Hallo,
vor dem gleichen Problem habe ich auch gestanden.
Letztlich konnte ich es nur lösen, indem ich das Federbein vom Achsschenkel getrennt habe (Spurstange, Koppelstange, Achstraggelenk und komplette Bremse; Domlager NICHT lösen!). Danach habe ich das Federbein so weit wie nur möglich nach außen gezogen (Achtung,Antriebswelle nicht auseinanderziehen!) und mit einem dicken Holzbalken (8x8 cm) unter Spannung gegen den Motorblock abgestützt. Zur besseren Druckverteilung habe ich am Motorblock ein Brett untergelegt. Dann Federbein und Motorblock mit einem Spanngurt verzurrt. Jetzt ist die Antriebswelle maximal auseinandergezogen und steht unter Spannung.
Rostlöser auf den Wellenstumpf und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag die Achsmutter bündig auf den Achsstumpf drehen (es darf kein Gewindegang über die Mutter herausragen!) und mit gefühlvollen (!) Hammerschlägen (ab 750 gr!) auf die Achsmutter den Wellenstumpf lockern.
Sobald sich die Teile ein wenig bewegt (1-3 mm) hatten, habe ich die Verzahnung gesäubert (Druckluft, Drahtbürste, Rostlöser.
---> Rostlöser löst zwar den Rost, löst ihn aber nicht auf, so daß die gelösten Rostkrümel immer wieder für zusätzliche Reibung sorgen, die den ganzen Schmiereffekt zunichte machen.
Danach die Achsmutter wieder so fest anziehen, daß sich der Stumpf der Antriebswelle wieder in die ursprüngliche Position bewegt. Die Mutter wieder bündig auf den Wellenstumpf drehen.
--> Am Anfang sind es immer nur wenige mm (Geduld!)zum Schluß geht es schneller.
Das ganze so lange wiederholen, bis der Antriebswellenstumpf aus der Nabe rutscht. Die Achsmutter ist danach reif für die Altmetallkiste.
Beim Zusammenbau habe ich die ineinandergreifenden Teile mit Festfreßschutzpaste dünn eingeschmiert und zusammengebaut.
Klappt wunderbar! Wichtig ist dabei nicht mit roher Gewalt zu arbeiten, sonst wirds richtig teuer!
---> Spülen mit Bremsenreiniger ist nicht ratsam, weil dieser in das Radlager gelangen kann und das darin enthaltene Fett verflüssigt.
---> Beim Ausblasen mit Druckluft auch nicht mit 8 bar arbeiten, damit der gelöste Rost nicht ins Radlager gelangt (1 bar sind völlig ausreichend!)
Hat pro Seite knapp 3 Stunden gedauert und es ist fast eine ganze Dose Rostlöser dabei draufgegangen.
Ich mußte vor kurzem nochmal an die Antriebswelle und den äußeren Gummibalg tauschen und was soll ich sagen: alles leichtgängig, als wäre es erst gestern zusammengesteckt worden.
Ich hoffe ich konnte dir helfen. Viel Erfolg!
Gruß
Klaus