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Schweine (Plauderei)

Kangooruhe, (vor 5687 Tagen)

Ich hatte mit unserem neuen G2 (im zarten alter von sechs Wochen) einen unangenehme Begegnung mit einem Wildschwein. Eine Woche vor Weihnachten war ich gegen 18:00 Uhr auf einer Straße am Waldrand bei Schneefall mit ca. 50 km/h unterwegs, als drei Wildschweine forsch die Straße vor meinem Kühler überquerten. Ich habe heftig gebremst, kam aber nicht vollständig zum stehen, so daß das ich das letzte Schwein ziemlich genau in der Mitte erwischt habe. Es wurde durch den Aufprall weggeschleudert, stand anschließend auf, schüttelte sich und verschwand im Wald. (Fahrerflucht?!)
Die Stoßstange hatte nun ein größeres Loch und der später von der Versicherung bestellte Gutachter stellte fest, daß der Kühler ebenfalls verbogen war. (Schadenssumme ca. 1100,-Euro netto)
Da das Schwein aber unerlaubterweise den Unfallort verlassen hatte, weder Haare noch Blutspuren am Fahrzeug aufzufinden waren, weigerte sich die Polizei einen Wildschaden zu bestätigen, ebenso wie die Werkstatt. Damit fand die Versicherung, sie habe mit der Sache nun auch nichts mehr zu tun. Glücklicherwiese hielt der Fahrer im Auto hinter mir an und gab mir seine Handynummer.
Es bedurfte dann etlicher, teilweise recht nerviger, Telefonate mit verschiedenen VersicherungssachbearbeiterInnen, um diese zu überzeugen, daß es sich tatsächlich um einen Wildschaden handelte. Letztendlich war die Aussage des (mir unbekannten!) Zeugen im nachfolgenden Auto ausschlaggebend. Der ganze Spaß hat dann sechs Wochen gedauert, bis der Schaden reguliert war. Glücklicherweise war das Känguru in der Zeit fahrtüchtig.
Fazit: immer dafür sorgen, daß bei solchen Unfällen Tierblut fließt;-)

Schweine

Diesellok, (vor 5686 Tagen) @ Kangooruhe

Sozusagen Glück gehabt !

Bei mir war es ein Wildschwein, welches mein Hobby, die Landroverei, beendete. Nachts um 1.30 Uhr, auf einer ansonsten sehr viel befahrenen dreispurigen Landstraße, ist es mir von links her vor den Wagen gerannt. Ich hatte ziemlich genau 80 Sachen drauf und lauere dort sowieso immer, aber daß das Vieh so plötzlich angeschossen kommt, damit habe ich nicht gerechnet - vor allem nicht von links, ich dachte, von da her wäre genug Platz und Zeit, zu reagieren. War wohl nix !

Unglücklicherweise ist der Landrover so hoch, daß das Tier unter der Stoßstange durchging und den Lenkungsdämpfer geplättet hat, was zu einem unfreiwilligen Volleinschlag rechts geführt hat. Dadurch kam´s zu einem filmreifen Abflug ( im Wortsinne ! ) in den Wald und als der beendet war, konnte man den Wagen höchstens noch zusammenkehren.

Mir ist dabei garnichts passiert, aber an dem Wagen war außer Motor, Getriebe und AHK nicht ein Teil mehr zu gebrauchen. 2,5 Tonnen - von einem "Wildschweinchen" aus der Bahn geworfen !

Allerdings - in meinem Fall blieb das Tierchen auf der Strecke. Mit 80 km/h ein Roverdifferential auf die Nuß zu bekommen, überlebt auch ein Wildschwein nicht. So war es in meinem Fall kein Problem, den Schaden von der Versicherung ersetzt zu bekommen.

Bis die Tage, Ralph

Schweine

VEC-LOTHAR, (vor 5686 Tagen) @ Kangooruhe

Hallöchen

Ich sehe hier schon die Tierschützer, die mit erhobenen Fingern auf uns zeigen, aber auch mein Motto ist "Draufhalten" und vielleicht noch ein wenig mehr Gas geben, damit es richtig knallt. Dabei ist es gar nicht so einfach, in dieser Schrecksekunde das Richtige zu tun.

In unserer Gegend waren vor kurzem 6 Wildschweine auf einer Landstrasse unterwegs und ein Autofahrer konnte leider nicht mehr richtig reagieren und er starb an einem Baum.

Tja...so ist leider das Leben...oftmals viel zu kurz. Gut, dass dir selbst nichts passiert ist.

Viele Grüße[image]

Lothar

Schweine

Jörn, (vor 5686 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Hm,
zum "draufhalten" und "noch ein bischen Gasgeben" sag ich mal nix. Aber ich hab grad vorhin ein Reh erwischt. Ist bei mir ganz in der Nähe im Wald passiert, also meine "Hausstrecke" und da ich weiß, wieviel Wildwechsel dort stattfindet, fahre ich da so und so entsprechend langsam. Ich war so ca. mit 50 Km/h unterwegs, als das Reh von links aus dem Wald geschossen kam, Vollbremsung hat nicht gereicht, hab´s erwischt und bin noch drüberweg. Das Tier lebte noch, ich hab ein befreundeten Jäger angerufen, aber bevor der kam, war´s verendet. Der Kangoo hat kein Schaden genommen, so wie´s bis jetzt aussieht. Aber was mich total an der Sache ärgert: Sekunden nach dem Unfall kamen noch zwei Rehe aus dem Wald und dann ein Hund, der die Tiere offensichtlich gejagt hatte. Da ärgert es mich schon ziemlich, daß ein Hundebesitzer seinen Hund nicht unter Aufsicht hat. Ich habe selbst zwei große Hunde, die ich auch ganz gut im Griff habe. Aber da ich weiß das ich mich im Wald nicht 101% auf sie verlassen kann, sind Leinen obligatorisch. Was kann wegen so´m Scheiß ausser einem kleinen toten Reh für ein schlimmer Schaden für Leib und Leben enstehen...
Gruß
Jörn

Schweine

Thomas, (vor 5685 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Ich sehe hier schon die Tierschützer, die mit erhobenen Fingern auf uns zeigen, aber auch mein Motto ist "Draufhalten" und vielleicht noch ein wenig mehr Gas geben, damit es richtig knallt.

Wieder mal der übliche Lothar-Schwachsinn. Tierschutz hin oder her - draufhalten ist zwar richtig (Lenkrad festhalten und geradeaus fahren), noch mehr Gas geben ist natürlich nichts als dummes Zeug. Dadurch gefährdet man sich noch zusätzlich selbst, weil die kinetische Energie erhöht wird. Keine riskanten Ausweichmanöver, aber immer Vollbremsung.
T.

Schweine

Peter Franken, (vor 5686 Tagen) @ Kangooruhe

Hallo Kangooruhe!

Die Nummer hatte ich mal vor einigen Jahren in einem Wald zwischen Mülheim und Duisburg mit einem Taxi ( Benz W 123 ).

Das Auto war wirtschaftlicher Totalschaden und das Schwein ist weggelaufen.

Damals war ich viel zu schnell ( ca. 130 km/h im Heizöl - Ferrari ) morgends um 3 Uhr bergab.

Ausser dem Schwein und dem anderen ( ich selber ) war da niemand auf der Strasse.

Die Kiste habe ich abrauchend stehen gelassen und einen Kollegen über Funk gerufen uns sind dann zum Förster, der das Biest zwei Tage später erschossen hat.

Das Schwein hatte nur zwei gebrochene Rippen.

Ich will mir garnicht vorstellen was passiert wenn mir so ein Biest ins Auto läuft und die Airbags auslösen - vermutlich kracht man dann in den nächsten Baum und dann ist Feierabend.

Der Benz damals hatte noch keine Airbags und ich konnte ihn schwer zerstört zu stehen bringen.

Vor ein paar Tagen habe ich noch was dazugelernt - es hört ja nie auf.

In Deutschland muss man bei Wildunfällen zur Polizei oder zum Förster rennen - in Belgien packt man das Biest in den Kofferraum und ab zum Metzger und zwar schnell ( die Eingeweide müssen raus ).

Ich habe das unlängst im flämischen TV gesehen. Es gibt ein Programm namens ´Kijk uit´- sowas wie der legendäre siebte Sinn in Deutschland.

Da erklärt ein hochrangiger Polizeioffizier das Verhalten bei Wildunfällen:

erst zum Metzger, dann zur Versicherung und Polizei - anders wird das Fleisch noch schlecht, filletieren lassen und alles in die Tiefkühltruhe.

Ein Reh gibt wohl so sieben Steaks her - ein Wildschwein wesentlich mehr ( da hat er sich nicht genauer drüber ausgelassen ).

Ausserdem kann man die harten Fakten ( sofern noch gefroren ) der Versicherung auf den Tisch legen.

grüsse

p.s.: mich würde mal interresieren wie das in anderen Ländern bei Wildunfällen gereget ist.

Ich kannte bislang nur die deutsche Regelung ( Förster, Polizei ) aber es geht offenbar auch anders.

grüsse nochmal

Schweine

AndreasNölle, (vor 5686 Tagen) @ Kangooruhe

Fazit: immer dafür sorgen, daß bei solchen Unfällen Tierblut fließt;-)

OK, das lasse ich als Argument für einen Kuhfänger gelten :-D :-D

**Schreck** : Er hat Jehova gesagt!

Schweine

Peter Franken, (vor 5685 Tagen) @ AndreasNölle

Hallo Andreas!

Was nützt Dir ein Kuhfänger bei so einer Schwachbrust wie dem Kangoo?

Vermutlich hat man den Kuhfänger dann um den eigenen Hals und die Kuh ist weg.

Ausser dem Motorblock ist da erstmal garnichts und dahinter ist auch nicht viel mehr.

Sehr anschaulich konnte das man bei dem Zugunglück unlängst zwischen Magdeburg und Halberstadt sehen.

Güterzug ( 80Km/h) gegen Personenzug (100Km/h). Das kann man dann zusammenrechnen und fährt mit 180 Km/h gegen eine Mauer.

Der Güterzug stand selbst noch auf den Schienen während im Personenzug mindestens 10 Tote zu beklagen waren.

Ausserdem ist der Personenzug quasi vom Gleis gefegt worden.

So ein Wildschwein ist eine gut durchtrainierte und kompakte Masse von bis zu 250 Kg - da geht gar nichts mehr!

Ich denke wenn man mir so ein Wildschwein auf den Kopf wirft reicht es schon - wenn ich dann noch mit ordentlich Tempo dagegen fahre kann es nur schlimmer werden.

Es gab da mal einen Schweizer namens Einstein, den die Deutschen rausgeschmissen haben aber der konnte das alles relatv gut erklären.

grüsse

Rechenfehler

Martinus, (vor 5685 Tagen) @ Peter Franken

Das stimmt nicht, dass sich die Geschwindigkeiten addieren.
Ein Zitat aus "http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/159963,0.html":

die kinetische Energie aller am Crash beteiligten Objekte ist anschließend in "Schaden" umgewandelt worden.
Ein Auto mit 100km/h habe die Energie 1.
Fährt dieses Auto gegen die stehende Wand, hat es nachher den Schaden 1.
Fährt es mit 50km/h gegen die Wand, hat es den Schaden 1/4 (Energie ist ja quadratisch von der Geschwindigkeit abhängig)
Fährt es mit 100km/h gegen ein entgegenkommendes gleichschnelles Auto, ist die Gesamtenergie 2. Diese halbiert sich wieder auf die beiden Autos und jedes Auto hat den Schaden 1.

Fährt es mit 100km/h gegen ein gleichschweres stehendes Auto, haben beide Autos den Schaden 1/2. (Energie hat sich auf beide verteilt, also halbiert). Dieses stimmt wohl nur bedingt. Nach dem Crash werden sich beide Autos weiter nach vorne bewegen, also einen Teil der Energie in kinetische Energie übernehmen. Es bleibt also weniger als ein Gesamtschaden von 1 übrig.

Ich weiß, dass es so ist, erklären kann ich es aber auch nicht.
Mein Physikkurs ist zu lange her, sorry.
Weitere Beispiele beim WDR zu finden.

Martinus

PS. "Kräfte bei einem Frontalzusammenstoß" habe ich bei "Google" eingegeben.

Schweine

AndreasNölle, (vor 5685 Tagen) @ Peter Franken

Es sollte auch nur ein Scherz sein.

Schweine

Diesellok, (vor 5685 Tagen) @ AndreasNölle

Die belgische Lösung find ich zwar etwas merkwürdig, aber die Deutsche gefällt mir auch nicht :

Mit dem Trafic habe ich mal einen Fuchs erwischt. Das arme Tier lebte noch, aber ich hatte ihm wohl das Rückgrat gebrochen und so versuchte er verzweifelt, sich auf den Vorderläufen davonzuschleppen, hinten war er offensichtlich gelähmt. Ich habe dann die Polizei gerufen, in der naiven Hoffnung, man würde das Tier mit einem Gnadenschuss aus der Dienstpistole erlösen. War mein erster Wildunfall, von der Verfahrensweise hatte ich da noch keine Ahnung.

Man interessierte sich dann auch nur für die Beschädigungen an meinem Auto und meine mehrfachen Beteuerungen, daß die nun wiederum mich einen Dreck interessieren würden, war man völlig taub. Für den Fuchs müsse man den Jagausübungsberechtigten holen. Bis der endlich da war, ist der Fuchs jämmerlich verreckt.

Nochmal drüberfahren, wie das die ganz Abgebrühten empfehlen, hätte ich nicht fertiggebracht, obwohl es, im Nachhinein betrachtet, das Beste für das Tier gewesen wäre.

Übrigens, gerade angefahrenen Füchsen sollte man sich keinesfalls nähern. Selbst halbtot könnten sie noch die Kraft aufbringen, einem in´s Gesicht zu springen - und sie könnten Tollwut haben - hat mir damals der Jagdausübungsberechtigte ( so´n Wort gibt´s auch nur in Deutschland ) erzählt.

Bis die Tage, Ralph

Schweine

VEC-LOTHAR, (vor 5685 Tagen) @ Diesellok

Mir hat ein Jäger mal gesagt, man solle bei Wildunfällen ohne Personenschaden nicht die Polizei rufen, sondern direkt den zuständigen Jäger, denn die Polizei erschwere nur den nötigen Papierkram für die Versicherungen. Auf meine Frage hin, wo man denn in unbekannten Gegenden den richtigen Jäger finden könnte, sagte er mir, dass bei Wildunfällen immer das nächste Haus die richtige Wahl wäre, denn die wüssten genau Bescheid, wer in dem Gebiet der zuständige Jäger ist.
Mal sehen, ob es beim nächsten Wildunfall so klappen kann *zwinker*

Viele Grüße[image]

Lothar

Schweine

Peter Franken, (vor 5685 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Hallo Lothar!

In Deutschland kommt das wohl so hin wie Du beschreibst.

Ich war auch ziemlich verblüfft zu hören das man in Belgien die Biester einfach einladen kann aber das ist wohl so.

Genau deshalb würde mich interessieren wie das in anderen Ländern funktioniert.

Letztes Jahr in Kreta habe ich einige Vollbremsungen hingelegt wegen Schafherden und wilden Ziegen - wenn man was überfährt muss man vermutlich den Eigentümer finden und entschädigen.

Ich fand es aber schon spannend von hundert Schafen umgeben zu sein und die gehen auch nicht weg von der Strasse.

Wenn man gegen einen Elch kracht lacht der vermutlich kurz und geht munter weiter - so wie die Wildschweine.

Grüsse

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(Ge)Fahren im Wald...

Nordlicht72, Schleswig, (vor 5684 Tagen) @ Peter Franken
bearbeitet von Nordlicht72,

Moin zusammen.

Ich musste gestern Abend feststellen, das die Gefahren für's Auto im Wald nicht nur tierischer Natur sind. :-|

Der kürzeste Weg zum Supermarkt führt für mich durch ein Waldstück über eine völlig unbeleuchtete Straße ohne Seitenstreifen, die gerade breit genug für zwei Autos ist. Mir sind dort schon oft Rehe über die Straße gelaufen und neulich sogar ein großer Hirsch (war ein beeindruckender Anblick im dichten Nebel :-) ), zum Glück nie so dicht vor dem Auto, dass es zum Unfall gekommen wäre.

Ich bin also gestern auf dem Weg zum Einkaufen und habe mich darauf konzentriert, ob nicht irgendwo am Straßenrand ein Tier auftaucht (hatte ja kurz vorher noch die Geschichten hier gelesen), als es oben rechts am Kangoo einen richtig deftigen Knall gibt. Ich war in dem Moment felsenfest davon überzeugt, die Windschutzscheibe wäre hinüber, so heftig bin ich mit irgendetwas zusammengeprallt... *what*

Naja, die Scheibe ist zwar noch am Stück, hat aber jetzt einen tiefen Katschen, den man gut sieht und fühlt. :-( Wahrscheinlich war es ein herunterhängender Ast, den ich da erwischt habe; wir hatten vor zwei Tagen einen Sturm mit Orkanböen und die Bäume stehen doch sehr dicht an der Straße, vermutlich hing da so einiges tiefer als sonst. Und ich bin jetzt schätzungsweise 5 Jahre älter, hab mich doch ganz schön erschreckt. :-D

Jedenfalls darf ich mich jetzt auf die Suche nach der nächsten Carglass-Station machen, sonst könnte mir die Scheibe bei nächster Gelegenheit doch noch zerbröseln. Und natürlich darf ich den Spaß aus eigener Tasche zahlen, eine Kasko hab ich nämlich nicht. War klar. *wein*

Gruß, Katja

P.S.: Ich finde es interessant zu wissen, dass man in Belgien die Viecher sogar mitnehmen soll. In Schland fällt das unter Wilderei und ist somit eine Straftat. Schade eigentlich, ich mag Wildfleisch, und als "Entschädigung" für den Schaden am Auto wäre so ein leckerer Rehrückenbraten doch eine feine Sache... :-P

P.S.S.: Hab gerade mal bei Carglass nachgesehen. Soll 99 Teuronen kosten! *what*

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(Ge)Fahren im Wald...

Jörn, (vor 5684 Tagen) @ Nordlicht72

Was kost´ jetzt 99€? Ne neue Windschutzscheibe oder die Repa? Ein Hunni für die Scheibe wär doch ein guter Kurs...
Zum Rehbraten: mein "Jagdausübungsberechtigter" Kumpel fragte auch was wir denn jetzt mit dem Reh machen wollen, direkt aufbrechen, entsorgen, vergraben? Er meinte offiziell würde man Unfallwild nicht verwerten, weil es ja nicht waidgerecht erlegt wurde und vorher nicht begutachtet werden konnte, ob es z.B. schon Vorschäden oder Krankheiten gehabt hat. Wenn beim Unfall z.B. der Pansen geplatzt ist, könne man den Braten sowieso vergessen. Inoffiziell sieht das natürlich anders aus. Ich hatte auch zuerst die Polizei angerufen, um zu fragen ob sie den zuständigen Förster/Jäger informieren könnten. Die hatten aber keine Ahnung wer das ist, bzw. wie man den erreichen kann, toll! Daraufhin hatte ich halt mein Jägerkumpel angerufen, der natürlich den zuständigen Kollegen kannte und diesen angerufen hat. Der war aber grad auf einem Geburtstag und hat eben seinen Kollegen "offiziell" damit beauftragt, die Sache zu erledigen. Der Jäger vor Ort stellt dann auch bei Bedarf einen Beleg für die Versicherung aus, also ist Polizei nicht zwingend erforderlich.
Grüße
Jörn

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(Ge)Fahren im Wald...

Nordlicht72, Schleswig, (vor 5683 Tagen) @ Jörn

Moin Jörn.

Hö, bei 99 Euro für eine neue Scheibe würde ich sofort zuschlagen. :-D

Nee, das ist der Preis für die Rep. Die Macke ist auf der Beifahrerseite aus meiner Sicht hinter der heruntergeklappten Sonnenblende, sollte also zu reparieren sein. Der Preis ist auch nur der im Internet angegebene "kostet in der Regel"-Preis, wie teuer es wirklich wird, erfahre ich erst, wenn ich Zeit habe, hinzufahren. :-)

Im Übrigen finde ich diese Regelung mit dem zuständigen Jäger etwas seltsam. Hier bei uns in der Umgebung wüsste ich ja, an wen ich mich wende, aber was mache ich denn, wenn ich anderswo unterwegs bin, meinetwegen im Schwarzwald oder so? Da kenne ich nun wirklich niemanden und ich wage auch zu bezweifeln, dass mein Bekannter weiß, wer der richtige Ansprechpartner ist. Da wäre es schon sehr hilfreich, wenn wenigstens die Polizei wüsste, an wen ich mich wenden soll. :-P

Gruß, Katja

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(Ge)Fahren im Wald...

VEC-LOTHAR, (vor 5683 Tagen) @ Nordlicht72

Hallo Katja

Im Übrigen finde ich diese Regelung mit dem zuständigen Jäger etwas seltsam. Hier bei uns in der Umgebung wüsste ich ja, an wen ich mich wende, aber was mache ich denn, wenn ich anderswo unterwegs bin, meinetwegen im Schwarzwald oder so? Da kenne ich nun wirklich niemanden und ich wage auch zu bezweifeln, dass mein Bekannter weiß, wer der richtige Ansprechpartner ist. Da wäre es schon sehr hilfreich, wenn wenigstens die Polizei wüsste, an wen ich mich wenden soll. :-P


Entweder du machst es so, wie mir das mal ein Jäger gesagt hatte oder aber du suchst dir vorab schon mal eine Adresse mit Telefonnummer raus und legst das zu den Papieren ins Auto.
Ich habe auch die Telefonnummern einiger Polizeireviere von meinem täglichen Arbeitsweg im Auto, weil man ja nicht immer die 110 rufen muss, wenn etwas sein sollte.

Man muss eben für alle Fälle etwas vorbereitet sein :-D

Viele Grüße[image]

Lothar

(Ge)Fahren im Wald...und auf dem Feld

Martinus, (vor 5683 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Jetzt trage ich auch mal mit einem Wildunfall zur "Unterhaltung" bei.

Vor einigen Jahren habe ich mit einem LKW einen Fasan erlegt, welcher sich aus dem rechten Graben auf den Weg über die Straße machte.

Trotz Vollbremsung hatte ich das Tier erwischt, mitten auf der Windschutzscheibe, welche bei dem LKW senkrecht steht.

Das knallte dermaßen laut, dass ich der Ansicht war, der Fasan steige durch die Scheibe ein.
Ist er aber nicht, wurde durch die Wucht des Aufpralls weiter geschleudert, bis er auf der anderen Straßenseite im Graben landete, und dort verstarb. Ich hatte aus ca. 90 km/h die Vollbremsung gemacht, war nicht witzig, noch Wochenlang konnte ich später das Gummi auf der Straße sehen. Ich habe einen Schrecken bekommen, und die Ladung war gut gesichert, war fast ein Fanatiker, was das anging. Trotzdem möchte ich das nie wieder erleben, auch wenn die Ladung (Stückgut) gesichert ist, ist es ein scheiß Gefühl bei einer Vollbremsung, damals noch ohne ABS.

Martinus

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(Ge)Fahren im Wald...

Nordlicht72, Schleswig, (vor 5682 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Moin Lothar.

Das was der Jäger da gesagt hat, mag ja auch richtig sein und tagsüber gut funktionieren, aber ich schätze, niemand wird sehr begeistert sein, wenn es Nachts um drei an der Tür klingelt, weil jemand ein Tier überfahren hat. (Ich bin auf längeren Touren gern nachts unterwegs.) ;-)

Ich könnte mir auch ein Telefonbuch mit sämtlichen Nummern, die ich vielleicht irgendwann mal brauchen könnte ins Auto legen, klar, aber war nicht der Grundgedanke bei den nationalen Notrufnummern mal der, dass man eben nicht immer genau wissen muss, wer gerade für was zuständig ist? :-)

Aber was soll's, dann muss ich halt darauf hoffen, dass ich beim Thema Wildunfälle weiterhin Glück habe. Das größte bisher von mir erlegte Tier war ein junges Eichhörnchen, obwohl mir schon viele Rehe und Hirsche vorm Auto über die Straße gelaufen sind (einmal sogar etwas das aussah wie ein Wombat, muss aber wohl ein Wildschwein gewesen sein, da ich noch nie in Australien gewesen bin :-D ).

Gruß, Katja

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OT - (Ge)Fahren im Wald...

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 5682 Tagen) @ Nordlicht72

Vielleicht wars ein Waschbär?

Apropos Wombat: eine Art gilt als einheimisch, wenn die dritte Generation hier lebt. So haben wir neben Waschbären auch einheimische Emus, Känguruhs, Papgeien, Sittiche etc. die ausgerückt sind, oder ausgesetzt bzw. "befreit" wurden und sich erfolgreich vermehrt haben.

Warum also kein Wombat? :-D

Axel

OT - (Ge)Fahren im Wald...

Nico, (vor 5682 Tagen) @ Superaxel


, Papgeien,

wie vermehren sich den Pappvögel bis in die 3. Generation??? :-D

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OT - (Ge)Fahren im Wald...

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 5682 Tagen) @ Nico

Zell(stoff)teilung.

Axel

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OT - (Ge)Fahren im Wald...

Nordlicht72, Schleswig, (vor 5681 Tagen) @ Superaxel

Moin.

Habe gestern mal "meinen" Jäger gefragt. Der meinte es könnte auf keinen Fall ein Wildschwein gewesen sein, aber vielleicht ein Marderhund. Die sind zwar auch nicht einheimisch, aber wohl schon länger bei uns zu finden. Für einen Waschbären war das Vieh zu groß. Es war also entweder ein Marderhund, wirklich ein (entlaufener) Wombat oder schlicht und ergreifend Einbildung. :-P

Tja, wirklich wissen werde ich das nie... :-D

Gruß, Katja

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Kangaroos in Europa!!

Peter Franken, (vor 5681 Tagen) @ Nordlicht72

Hallo Katja!

Ganz abgesehen davon das es in der Gegend von Kassel massenweise Waschbären gibt lauert im Süden von Paris eine völlig andere Gefahr: Kangaroohs!

Die Biester sind da irgendwie zurecht gekommen und habe sich wild fortgeplanzt - es gibt da sogar Warnschilder für die Biester.

Offenbar fühlen sie sich dort wohl und haben sich angepasst.

grüsse

(Ge)Fahren im Wald...

Diesellok, (vor 5680 Tagen) @ Nordlicht72

@ Katja : Könnte vielleicht ein Dachs gewesen sein.

Bei uns kreucht alles Mögliche durch die Gegend. So einen Dachs z.B. habe ich mal gesehen, Wildkatzen soll es auch geben - die wären etwas größer als normale Hauskatzen ( so eine habe ich allerdings noch nicht gesehen ), Biber gibt´s........

Man hat also die volle Auswahl, was man auf den Kühler nehmen will oder lieber nicht.

Nachdem ich den Wildschweinunfall gerade hinter mir hatte, bin ich natürlich immer extra vorsichtig durch die Gegend geschlichen, nur um dann am Ende beinahe ein Reh über den Haufen zu fahren, was mir aus meiner Hauseinfahrt heraus vor´s Auto lief.

Man ist nirgendwo sicher ! :-D

Bis die Tage, Ralph

Schweine etc.

Peter Franken, (vor 5683 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Hallo Lothar!

Der Tipp ist vermutlich in bewaldeten Gegenden nicht schlecht - meist stehen da ja auch Schilder die vor Wildwechsel warnen und die stellen die Behörden ja hoffentlich nicht so mal auf.

Das einzige Schild in meiner Gemeinde warnt vor Enten die mal eben vom einen zum anderen Teich wechseln. Ein paar wilde Hühner rennen da auch noch rum.

Sowas wie einen Förster gibt es hier meines Wissens nach nicht allerdings habe ich zur lokalen Polizei ein ganz gutes Verhältniss.

Die sind ganz froh wenn sie Tipps über geklaute Fahrräder bekommen und passen auf das Haus auf wenn man in den Urlaub fährt.

Die Telephonnummer habe ich zu Hause und hier gibt es noch nicht mal eine lokale Feuerwehr - den lokalen Metzger kenne ich besser.

Das grösste was ich hier vor den Kühler bekommen kann sind Fasane und Füchse.

Das ist in anderen Teilen Belgiens durchaus anders: in den Ardennen gibt es reichlich Rot - und Schwarzwild. Ausserdem treibt sich im Grenzgebiet NL/B/D/LUX offenbar sei einem Jahr ein Panther rum und sowas wie einen Förster haben sie da auch ( Boswachter ) - die gibt es auch in Brüssel weil es da ein sehr grosses Waldgebiet gibt durch den der östliche Brüsseler Autobahnring führt.

Ich hatte vor vielen Jahren auch mal eine Begegnung der unheimlichen Art: morgends um Fünf alleine auf der Autobahn zwischen Oberhausen und Arnheim ( Hausstrecke ).

Ich hatte damals einen Audi Avant 5E mit 136 PS und der Sprit war billig.

Den habe ich also bis zum Anschlag getreten - damals und auch zweimal die Woche zwischen Berlin und Oberhausen hergejagt.

Ich muss zugeben das ich mit dem Kangoo in Deutschland immer noch so fahre - in Belgien kann ich ihn nicht freiblasen.

Jedenfalls war ich gerade aus Oberhausen raus - Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben und dann mit Bleifuss in eine langestrckeckte Linkskurve. Die habe ich von der rechten Spur aus angefahren und bin am Scheitelpunkt perfekt auf der linken Spur gewesen mit ca. 180 km/h.

Am Scheitelpunkt der Kurve sass ein dicker schwarzer Vogel ( Krähe oder Rabe - ich bin kein Vogelkundler ) und hat genau als ich dort war zum Start angesetzt - ca 1/2 Meter weit weg.

Wenn ich Ideallinie fahre ist da nicht viel Platz.

Der Vogel hatte keine Mögilchkeit den Start abzubrechen und ich auch nichts um auszuweichen.

Letzendlich ist ausser einem Riesenschiss des Vogels nichts passiert - im Rückspiegel habe ich ihn noch sicher landen sehen.

Ich fahre mittlerweile auch ein wenig ruhiger.

Es sind einfach nicht nur die Verkehrsteilnehmer aus der Fahrschule unterwegs sondern auch noch einige mehr - die man nicht so beigebracht bekommt mit denen sollte man aber auch rechnen!


Grüsse

Vögel sind auch gefährlich

Sterne-Mobil, (vor 5681 Tagen) @ Peter Franken

Hallo,
ich hatte auch schon diverses Getier hier auf einsamen Straßen - besonders in der Dämmerung....
Aber das Schärfste was ich je gesehen habe, war auf der Autobahn:
Morgens auf der dreispurigen A7 Richtung Hannover.
1 LKW rechts, 2.LKW auf der Mittelspur, gerade am Überholen - Elefantenrennen also.
Ich weiche aus nach ganz links....
Und ich sehe noch im Augenwinkel wie ein größerer Vogel (ich vermute Taube)doch tatsächlich versucht diese stark befahrene Autobahn zu kreuzen.
Von rechts nach links.
Und schafft es doch echt noch gerade so am 1. (rechts außen fahrenden) LKW vorne vorbeizukommen... um dann den 2. (überholenden)LKW genau auf der Frontscheibe zu erwischen.
Im nächsten Moment war nur eine riesige Federwolke zu sehen.
Es tat mir echt leid um den Vogel - einen LKW grad noch so geschafft, um dann am zweiten "hängen" zu bleiben.
Aber das Ganze war auch nicht gerade ungefährlich!
Man hat wegen der ganzen Federei echt nix mehr gesehen... völliger Blindflug.

Also immer schön vorsichtig! Auch auf der Autobahn...

Kerstin

Vögel sind auch gefährlich

Peter Franken, (vor 5680 Tagen) @ Sterne-Mobil

Hallo Kerstin!

Da hast Du völlig recht - ich war heute Nachmittag noch bei unseren örlichen Flughafen ( EBGB ) und habe die Leute dabei beobachtet wie sie mit zwei Geländewagen versucht haben die Vögel zu vertreiben.

Da waren ziemlich viele - mindestens 200 - und mitten auf der Start- und Landebahn.

Hier gibt es einen regen Flugbetrieb und selbst Sabena ( die eigentlich bankrott sind ) hat hier eine Schule.

Der Zeppelin NT war auch neulich da - aber egal.

Es müssen nicht unbedingt Vögel sein.

Ich bin vor Jahren mal mit einem LKW in einen Bienenschwarm? -es können auch Wespen gewesen sein geraten.

Die Windschutzscheibe war sofort dicht und keine Waschanlage oder Scheibenwischer konnten helfen.

Ich bin ziemlich lange blind unterwegs gewesen und hatte Mühe die Kiste zum stehen zu bringen.

Letzendlich ist nichts passiert aber das war einfach Glück.

grüsse

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