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Fremdfabrikat: Startprobleme (Plauderei)

Dronkitmaster, (vor 4062 Tagen)

Frohe Ostern allerseits!

Ich habe mal eine Frage zu einem Fremdfabrikat (Peugeot 306 cabrio), die vielleicht auch hier beantwortet werden kann. Und zwar lässt sich die Kiste nur noch per überbrücken starten, trotz vermeintlich voller Batterie.

Fehlerbild: Nach dem Winter war die Batterie am Peugeot (blöderweise nicht abgeklemmt) alle, also neu geladen. Sprang problemlos mehrfach an (ca. 20.3.). Am 1.4. mit neuem Kennzeichen losfahren wollen, klickt nur (alle anderen Sachen, Licht, Musik etc. gehen). Überbrückt, sprang problemlos sofort an. Dann 25 Minuten gefahren, später mehrere Kurzstrecken - kein Problem. Am 3.4. dann wieder losfahren wollen, nur "klick". Ok, dachte ich, die Batterie ist alt und im Eimer. Lädt zwar noch, entlädt sich dann aber schnell wieder.

Heute hatte ich dann einen Moment Zeit und habe nochmal mit dem Multimeter gemessen:
Kriechstrom gibt es etwas, aber ich versteh den Multinmeter nicht ganz. Bei 200mA steht "5" - also 5 mA? Oder lese ich das falsch? Das wirkt jetzt nicht erschreckend?
Batteriespannung sind außerdem noch 12,4 V ! Das ist eigentlich doch sehr vernünftig, dafür dass ich am 1.4. ungefähr 30 km gefahren bin und das Auto in der Zeit 4mal angelassen habe (das letzte mal 1 km vor dem Abstellen).

Also hatte ich die Idee: Masseproblem. Minuspol mit Überbrückungskabel auf Karosserie gelegt, brachte auch nichts. Also Massekabel in Ordnung (oder hat der 306 etwa irgendwo ein durchgegammeltes Masseband :-P ?).

Ich bin etwas ratlos: Anlasser kann es ja auch nicht sein, sonst wäre er ja vor 4 Tagen nicht den ganzen Tag nach dem ersten Überbrücken zuverlässig angesprungen. Oder ist 12,4 doch zu schwach für den Anlasser? Kann es sein, dass eine alte Batterie trotz 12,4 V Grundspannung "einknickt" bei starker Stromabgabe?
Ich würde ungerne 100 Euro in eine Batterie investieren und feststellen, dass die neue dann das gleiche Problem hat....

Fremdfabrikat: Startprobleme

biggi, (vor 4062 Tagen) @ Dronkitmaster

Batterie alle, weil nicht abgeklemmt:

Wenn restlos tot, war die schon wochen/moate tiefentladen. Und das nehmen schon neue Batterien übel. GGf noch weil teifentladen durch und durch ein gefroren...

Wenn dann noch alt, ist die Batterie wahrscheinlich tot, weil sulfatiert. Baut zwar die Spannung auf, bricht aber bei Belastung (Start) zusammen, weil über Sulfatierung nur noch ein kleiner Teil der Platten wirklich aktiv. .

Du kannst die Batterie in der Werkstatt an den Tester hängen und Belastungstest machen lassen. Dann sieht man es sofort.

Andersherum ist das Thema "Überbrückung" mit all Deinen Tests doch schon klarer Hinweis auf den Übeltäter.

Fremdfabrikat: Startprobleme

Schrauber, (vor 4062 Tagen) @ biggi

Ja, was biggi schreibt klingt sehr plausibel. Der letzte Test um 100% sicher zu sein wäre: Versuchsweise eine andere Batterie einbauen, z.B. die aus dem Auto, das auch schon Starthilfe gegeben hat, was vermutlich der Kangoo ist?

Gruß, Schrauber

--
Kangoo 1,4 RT, EZ 10/98, zitronengelb, Originalmotor E7J 780 ersetzt durch gebrauchten E7J 634
2019 mit 112.000 km an meinen Sohn abgegeben und auf Dacia Dokker umgestiegen

Davor: Kangoo 1,2 RT, EZ 09/98, türkisblau, verkauft bei knapp 240.000 km

Fremdfabrikat: Startprobleme

Dronkitmaster, (vor 4062 Tagen) @ Schrauber
bearbeitet von Dronkitmaster,

Ah, ok, ich dachte immer eine Batterie ist entweder noch leidlich OK oder baut garkeine Spannung mehr auf/kann sie garnicht mehr halten (war bisher immer so, wenn eine neue fällig wurde - da wurde dann irgendwann eben nurnoch mühevoll georgelt statt wie jetzt ein einfaches "klick" und aus).
Dass nach Tiefenentladung die Kapazität nicht mehr so toll ist, war mir klar.

Ich habe die batterie mit einem CTEK Batterieladegerät geladen, das hat mir keine Fehlermeldung gezeigt. Und im "laufenden Betrieb" gings dann halt - sprich, morgens überbrückt, die nächsten 5mal starten bis Nachmittags kein Thema. Müsste nicht dann immer die Spannung einbrechen?

Aber wird schon das wahrscheinlichste sein...ich wollte nur gerne andere Spirenzchen möglichst weitgehend ausschließen, bevor ich mir eine neue Batterie ordere.

(Batterie tauschen mit dem Kangoo würde ich gerne, nur ist beim Kangoo die Klemme so derart fest, dass ich sie mit normalem Werkzeug nicht runterbekomme - und Gewalt anwenden wär blöd, dann hab ich hier schlimmstenfalls 2 Autos, die nicht fahren ;-))

Übrigens: hatte die Batterie jetzt trotz 12,4 V nochmal ans Ladegerät gehängt. Hat keine Std. bis zur Maximalladung gedauert. Also versuch ichs morgen dann mal mit der nun maximalgeladenen Batterie

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Fremdfabrikat: Startprobleme

JAU ⌂, 74632, (vor 4062 Tagen) @ Dronkitmaster

Und im "laufenden Betrieb" gings dann halt - sprich, morgens überbrückt, die nächsten 5mal starten bis Nachmittags kein Thema. Müsste nicht dann immer die Spannung einbrechen?

Nein. Den Unterschied zwischen sehr gut und bisschen gut merkt man in der Praxis halt nicht. Der Wagen startet zuverlässig, danach wird die Batterie wieder geladen.
Sie ist halt so ausgelegt das sie auch Kurzstrecke bei Minusgraden noch wegsteckt. Wenn sie entsprechend Kapazität eingebüßt hats reichts irgendwann nimmer.

Aber wird schon das wahrscheinlichste sein...ich wollte nur gerne andere Spirenzchen möglichst weitgehend ausschließen, bevor ich mir eine neue Batterie ordere.

Starthilfe ist da ein sehr guter und zuverlässiger Test.

Übrigens: hatte die Batterie jetzt trotz 12,4 V nochmal ans Ladegerät gehängt. Hat keine Std. bis zur Maximalladung gedauert.

Das ist ein sichere Zeichen das die Batterie nur noch einen Teil der Kapazität hat.


mfg JAU

--
No Shift - No Service

ehemals 4x4 1,6l G1/Ph1 2002

Fremdfabrikat: Startprobleme / Update mit Link

Horst, (vor 4062 Tagen) @ Dronkitmaster
bearbeitet von Horst,

Hallo,
so eine tiefendladene Batterie wir nur noch teilweise geladen. Die Spannung ist dann dennoch normal, so als ob voll wäre, aber die Leistungskraft der Batterie ist schwach, weil nur teilbereiche geladen sind.
Wirklich wirksam hilft eugentlich nur im abgeklemmten Zustand über die normale Ladeschlusspannung hinaus zu laden.
Man geht da durchaus bis zu 16Volt, die Batterie kommt dabei auch zum ausgasen.
Sollte man nicht zu oft machen. Man muss dazu halt ein Ladegerät haben, dass dies auch kann.
Bei cetek ist das glaub das Recond Programm.


Link zum Thema Säureschichtung: http://www.bannerbatterien.com/banner/infocenter/newsletter/artikel/saeureschichtung1.php

Auf der Seite ist unten dann ein Link zum technischen Newsletter darin ist das mit dem Laden erklärt.

Fremdfabrikat: Startprobleme / Update mit Link

Dronkitmaster, (vor 4062 Tagen) @ Horst

Interessanter Link!

Das Ctek-Recond -Programm habe ich schon drüberlaufen lassen, so vor 2 Wochen. Da sprang die Kiste dann ja auch sofort an, eine Woche später dann nicht mehr.

Jetzt lasse ich das Programm gerade nochmal drüber laufen. Aber ich hoffe fast, dass die batterie wirklich hin ist - denn dann wäre das Problem relativ günstig und schnell zu beheben ;-)...

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Horst, (vor 4062 Tagen) @ Dronkitmaster

Hallo,
ja genau, ich hab die letzten beiden über ebay bestellt. Hab Energizer genommen, sind vom gleichen Konzern wie Varta aber etwas preiswerter.

Fremdfabrikat: Startprobleme / Update mit Link

Dronkitmaster, (vor 4060 Tagen) @ Horst

Tja, klassischer Fall von denkste.
Heute neue Batterie geholt, alte blöderweise gleich abgegeben. Neue eingebaut - *klick* - nix. Gemessen, 12,6V.
Mit Überbrücken sprang er dann mit ein bischen üben (also so 4-5 Versuche) sehr träge an. Also kein orgeln, sondern mühevolles Anlasserdrehen.

Nach 10 min in der Gegend herumfahren hatte die Batterie dann 13,2 V, nochmal versucht, im ersten Versuch eher träge, ging aber dann doch an. Nochmal ausgemacht, dann sprang er normal an.

:-(

Das schaut jetzt aber doch leider nach sich verabschiedendem Anlasser aus? Kann man so einen Anlasser nochmal für ein paar Monate zum Leben erwecken? (Bei meinem alten Rapid half mir ein netter Mensch mal mit einem Brecheisen und Vorschlaghammer aus, der gezielte Schlag hatte die Koheln im Anlasser so durchgerührt, dass es dann wieder für 5 Monate ging.)

Oder was könnte sonst noch sein?

Ich habe zusätzlich noch das seltsame Problem, dass nach dem Einschalten der Zündung für ein paar Sekunden der Drehzahlmesser-zeiger heftig zittert. Das gleiche nach dem Ausschalten der Zündung.Dachte das wäre die Batterie (stand im Netz, das platte Batterien das gerne hervorrufen), ist aber nach dem Tausch imemrnoch.

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Lotti Karotti, (vor 4060 Tagen) @ Dronkitmaster

Moin

Oder was könnte sonst noch sein?

Ich habe den Fehler :-)

Also hatte ich die Idee: Masseproblem. Minuspol mit Überbrückungskabel auf Karosserie gelegt, brachte auch nichts. Also Massekabel in Ordnung (oder hat der 306 etwa irgendwo ein durchgegammeltes Masseband :-P ?).

Überbrückung von Minuspol Batterie zur Karosserie?.... Grundlegend falsch :-)
Überbrückung zu Testzwecken muss von Minuspol zum Motorblock erfolgen!
Und jedes Auto hat irgendwo ein Masseband/Massekabel vom Motorblock zur Karosserie oder Minuspol der Batterie.
Defektes Masseband erklärt auch folgendes Phänomen:


Ich habe zusätzlich noch das seltsame Problem, dass nach dem Einschalten der Zündung für ein paar Sekunden der Drehzahlmesser-zeiger heftig zittert. Das gleiche nach dem Ausschalten der Zündung.Dachte das wäre die Batterie (stand im Netz, das platte Batterien das gerne hervorrufen), ist aber nach dem Tausch imemrnoch.

So gräbt man sich selber eine Grube, in die man hineinfällt :-)

Viele Grüße

Lothar

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JAU ⌂, 74632, (vor 4060 Tagen) @ Lotti Karotti

Ich hab gerade recherchiert:
Beim 306 ist die Batterie der zentrale Massepunkt. Von dort aus geht eine Leistung an den Motor, eine an die Karosse.


mfg JAU

--
No Shift - No Service

ehemals 4x4 1,6l G1/Ph1 2002

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Lotti Karotti, (vor 4060 Tagen) @ JAU

Ich hab gerade recherchiert:
Beim 306 ist die Batterie der zentrale Massepunkt. Von dort aus geht eine Leistung an den Motor, eine an die Karosse.

Also sollte man die Leitung vom Batterie-Minus zum Motorblock überprüfen. Wird sicherlich nicht eine starre Verbindung sein ;-)

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Dronkitmaster, (vor 4060 Tagen) @ Lotti Karotti

Ha, Grube gefunden.
Leider nur im Text...
Hatte von Minuspol auf den Motorträger (der ja wohl zum Motorblock gehört, also Masse-technisch) gebrückt. Nicht auf die Karosse!
Also genau auf die Stelle, die ich auch fürs eigentliche Überbrücken mit Spenderfahrzeug genutzt hatte.

Morgen geht die Kiste zur Werkstatt, eigentlich wegen Inspektion und 2-3 Kleinigkeiten. Werde die Idee Masseproblem (die ich ja schon von Anfang an vermutet hatte) mal weitergeben...an den Anlasser kommt man besser von unten, der hat offenbar eine eigene Masseverbindung. Wer weiß...

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