Renault verkauft Volvo-Anteile (Plauderei)
Der Automobilkonzern Renault trennt sich von 6,5 Prozent seiner Volvo-Anteile. Die Franzosen wollen so ihren finanziellen Spielraum erweitern, nachdem im dritten Quartal der Umsatz eingebrochen war.
Paris - Mitten in der europäischen Absatzkrise hat sich der französische Autobauer Renault mit dem Verkauf seiner restlichen Anteile am schwedischen Lkw-Hersteller Volvo AB etwas Luft verschafft. Für umgerechnet knapp 1,5 Milliarden Euro gab der Konzern seine Anteile in Höhe von 6,5 Prozent ab. Renault hatte damit über gut 17 Prozent des Stimmrechts verfügt.
Man wolle die finanzielle Situation des Konzerns und dessen Flexibilität stärken, hatte Renault als Begründung für den Verkauf angegeben. Im dritten Quartal war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 13 Prozent auf knapp 8,5 Milliarden Euro eingebrochen. Die Franzosen hatten daraufhin ihr Ziel kassiert, 2012 einen Absatzrekord aufzustellen.
Erst am Mittwoch hatte Renault gemeinsam mit seinem Partnerkonzern Nissan die Mehrheitsübernahme des russischen Lada-Herstellers Avtovaz bekannt gegeben. Zusammen mit dem Staatsbetrieb Russian Technologies gründen die Franzosen und Japaner dafür ein Gemeinschaftsunternehmen, das drei Viertel der Avtovaz-Anteile halten soll.
Renault und Nissan investieren zusammen gut 570 Millionen Euro und sollen im Gegenzug bis Mitte 2014 gut zwei Drittel an diesem Joint Venture erhalten, wie die Unternehmen mitteilten.
krk/dpa
Trotz der immer bedrohlicheren Krise auf dem europäischen Automarkt baut der Hersteller Renault seine Produktion in Spanien aus. In Palencia sollen 1300 neue Stellen entstehen. Zwei mit Nissan entwickelte Fahrzeugplattformen sollen dort zum Einsatz kommen.
Paris - Der französische Autohersteller Renault will in seinem spanischen Werk Palencia 1300 neue Stellen schaffen. In der Anlage im Norden des Landes solle die Produktion hochgefahren werden, erklärte das Unternehmen am Mittwoch.
Der damit einhergehende Ausbau der Belegschaft sei das Ergebnis von Verhandlungen mit der Gewerkschaft. Unter dem Druck der Krise auf dem europäischen Automarkt will Renault früheren Äußerungen der Geschäftsführung zufolge die Lohn- und Produktionskosten in Frankreich denen in Spanien angleichen. Arbeitnehmervertretern zufolge verlangt Renault von seiner Belegschaft in Frankreich Zugeständnisse bei Bezahlung und der Arbeitszeit.
In Spanien sollen nach den neuen Plänen künftig zwei weitere, zusammen mit dem japanischen Partner Nissan entwickelte Fahrzeugplattformen als Grundlage der Produktion dienen. Damit sollen den Angaben zufolge dort künftig 280.000 Autos pro Jahr vom Band laufen, rund 40.000 mehr als bisher.
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