merkwürdiger Kerzenschaden (Plauderei)
Hallo Kangoonauten,
gestern lief mein Kangoo plötzlich schlecht(max 140 km/h nach Tacho), machte ein pfeifendes Geräusch wie ein VW Käfer und man spürte schon während der Fahrt am Schalthebel, dass der Motor stark schwingt.
Die Vermutung lag also nah, dass ein Zylinder nicht mitspielen wollte.
Zur Diagnose habe ich bei laufendem Motor mit dem Kerzensteckerabziehwerkzeug, das Renault am "Zündkabelversteckdeckel" befestigt, nacheinander die Stecker abgezogen und gleich wieder aufgesteckt.
Man hört dann am klatschenden Geräusch, ob ein Funke sich zur Kerze quält und wenn der Funke den Weg nicht mehr schafft, dann sollte der Motor deutlich schlechter laufen. Beim dritten Zylinder hörte man zwar den Funken, aber der Motor lief auch bei gezogenem Stecker nicht schlechter.
Also Kerze raus und siehe da: Die Mittelelektrode war mit einer der beiden Masseelektroden verschmolzen und der Isolator gebrochen. Zum Glück hing das Isolatorbruchstück aber noch fest unter diesem Klumpen.
Der Klumpen läßt sich nicht wegwischen. Es ist also nicht irgendein Kohledreck, sondern wirklich geschlozener Stahl.
Jetzt habe ich eine alte Reservekerze drin und der Motor läuft anscheinend (oder scheinbar?) wieder ganz normal. Ich werde gleich mal eine Probefahrt machen.
Jetzt fährt natürlich die Sorge mit, dass der Zylinder aus irgendwelchen Gründen viel zu heiß läuft. Vielleicht zickt die Einspritzdüse?
Was würdet Ihr mir raten?
58 PS, BJ. 99, 380 000 km
Gruß, Stefan
Hilfe und Infos
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