muss alles voll bezahlen. Auch dort muss es soziale Gerechtigkeit geben.

Du merkst, ich rede hier nur von Unter- und Oberschicht...da fehlt gänzlich die Mittelschicht. Und die verringert sich immer weiter und bald sind sie auch ganz unten oder ganz oben...

Noch etwas...nicht nur die theoretische Finanzierung sollte feststehen. Die praktische Umsetzung muss passen. Und die Bevölkerung muss sehen können, dass sie nicht schon wieder über den Tisch gezogen werden. Sonst steigt die Verdrossenheit immer weiter an.

Aber nun gebe ich noch zu bedenken, dass hier im Forum nicht der geeignete Ort ist, um über Politik zu diskutieren. Drum sollten wir allen die Entscheidung selbst überlassen, was sie tun und was nicht.

Viele Grüße

Lothar

Nachtrag:
Etwas weitergelesen beim dem Link oben und schon etwas über die Mehrwertsteuer gefunden...bestätigt meine Meinung dazu. Zitat:

"Alternativ oder ergänzend zur Einkommensteuerfinanzierung ist auch eine Finanzierung des Grundeinkommens über eine Konsumsteuer, also eine reformierte und erhöhte Mehrwertsteuer, denkbar. Das häufig angebrachte Argument, Konsumsteuern seien sozial unausgewogen, weil sie die unteren Einkommensgruppen zu stark belasteten, relativiert sich, wenn im Gegenzug jede_r ein bedingungsloses Grundeinkommens erhält. Wer kein oder wenig „eigenes“ Einkommen hat, konsumiert relativ wenig, und zahlt unterm Strich an der Ladenkasse weniger Mehrwertsteuer, als er vom Finanzamt an Grundeinkommen erhält."

Für die Unterschicht sind 19% MwSt sehr viel Geld...die Oberschicht setzt es ab oder zahlt es mit einem Grinsen im Gesicht...nicht sozial gerecht in meinen Augen.

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Finanzierung Grundeinkommen

Martin Gensch, Hannover, (vor 5800 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Hallo Lothar,

Welche Steuern sind gemeint? In der Vergangenheit wurde etwas Neues immer mit der Mehrwert-/Umsatzsteuer finanziert und die müssen alle zahlen, auch die Unterschicht.
Umschichtung der Steuern muss sein, aber gerecht. Was nützt es der Unterschicht, wenn die Oberschicht die gezahlte Mehrwert-/Umsatzsteuer wieder absetzen kann?...oder wenn private Anschaffungen/Reparaturen über das eigene Unternehmen abgerechnet werden? Rechnungen werden umgeschrieben und als Firmenausgaben deklariert. Die Unterschicht kann so etwas nicht, muss alles voll bezahlen. Auch dort muss es soziale Gerechtigkeit geben.

Ich bin für das Modell "Grundeinkommen und Konsumsteuer":

In dem Endpreis eines Produktes sind alle staatlich verursachten Kosten (Gewerbesteuern, Einkommensteuer der Mitarbeiter, Sozialabgaben, etc.) enthalten. Wir haben in Deutschland eine Quote von etwa 50%. Wenn man alle staatlich verursachten Abgaben gestrichen würden, müßte das Unternehmen entsprechend weniger vorfinanzieren. Wenn man nun eine Mehrwertsteuer von 100% (ja richtig gelesen) aufschlägt, erhöht sich der Endpreis nicht. Dafür funktioniert das von Dir beschriebene Absetzen auf Firmenkosten nicht mehr, da das Absetzen ja immer eine Reduzierung des zu versteuernden Gewinns ist. Natürlich ist es noch möglich einen Mehrwertsteuerbetrug zu begehen, das Grundeinkommen schafft kriminelle Machenschaften nicht ab. Die Finanzbehörden könnten sich dann aber auf die Überwachung dieser einen Steuer fokussieren.

Zur Gerechtigkeit:

Wer mehr konsumiert zahlt mehr Mehrwertsteuer. Wer mehr konsumiert verringert den Anteil seines Grundeinkommens an seinen Gesamtausgaben. Das Grundeinkommen ist quasi der Ersatz des Einkommenssteuerfreibetrag. Damit ist die Steuergerechtigkeit gegeben.

Du merkst, ich rede hier nur von Unter- und Oberschicht...da fehlt gänzlich die Mittelschicht. Und die verringert sich immer weiter und bald sind sie auch ganz unten oder ganz oben...

Noch etwas...nicht nur die theoretische Finanzierung sollte feststehen. Die praktische Umsetzung muss passen. Und die Bevölkerung muss sehen können, dass sie nicht schon wieder über den Tisch gezogen werden. Sonst steigt die Verdrossenheit immer weiter an.

Das Grundeinkommen bekämen alle bedingungslos.

Aber nun gebe ich noch zu bedenken, dass hier im Forum nicht der geeignete Ort ist, um über Politik zu diskutieren. Drum sollten wir allen die Entscheidung selbst überlassen, was sie tun und was nicht.

Warum? Wir befinden uns in der Kategorie Plauderei. Und das ganze Leben ist Politik. Und jeder kann selbst entscheiden ob er dies liest oder nicht.

Für die Unterschicht sind 19% MwSt sehr viel Geld...die Oberschicht setzt es ab oder zahlt es mit einem Grinsen im Gesicht...nicht sozial gerecht in meinen Augen.

Und das Absetzen geht nicht mehr beim Konsumsteuermodell. Und mich hat noch nie interressiert wieviel MwSt. ich bezahlen mußte. Der Endverbraucher zahlt den Gesamtendpreis egal wie sich der zusammensetzt.

Gruß
Martin

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Finanzierung Grundeinkommen

VEC-LOTHAR, (vor 5800 Tagen) @ Martin Gensch

Hallo Martin

Und mich hat noch nie interessiert wieviel MwSt. ich bezahlen mußte. Der Endverbraucher zahlt den Gesamtendpreis egal wie sich der zusammensetzt.

Dich hat es vielleicht nicht interessiert, aber die Mehrheit schaut schon, dass sie Produkte so günstig, wie möglich bekommen und gerade in meiner Branche sind Werbeaussagen wegen 19% Mehrwertsteuergeschenken an der Tagesordnung und es wird auch im Fachhandel vom Kunden duchgesetzt mit der Drohung "Dann kaufe ich eben beim Media Markt" Urteil zur Mehrwertsteuerschenkerei.

Gibt es nun eine MwSt-Erhöhung, dann wird es mit Sicherheit nicht besser werden, sondern eher noch schlechter. Konsum muss bezahlbar sein und nicht durch Steuern verteuert werden. Auch derjenige, der das Grundeinkommen bezieht, möchte gerne mal eine Flasche Wein kaufen.

Wie gesagt...vielen Dank, aber es ist nichts für mich. War trotzdem schön, dass man drüber gesprochen/geschrieben hat.

Viele Grüße

Lothar

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Finanzierung Grundeinkommen

Martin Gensch, Hannover, (vor 5799 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Hallo Lothar,

Und mich hat noch nie interessiert wieviel MwSt. ich bezahlen mußte. Der Endverbraucher zahlt den Gesamtendpreis egal wie sich der zusammensetzt.

Übrigens hat es mich auch noch nie interessiert wie hoch mein Bruttoeinkommen ist, mein Nettogehalt ist das für mich entscheidene.

Dich hat es vielleicht nicht interessiert, aber die Mehrheit schaut schon, dass sie Produkte so günstig, wie möglich bekommen und gerade...

Natürlich interessiert es mich und muß es auch interessieren wie günstig ein Produkt ist, habe auch keinen Dukatenscheißer vorm Haus stehen. Aber wenn ich dem Renaulthändler 13.000 EUR auf den Tisch legen muß um einen Kangoo mitzunehmen interessiert es mich als Endverbraucher eben nicht ob im Endpreis 19, 20, oder 50 % Mehrwertsteuer enthalten sind. Ich muß den Endbetrag zahlen. Würde man aber alle staatlichen Abgaben in die Mehrwertsteuer umlegen müßte Renault wesentlich weniger vorfinanzieren.

Gruß

Martin

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Finanzierung Grundeinkommen

tidi, (vor 5798 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Dich hat es vielleicht nicht interessiert, aber die Mehrheit schaut schon, dass sie Produkte so günstig, wie möglich bekommen und gerade in meiner Branche sind Werbeaussagen wegen 19% Mehrwertsteuergeschenken an der Tagesordnung und es wird auch im Fachhandel vom Kunden duchgesetzt mit der Drohung "Dann kaufe ich eben beim Media Markt" Urteil zur Mehrwertsteuerschenkerei.

Hallo Lothar,

kein Mediamarkt kann Dir die Mehrwertsteuer erlassen.
Der Markt hat einen Einstandspreis und einen VK.

Von dem, was der MArkt als Gewinn hätte, kann er von der uvPE (der unverbindlichen Preisempfehlung) des Herstellers dem Kunden einen Rabatt vorgaukeln, den dieser als Kaufargument für bare Münze nimmt.

Ob der Preis wirklich günstig ist, kann man nur durch den Vergleich mit anderen Anbietern feststellen.

Und man muss selbst entscheiden, ob einem Qualität und Service Geld wert sind - das günstigste Angebot ist ja in der Summe nicht automatisch das Beste für alle Beteiligten.

Grüße

Tim

Finanzierung Grundeinkommen

VEC-LOTHAR, (vor 5797 Tagen) @ tidi

kein Mediamarkt kann Dir die Mehrwertsteuer erlassen.
Der Markt hat einen Einstandspreis und einen VK.

Ach wirklich?...hätte ich jetzt nicht gedacht:-D

Wir(bzw. meine Cheffen) haben sogar ein EK + MwSt und ein VK inkl. MwSt :-D ...ist doch fortschrittlich, oder? :-D

Finanzierung Grundeinkommen

ronko, (vor 5800 Tagen) @ Martin Gensch

Wer mehr konsumiert zahlt mehr Mehrwertsteuer. Wer mehr konsumiert verringert den Anteil seines Grundeinkommens an seinen Gesamtausgaben. Das Grundeinkommen ist quasi der Ersatz des Einkommenssteuerfreibetrag. Damit ist die Steuergerechtigkeit gegeben.


Ja klar, hab schon verstanden, den Lohn für den Fleiß den man erbringt, soll man an die Masse abfließen lassen. Oder ein Unternehmer (gerade Kleinunternehmer), der Arbeitsplätze schafft, für seine Idee und Einstellung alles dafür tut einen besseren Wohlstand zu erlangen, soll durch erhöhte Mehrwertsteuer abgestraft werden bzw. alle Gutverdienenden. Nicht mit mir!
DDR lässt grüßen.

Keine Alimente

ronko, (vor 5802 Tagen) @ Martin Gensch
bearbeitet von ronko,

Ich bin überzeugt, dass so gut wie alle Menschen Lust haben, tätig zu sein, sich mit Natur und Umwelt auseinander zu setzen, kreativ und produktiv etwas zu machen.


Und ich weis , dass es nicht so ist. Und diese Leute alimentiere ich nicht!

Allerdings muss Leistung anerkannt werden und gerecht entlohnt. Wer arbeitet, soll davon leben können. Andererseits sehe ich nicht ein, dass Leistungsträger für besagten marxistischen Unfug herhalten sollen, wärend sich andere die Eier schaukeln.
Leiharbeit gehört verboten, oder leistungsgerecht bezahlt, das Entgelt eines Stammitarbeiters, gleiches Geld für gleiche Arbeit! Somit wäre die Sklaverei (nichts anderes ist es) unterbunden.

@Superaxel,

Ambitionen haste ja zu genüge. Manchmal muss man sich auch regional umorientieren, so schwierig es manchmal ist, die Arbeit kommt nicht immer auf einen zu. Vom Alter her wäre es optimal sich umzuorientieren. Und die Selbständigkeit macht es nicht leichter, weiter zu kommen.

Glück auf!;-)

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"regional ungebunden"

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 5801 Tagen) @ ronko

Hallo Ronko,

zu regional umorientieren seit 2005:

Münster - Essen - Dortmund - Münster - Dortmund - Fürth - Heidelberg - Frankfurt. Zwischendurch ein Vierteljahr in Spanien gearbeitet.
Und jetzt von Frankfurt wieder nach Dortmund. Ich geh schon immer dahin, wo grad Arbeit für mich ist.

Fragen?

Axel

"regional ungebunden"

ronko, (vor 5801 Tagen) @ Superaxel

Hallo Ronko,

zu regional umorientieren seit 2005:

Münster - Essen - Dortmund - Münster - Dortmund - Fürth - Heidelberg - Frankfurt. Zwischendurch ein Vierteljahr in Spanien gearbeitet.
Und jetzt von Frankfurt wieder nach Dortmund. Ich geh schon immer dahin, wo grad Arbeit für mich ist.

Fragen?

Axel

Nicht wirklich.;-)

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"Ausbeutung pur"

Nordlicht72, Schleswig, (vor 5803 Tagen) @ Xyrx

Hier ist ein Kangooforum, nicht Politik, aber ich mußte das mal ablassen... Tschuldigung.

Moin.

Wieso Tschuldigung? Würde jeder Job so schlecht bezahlt, könnte sich bald keiner mehr einen Kangoo leisten, und dann gäb's auch kein Kangooforum mehr. Passt also doch irgendwie und außerdem sind wir ja bei Plauderei, die Kategorie gibt's doch extra für solche Themen. ;-)

Da war neulich irgendwo im Internet die Geschichte eines Mannes zu lesen, der -obwohl Vollzeitbeschäftigt- ganze 320 Euro im Monat verdient hat! Wahrscheinlich auch ein Opfer einer dubiosen Zeitarbeitsfirma. Das grenzt ja schon an Sklaverei.

Seit der Einführung von Hartz IV ist die gesamte Statistik für die Katz', denn darin taucht ja nur noch auf, wer ALG I bekommt, also nicht länger als ein Jahr arbeitslos ist. Wer von ALG I in Hartz IV rutscht, fällt auch raus. Und dann gibt es noch die Leute, die überhaupt keine Leistung bekommen, weil der Ehepartner "genug" verdient, die aber trotzdem arbeitswillig und -fähig sind. Wenn man das jetzt mal alles zusammenrechnet, also Menschen mit schlecht bezahltem Job, Arbeitslose, Hartz IV-Empfänger und "Arbeitswillige", dann kommt man auf eine Zahl, bei der mir nur noch "armes Deutschland" einfällt. :-(

Und unsere Politiker präsentieren stolz ihre Statistiken und erzählen uns, die Arbeitslosigkeit sei auf dem niedrigsten Stand seit Anfang der Neunziger. Alles Blödsinn, aber es scheint nichts wichtiger zu sein als die Theorie. Darüber kann man sich doch nur aufregen!

Gruß, Katja

--
Sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Teilnehmer Kangootreffen Eifel 2011
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"Ausbeutung pur"

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 5803 Tagen) @ Nordlicht72

"Das grenzt ja schon an Sklaverei."

Das ist SCHLIMMER als Sklaverei und spätrömische Dekadenz: es gibt diesen schönen Arbeitnehmersatz: "Sklaven kann man nicht feuern, die muss man verkaufen". Das stimmt.

Der Eigentümer eines Sklaven hatte eine Fürsorgepflicht, er musste seine Sklaven ernähren, kleiden und unterbringen. Einfach "rauswerfen" war nicht möglich, hat er einen Sklaven "freigelassen" musste er auch für dessen Zukunft vorsorgen.

Heutzutage ists doch viel schlimmer: grad in der Zeitarbeit hast Du Hungerlöhne, Knebelverträge und ultrakurze Kündigungsfristen. Teils wird Dein Verdienst radikal zusammengestrichen, wenn keine Aufträge da sind, so dass Du im Grunde sofort zum Amt gehen musst, obgleich ein laufender Arbeitsvertrag vorliegt.

Ich denke, ein Mensch muss in der Lage sein, sich von einem 40Std. Vollzeitjob selber ernähren zu können: und wenns nur eine Arbeit als Putzfrau oder Bauhelfer ist. Meine Dortmunder Lieblingsbrauerei hat den Slogan: "Harte Arbeit, ehrlicher Lohn".

Axel

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"Ausbeutung pur"

Nordlicht72, Schleswig, (vor 5801 Tagen) @ Superaxel

Das ist SCHLIMMER als Sklaverei und spätrömische Dekadenz: es gibt diesen schönen Arbeitnehmersatz: "Sklaven kann man nicht feuern, die muss man verkaufen". Das stimmt.

Der Eigentümer eines Sklaven hatte eine Fürsorgepflicht, er musste seine Sklaven ernähren, kleiden und unterbringen. Einfach "rauswerfen" war nicht möglich, hat er einen Sklaven "freigelassen" musste er auch für dessen Zukunft vorsorgen.


Moin Axel.

Schön, dass du das jetzt gesagt hast, ich hab's mir verbissen. Ich hatte die Befürchtung, damit schon wieder eine endlose Diskussion auszulösen. :-D

Ich drück dir die Daumen und wünsche dir viel Erfolg mit deiner Geschäftsidee. Es kommt zwar eine Menge Arbeit auf dich zu, aber wenn du dir die nötige Unterstützung holst, wie du es gesagt hast, wird es schon klappen. :-)


@ Lothar

Der Gedanke im benachbarten Ausland (in meinem Fall wäre das Dänemark) zu arbeiten, ist sicherlich verlockend, aber oft werden (gute) Sprachkenntnisse verlangt (teilweise auch für Jobs hier in S-H). Ich kann gut Englisch, ein paar Brocken Französisch sind noch drin und in den Niederlanden würde ich wahrscheinlich auch einigermaßen zurecht kommen, aber bei Dänisch muss ich leider passen, das ist für mich unverständliches Kauderwelsch. Ich hab's versucht, lesen geht halbwegs, aber wenn ein Däne mit mir spricht, versteh ich kein Wort (die berühmte heiße Kartoffel). :-P Mit Schwedisch komme ich schon wieder besser klar, aber Schweden ist eben leider nicht "um die Ecke".

Wenn also in der näheren Umgebung kein vernünftiger Job zu bekommen ist und auch das benachbarte Ausland wegfällt, was bleibt denn dann noch, außer der Selbständigkeit? Nicht allzuviel fürchte ich. :-(

Gruß, Katja

--
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"Ausbeutung pur"

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 5803 Tagen) @ Xyrx

Mein bestes Erlebnis dazu hatte ich vor Kurzem...

Zu meiner Person: ich bin 33 Jahre alt, von der Ausbildung her Kaufmann im Einzelhandel, Handelsfachwirt IHK, Betriebswirt IHK, ausserdem "Abiturient mit Hochschulerfahrung". Ich habe 12 Jahre durchgehende Erfahrung im hochwertigen Handel "sehr erklärungsbedürftiger Produkte". Meine Fortbildungen bis hin zum Betriebswirt IHK habe ich selber gestemmt und mit Krediten finanziert ...

Die Fa. Apple Inc. hat vor kurzer Zeit Mitarbeiter gesucht für die Eröffnung des neuen Apple Stores im Centro Oberhausen, um dort die edelsten und mit auch teuersten Computer an den Mann zu bringen und einen hochwertigen Lifestyle zu verkaufen.

Grundlage war eine 42Std Woche, man wollte mir einen Bruttolohn von ca 1700 € zahlen. Ich hab mal gefragt, wie man davon leben soll? Das ist ein Nettolohn von unter 6 €/Stunde ... Auch im Pott kostet Miete Geld ...

Es gibt SO viele Menschen die Hartz4 ERGÄNZEND zum Lebensunterhalt auch bei einer Vollzeittätigkeit beziehen müssen, dass man sich schämen muss. Das sind direkte Subventionen an die Arbeitgeber, die sich in den meisten Fällen selber die Taschen vollstopfen (Treberhilfe Berlin ...).

Mich kotzt es massiv an, mir reichts, ich bin grad dabei meine Selbstständigkeit vorzubereiten und will im kommenden Frühjahr starten. Zeichen setzen!

Axel

"Ausbeutung pur"

VEC-LOTHAR, (vor 5802 Tagen) @ Superaxel

Mich kotzt es massiv an, mir reichts, ich bin grad dabei meine Selbstständigkeit vorzubereiten und will im kommenden Frühjahr starten. Zeichen setzen!

Hallo Axel,

die Selstständigkeit würde ich mir in deiner Situation ganz stark überlegen.
Meine Frau war bis Anfang diesen Jahres Selbstständig...damalig bezeichnete Ich-AG.
Im Januar musste sie den Laden aufgeben und seit dem versucht sie, einen neuen Job zu bekommen. Sie bekommt kein Alg 1, weil die Arbeitslosigkeit aus der Selbstständigkeit hervorgegangen ist. H 4 bekommt sie auch nicht, weil mein Einkommen zu hoch ist und noch sind Schulden aus der Ich-AG abzuzahlen.
Wenn man so etwas vor hat, sollte man über die Zeit nach der Selbstständigkeit unbedingt nachdenke.
Ein Bekannter von uns steht vor dem gleichen Problem und dort kommt es noch schlimmer...Ehe kaputt, H 4 wird nicht gezahlt (Noch-Ehefrau verdient zu viel, Unterhaltsverfahren zieht sich unendlich hin), kann Miete nicht mehr zahlen und sieht kaum noch Auswege. Einzigster Einfall, den er hatte...eine Bank überfallen und sich erwischen lassen = mindestens 2 Jahre auf Staatskosten leben. So weit ist es in Deutschland schon gekommen...
Also...stürze dich nicht aus Frust in die Selbstständigkeit, denn der Weg nach unten ist verdammt kurz. Versuch doch auch mal dein Glück im benachbarten Ausland (NL?).

Viele Grüße

Lothar

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"Ausbeutung pur"

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 5802 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Ich weiss Deine Warnung zu schätzen!

Die Entscheidung habe ich nicht so kurz entschlossen getroffen, ich trage mich seit einigen Jahren mit dieser Idee und denke ein gutes Konzept zu haben.

In meinen Fortbildungen sind wir konsequent auf den Bereich mittleres Management, also entweder so etwas wie Abteilungs-/Filialleitung oder eben Selbstständigkeit vorbereitet worden. Ich geh also nicht unbeleckt in die Sache.

Ich werde mich in meiner Stammbranche selbstständig machen, ein Markt den ich seit gut 12 Jahren kenne und einzuschätzen weiss.

Viele Ich-AGler sind von den Arbeitsämtern in dieses Abenteuer gedrängt worden, ohne dass sie die entsprechenden kaufmännischen oder betriebswirtschaftlichen Vorraussetzungen mitbrachten.

Mit meiner Ausbildung sitze ich zwischen den Stühlen: auf der einen Seite konkurriere ich mit Betriebswirten von Uni und FH, auf der anderen Seite kann ich nur noch als Verkäufer arbeiten. Und gerade DAS wollte ich nicht mehr. In den Niederlanden versuche ich seit geraumer Zeit auch eine Stelle zu finden, bin bei diversen Headhunter sowie der D/NL Handelskammer gelistet. Die suchen selber massiv handwerklich ausgebildete Menschen, oder aber Billiglöhner in den Callcentern ... und mit den Lebenshaltungskosten bei den Kaasköppen ist es ziemlich eng dann...

Ich arbeite mit einem Gründerzentrum zusammen, mit denen gemeinsam ich eine Business und Finanzplan aufstellen werde und die mich bei der Mittelakquise begleiten werden. Ganz allein und ohne professionelle Hilfe werde ich dieses Abenteuer nicht anfangen, und "teuer" ist genau der Punkt ... da wird einiges an Geld benötigt...

So oder so, meine wirtschaftliche Situation kann sich dadurch nur verbessern, weil nach unten nicht mehr viel Platz ist.

Axel

Ich-AG´s

VEC-LOTHAR, (vor 5802 Tagen) @ Superaxel

Viele Ich-AGler sind von den Arbeitsämtern in dieses Abenteuer gedrängt worden, ohne dass sie die entsprechenden kaufmännischen oder betriebswirtschaftlichen Vorraussetzungen mitbrachten.

Bei uns lag es nicht an fehlenden Kenntnissen, sondern einfach nur gesundheitliches Pech bei der geschäftlichen Partnerin...sie bekam 3 Monate nach dem Einstieg in die Geschäftspartnerschaft einen Schlaganfall und konnte die Aufgabe nicht mehr fortsetzen.
Somit fiel die finanzielle Verstärkung auch aus und der Umsatz war nicht so hoch, dass sich sämtliche Kosten eines zuvor vergrößerten, angemieteten Ladenteils decken. Bevor die Mietkosten nun die Schulden vergrößerten, haben wir den Laden dicht gemacht, denn eine Nachfolgerin war auch trotz intensiver Suche nicht zu finden. Ist Pech bei uns gewesen...schade, aber leider nicht zu ändern.
Im Laufe der vergangenen Monate hat meine Frau auch 400€-Jobs angenommen, aber was da alles verlangt wird und wie wenig da gezahlt wird, ist echt schon eine Zumutung. Da soll sie in einer Bekleidungskette für knapp über 5€/Std Brutto arbeiten und soll auch noch die neueste Mode aus dem Geschäft selbst kaufen und tragen(10% Mitarbeiterrabatt *lach*), um das besser verkaufen zu können...wo leben wir eigentlich hier? Haben die Arbeitgeber kein Geld mehr, dass die Arbeitskräfte nun das Geld in den eigenen Umsatz stecken sollen oder was?...naja, egal...was rege ich mich darüber auf. Die nächste Bundestagswahl fällt bestimmt genauso besch.... aus, wie in den letzten Jahren...alle werden über den Tisch gezogen und keiner merkt etwas.

Jedenfalls wünsche ich dir viel Erfolg mit deinem Vorhaben!!!

Viele Grüße[image]

Lothar

Gewinnoptimierung

ronko, (vor 5802 Tagen) @ VEC-LOTHAR
bearbeitet von ronko,

Im Laufe der vergangenen Monate hat meine Frau auch 400€-Jobs angenommen, aber was da alles verlangt wird und wie wenig da gezahlt wird, ist echt schon eine Zumutung. Da soll sie in einer Bekleidungskette für knapp über 5€/Std Brutto arbeiten und soll auch noch die neueste Mode aus dem Geschäft selbst kaufen und tragen(10% Mitarbeiterrabatt *lach*), um das besser verkaufen zu können...wo leben wir eigentlich hier? Haben die Arbeitgeber kein Geld mehr, dass die Arbeitskräfte nun das Geld in den eigenen Umsatz stecken sollen oder was?

Gewinnoptimierung über Humankapital, aber es ist ein Teufelskreis, solange die Wirtschaft weis, dass es sehr viele Leute gibt, die händeringend nach Jobs suchen, meist auch unterqualifiziert sind,so macht es die Sache leichter. Die Politik öffnet Tür und Tor für diese Mißstände und ein prozentualer Anteil an "Dummvolk" wird hierbei herangezüchtet, statt die Bildungpolitik ins Positive umzuformen, werden Generationen dumm sterben gelassen und gebildete Billigstlöhner aus dem Ausland geholt.

Und Rente mit 67, ist doch nur der Zwang auf Rente zu verzichten, weil keiner in einem harten Beruf solange arbeiten kann, Statt die paar restqualifizierten jungen Leute aufzubauen und weiterzubilden, um für eigenen "Nachschub" zu sorgen. Alles läuft auf einen globalen Arbeitsmarkt hinaus. Trotzdem sind marxistische Ansichten hierbei keine Lösung, sondern Wahnvorstellungen eines Träumers und hatte/hat sich niemals bewährt, ohne menschliches Recht zu verletzen.
Es liegt in der Natur der Menschheit, dass Werner Rätz Theorien, nur Wunschträume sind und das darwinsche Gesetz überwiegt.

We all living in America!

"Ausbeutung pur"

Windowcleaner, (vor 5800 Tagen) @ Superaxel

Hallo Superaxel,

ich habe mich aus der Arbeitslosigkeit heraus im Jahre 2003 selbstständig gemacht (anfangs als Ich-AG) und habe eine Glas- und Gebäudereinigung gegründet. Ich habe in diesem Job schon seit 1985 gearbeitet. Mein Laden läuft heute noch. Du musst nur eins, mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben! Ich wünsch Dir alles Gute für die Selbstständigkeit.

Viele Grüsse
Windowcleaner

Kangoo als Paketauto

jollylolly, (vor 5802 Tagen) @ Martinus

Hallo Martinus,

schriebst Du nicht was von 165,-€ pauschal? Meine mich daran erinnern zu können.

Hoffe Du hast einen guten und ehrlichen und vor allem auch zahlenden "Arbeitgeber" im Hermeskonstrukt gefunden und hast es auch schriftlich was Du verdienen wirst.

Meine finde es gut was Du tust, raus aus der "Hängematte" unter Leuten sein und arbeiten, macht ja auch nicht jeder. Hauptsache Du bekommst das versprochene Geld und der Kangoo hält durch.

Beim Hermes arbeitet ja kaum einer, sondern eher bei einem Sat(elliten)-Unternehmer oder man arbeitet wiederum für einen Subunternehmer vom Sat-Betreiber und in ganz schlimmen Fällen sogar als Sub für diesen Sub. Also ist man dann Quasi Sub vom Sub vom Sub vom Sub vom Supersub.

Kangoo als Paketauto

Martinus, (vor 5802 Tagen) @ jollylolly

165,- darf ich als Bezieher von ALG 1 behalten, alles was darüber geht, wird angerechnet.
Übrigens war ich auch fast 4 Jahre Selbstständig, bis meiner Frau zum 2. mal eine volle Stelle angeboten wurde.... jetzt haben wir noch die Restschulden zu tilgen...wird noch einige Jahre dauern.
Wir können nicht klagen, kommen zurecht, und der Job bei Hermes ist Ausbeutung, aber es macht auch Spaß, mal wieder unter Leuten sein, eine "sinnvolle Tätigkeit"...

Wenn nichts anderes angeboten wird....


LG


Martinus

Kangoo als Paketauto

Nebel-Jonny, (vor 5802 Tagen) @ Martinus
bearbeitet von Nebel-Jonny,

359€ Hartz4
+165€=524€
Wieviel Stunden arbeitest du bei Hermes oder einem Hermes Subunternehmer?

Es ist doch so das tägliche Paketaufkommen soll doch auch möglichts am selben Tag ausgeliefert werden.Gibts also auch keine feste Arbeitszeit.So kommt es auf jeden Fall nur zu einer geringfügigen Entlohnung.So eine Tätigkeit kann man aber auf fast jedem auftragen.Manche machen das weil Sie sich selbständig gut fühlen.Hinzu kommt ein derzeit knallharter Konkurrenzkampf zwischen den Paketdiensten.Diversity & Respect heißt das wenn man Leuten mit Migrationshintergrung einen Hungerlohn zahlt .Finde das alles eine Riesensauerei....

--
DCI 1.5 Diesel 57PS Ex-Post Bj.2003 alles Banane G1Ph2 45000km 07.14 Euro4

Kangoo als Paketauto

Xyrx, (vor 5801 Tagen) @ Nebel-Jonny

Mal kleiner Hinweis:

Du schreibst:
359€ Hartz4
+165€=524€

Stimmt so nicht. Erstens gilt die Regel nur für ALG 1, zweitens wird alles was bei Bezug von Hartz4 über 99 Euro verdient wird, vom Hartz4-Satz abgezogen (einfach gesagt). Es gibt paar Ausnahmen und paar Zusatzregelungen, machen aber den armen Hartz4-Empfänger nicht glücklicher.

LG Xyrx

Kangoo als Paketauto

Nebel-Jonny, (vor 5801 Tagen) @ Xyrx

Das man 165,-€ Nebenverdienst als Hartz4 Empfänger behalten darf hat der Threaderöffner geschrieben.Der müßte das ja eigentlich wissen.
Gruß Nebel-Jonny

--
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Kangoo als Paketauto

Martinus, (vor 5797 Tagen) @ Nebel-Jonny

> Das man 165,-€ Nebenverdienst als Hartz4 Empfänger behalten darf hat der Threaderöffner geschrieben.Der müßte das ja eigentlich wissen.
[quote]Gruß Nebel-Jonny
[/quote]

Ein Fehler, ich habe nie von Hartz4 gesprochen, sondern ALG1.
Bei Hartz4 ist es noch viel schlimmer, das werde ich auch nie bekommen.
Ich mache das gern, andere Arbeit bekomme ich nicht, mit fast 50, als ehemaliger Selbstständiger, der nur am Vormittag arbeiten kann ist es nicht einfach.
Als Fahrer bei einem Subunternehmer für Hermes kann ich mir die Zeiten relativ einteilen, die Anzahl der Pakete bestimmen, und fahre in meinem eigenen Vorort der Großstadt, kann mittags nach hause kommen und Pause machen, wie ich möchte.
Wer denkkt schon an ARAL, die für 4,50 in der Nacht arbeiten, die Toiletten und den Laden putzen, und am Sonntag auch oft da stehen?
Für uns ist es ein Zubrot, wir sind nicht auf den Job angewiesen, meine Frau verdient als Akademikerin in einer Vollzeitstelle nicht schlecht.
Ich habe jetzt "meinen" Bezirk, die Leute lernen mich kennen und freuen sich, wenn ich komme. Mittlerweile kommt auch das erste Trinkgeld :-)

Im Lager sind die Leute nett, wir sind eine Gemeinschaft, wenn auch meist mit Schrottbeulen gefahren wird. Unser Kangoo ist eine der wenigen Ausnahmen.
Als Paketauto ist er unschlagbar, mir reicht immer noch der Kofferraum, auch bei 80 Paketen, lol, andere haben auch den Beifahrersitz voll gepackt, ich staune immer mehr, was die Menschen in die Autos stopfen...*what*
Auf einen "grünen Zweig" kommt man damit nicht, aber als Zubrot ist es ganz nett.

Martinus

Kangoo als Paketauto

Nebel-Jonny, (vor 5797 Tagen) @ Martinus

Stimmt war ein Fehler hatte das irgendwie übersehen .Das ALG 2 Hartz 4 ist wußte ich.

Finde aber gut das es auch zufriedene Leute gibt die für Hermes Pakete ausfahren.Das ist etwa daselbe wenn immer über Leiharbeit gemeckert wird.Dabei gibts ja auch dort Leute die sonst gar nicht mehr vermittelbar wären.

Ich habe hier gleich neben mir eine Hermes Annahmestelle.Da ist auch oft der Hermes Bote der Pakete da abliefert die er nicht zustellen konnte.Ich hab da auch noch kein Auto gesehn wo ich sagen würde der ist mehr als 500,-€ wert,

Also gute Fahrt den.
Gruß Nebel-Jonny

--
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Kangoo als Paketauto

R11, (vor 5802 Tagen) @ Martinus

Hallo Martinus,

ich finde deine Einstellung gut! Respekt! Nichts desto trotz wünsche ich dir bei Gelegenheit auch wieder einen passenden, anständig entlohnten Job.

Gruß
Hans

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Kangoo als Paketauto

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 5802 Tagen) @ R11

Dito!

Axel

Kangoo als Paketauto

VEC-LOTHAR, (vor 5801 Tagen) @ Martinus

Hallo Martin,

es freut mich, dass dir die Arbeit Spaß macht.

Wie wäre es, wenn du hier mal nachfragst? Jedenfalls wäre das besser, als Hermes und auch besser bezahlt. Ob das allerdings noch aktuell ist, kann ich dir nicht sagen...einfach mal nachfragen.

Viele Grüße[image]

Lothar

Hallo Martinius!

Peter Franken, (vor 5800 Tagen) @ Martinus

Hallo Martinius!

Die Nutzungsschäden bekommst Du sicher nicht bezahlt.

Vielleicht mal eben die Spritkosten - aber das ist nicht alles.

In meinem job wollen sie mir auch des öfteren Praktikanten unterjubeln - die natürlich nicht bezahlt werden.

Dafür dürfen sie aber schön 14h am Stück arbeiten - das war schon ein Scheidungsgrund.

Ich habe mich durchgesetzt - Leistung wird bezahlt und fertig.

grüsse

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