Meine Diesel-Erfahrungen (Plauderei)
Hier mal meine Hitliste. Ich habe zwar wenig Erfahrung mit den Dieseln, binde sie dennoch ein:
1. K4M
2. K9K
2a. K9K (EURO3)
2b. K9K (EURO4)
2c. K9K (EURO5)
3. D4F
4. F9Q
5. K7M
6. D7F
7. F8Q
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5423. E7J
Erstaunlich, dass du dem E7J noch so wohlwollend gegenüberstehst... Da hätte bei mir der Rang noch eine Ziffer mehr....
Zu den Dieseln (ich hab 3 Stück in verschiedenen Ausbaustufen in Pflege und das Glück, äh, "bidirektional sehr offen und direkt mit meinem Renault-Händler reden zu können" ):
Das sind unglaublich dankbare Maschinen, die allerdings eine gewisse Liebe und Pflege brauchen. Je älter in der Abgasnorm umso drehmomentfreudiger, agiler und sparsamer - je neuer in der Abgasnorm umso träger und schluckspechtiger.
Wer also keine Gutmenschplakette braucht, kann da echt dankbare Schnäppchen machen.
Der 9 Jahre alte G1Ph2 Kangoo als K9K mit 65PS/EURO3 meiner besseren Hälfte hängt den neuen Megane meiner Eltern als K9K mit weit über 100PS und EURO5 locker ab und braucht ein Bruchteil des Sprits.
Es gibt bekannte Schwachstellen des K9K, die auch bis heute im Interesse des Herstellers nicht abgestellt wurden (weil sie üblicherweise jenseits der 150tkm auftreten, insgesamt nur relativ selten vorkommen und sich die Menschheit dann gefälligst endlich ein neues Auto kaufen soll), aber gegen dieses relativ geringe Risiko kann man jährlich was ins Sparschwein werfen und sich so seine "eigene Versicherung" zusammenbauen für den Fall, dass es einen trifft.
Was man selten, aber statistisch signifikant beim K9K schonmal hat:
- zerspante Common-Rail-Pumpen, insbesondere seit Erhöhung des Pseudo-Bio-Plörre-Anteils im Sprit auf 7%. Das ist der Super-GAU (auch ähnlich unwahrscheinlich im Auftreten), schlägt wenn mans richtig macht mit 3k€ Reparaturkosten zu Buche. Eine große Anzahl Menschen ist davon überzeugt, dass man durch das Tanken von Diesel ohne Bio-Anteil (=die teure Aral-Suppe) oder das Beimischen von Additiven (da gibts diverse Religionen) die Wahrscheinlichkeit dieses Fehlers erheblich verringern oder zumindest das Auftreten noch erheblich weiter nach hinten schieben kann. Ein ziemliches Politikum. Ist halt relativ selten, aber wenn´s trifft dann tut´s richtig weh und das Gejammer ist entsprechend groß.
- abgescherte Achsen der Common-Rail-Pumpen durch verglaste Ablagerungen von Treibstoff-Anteilen auf ebendiesen. Erträglich glimpflich, schlägt mit 800-1k€ zu Buche, weil es keine Folgefehler nach sich zieht. Glück im Unglück: Eine neue Pumpe, die in diesem Fall fällig ist reduziert automatisch das Risiko, dem Zerspanungsproblem (s.o.) aufzusetzen auf Null.
- Ausgelutschte Diesel-Injektoren (so ab 200tkm aufwärts), das sind einfach Verschleißteile. Auch nicht ganz billig, aber auch ohne die Gefahr von Folgefehlern.
Ansonsten ist der Block ein unglaublich dankbares und sparsames Arbeitstier, gerade wenn man eher längere Strecken (>30km pro Strecke) oder Autobahn fährt. Wenn man sich zu dem Motor einen Tempomat gönnt, diesen nach Auffahren auf die Autobahn bei 2500 Umdrehungen einhakt und dann einfach nur gemütlich mitschwimmt braucht der Motor unter 5Litern und fühlt sich in seinen Betriebsbedingungen so richtig wohl.
chrysophylax.
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Kangoo G1 Ph1 Benziner RT1.4 Bj99 75PS quietschgelb ["meiner" bis 03/08] &
Kangoo G1 Ph2 Diesel 1.5dCi Bj08 82PS quietschrot ["meiner" seit 03/08] &
Kangoo G1 Ph2 Diesel LKW 1.5dCi Bj03 65PS weiß ["in Pflege"]
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