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Schaltwellendichtung mal wieder (Plauderei)

gelebtes Holz, Altlandsberg bei Berlin, (vor 1867 Tagen)

Liebe Kollegen,

ich habe an meinem Kangoo 1,2, 2-Ventiler eine undichte Schaltwelle gehabt. Da war schon die Ersatz-Dichtung drin, die man von aussen einbaut. Habe eine neue besorgt und eingebaut, jetzt tropft es aber schlimmer als vorher.

Hier im Forum habe ich schon viel darüber gelesen, dass das nicht lange hält. Aber dass es GAR NICHT hält!??

1. Frage:
Hat jemand einen Rat, welche der im Handel befindlichen Nachrüstdichtungen eine so gute Qualität hat, dass man damit furchtlos über die nächsten 5000 bis 10000 km kommt?

2. Frage:
Ich denke, es gibt vielleicht die Möglichkeit, den Schalthebel sauber von der Welle abzusägen, so dass man den originalen (normalerweise von innen verbauten) Dichtring auf die Welle schieben kann. Dann in die Welle ein Gewinde schneiden und in den Hebel achsmittig ein Loch bohren, den Hebel dann von unten wieder an die Welle schrauben, vielleicht zusätzlich, damit er sich nicht verdrehen kann, ein Zapfenloch zur Fixierung neben dem Gewindeloch bohren.
Hat das schon mal jemand gemacht und kann seine Erfahrungen mitteilen? Wie kann man es dann vermeiden, dass die Dichtung sich nach und nach auf der Welle nach unten arbeitet und wieder herausfällt?

Einen Post habe ich schon gelesen, da hat jemand den Hebel wieder angeschweisst, davon halte ich nix, denn die nächste Reparatur kommt bestimmt. Und ob die Dichtung die Wärme vom Schweissen so gut wegsteckt, glaube ich auch nicht.

Viele Grüsse aus dem Berliner Speckgürtel
vom Tom

Bin schon gespannt auf Eure Erfahrungen.

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Schaltwellendichtung mal wieder

Kangoo-Center -TML, 06618 Leislau, (vor 1867 Tagen) @ gelebtes Holz

Frage 1 . ... gibt es nicht ! Diese 2 Halbschalen und Gummiringe sind Müll !
Frage 2 . Der originale Dichtring ist auch von außen eingebaut , nicht von innen . Nur muß der Schalthebel vorher raus und der Schaltfinger im inneren ist halt per Kerbstift fest gemacht und geht nur von innen zu lösen . Original sind auch noch 2 neue Führungsbuchsen für die Welle dabei die man auch nur von innen wechseln kann .
Als erstes mal den Nachrüstschrott raus machen . Dann die Dichtfläche der Schaltwelle genau ansehen . Wenn da im Arbeitsbereich des originalen Dichtringes schon Kampfspuren sind hilft da nur einen neue Schaltwelle , ergo Getriebe raus und zerlegen .
Ist da aber alles noch iO. entweder den Hebel unten abflexen , nur die originale Schweißnaht ausflexen oder mit einem entsprechend grßem Schweißpunktbohrer die Naht abbohren , nicht die Welle selber über dem Hebel durch schneiden !
Vorher mit dünner Flexscheibe eine Markierung setzen um den genauen Winkel hinterher wieder zu haben .
Den neuen originalen Dichtring nun wieder einsetzen . Diese wird nicht bis Anschlag rein gedrückt !!!! Da sollten 2 - 3 mm Luft zum Gehäuse bleiben .
Nun den Hebel mit viel kühlen wieder anschweißen .
Oder wie du schon angesprochen hast eine schraubbare Verbindung bauen .
Ich würde da ein " 4 Kant " an die Welle feilen , flexen , fräsen etc . und ein Gewinde einbringen . Ist natürlich im eingebauten Zustand nicht die schönste Arbeit .
In den Hebel dann ein passendes Gegenstück einschweißen . Eventuell passt das 4 Kant von einer Ölablassschraube wo man das Gewindestück abschneidet . Aufpassen das der Winklel und die Höhe des Hebels dann noch stimmen .
Anschrauben und fertig ... also theoretisch .

--
Wer Rechtschreibfehler findet darf die gerne behalten !!! Insbesondere " abgesetzte " Punkte . .
Meine Beiträge können durchaus mit Ironie bestückt sein, also nicht alles auf die Goldwaage legen .

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Schaltwellendichtung mal wieder

ingolf, B, (vor 1866 Tagen) @ Kangoo-Center -TML

Lässt sich die Welle seitlich bewegen ohne Dichtung?
Dann sind die Führungen innen ausgeschlagen und eine noch so gute Dichtung wird das nicht abdichten können.
Schweißen an der eingebauten Welle wird die neue Dichtung auch überfordern oder es wird nur geklebt und nicht geschweißt.
Grüße, Ingolf

--
Nicht alles, was ein Kangoo kann, ist auch gut für ihn.
3x G2 1,5 dci, 1x G2 1,6; 2x G1 1,5 dci
Evolution: R4 F4 und F6, Rapid 1,2 alle Baujahre, Kangoo G1 und G2

Schaltwellendichtung mal wieder

gelebtes Holz, Altlandsberg bei Berlin, (vor 1866 Tagen) @ ingolf

Danke für Eure Tips,

ich fürchte, meine Schaltwelle ist schon etwas eingelaufen. Getriebeausbau kann ich leider nicht selbst machen. Wieviel ruft denn eine kundige Werkstatt für die Reparatur auf?

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Schaltwellendichtung mal wieder

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 1866 Tagen) @ gelebtes Holz

Das ist stark regional unterschiedlich. Ein Getriebe zum Tausch zwischen 200 und 350 € denke ich. Werkstattlohn wurde mir hier im Ruhrgebiet zwischen 400 und 800 € genannt. Ich habs letztlich selber gemacht.

Axel

Schaltwellendichtung mal wieder

gelebtes Holz, Altlandsberg bei Berlin, (vor 1659 Tagen) @ Superaxel

Hallo alle,

nach langem Zögern und Behelfen mit nicht dicht haltenden teilbaren Nachrüstdichtungen habe ich mich entschlossen, den Hebel von der Schaltwelle abzuflexen, um eine originale Dichtung von Renault einbauen zu können, ohne das Getriebe zu demontieren.

Es ist sehr schwierig, den Hebel abzubekommen, ohne was kaputtzumachen, ich habe dazu die Schweissung am unteren Wellenende solange horizontal angeflext, bis ich den Hebel "runterwackeln" konnte. Da war der Hebel aber schon ziemlich weit abgeflext und hatte im Bereich, in dem er über die Welle geschoben wird nur noch weniger als die halbe Materialstärke. Es hängt von der Qualität der Schweissnaht ab, ob das bei Euch leichter geht. Bei ausgebautem Gebtriebe kann man den Hebel sicher auch mit einem Fräskopf im Durchmesser der Welle ab "bohren".

Um ihn wieder zu montieren habe ich auf den Hebel mit 2 Schrauben ein starkes Blech in gleicher Form wie der Originalhebel aufgeschraubt und an der Stelle, wo er auf die Welle kommt, eine Bohrung für die Welle D 21 mm gemacht. Ein in der Nähe arbeitender Metallbauer hat mit eine topfartige Hülse angefertigt: 10 mm hoch, D aussen 21 mm D innen: Wellenduchmesser. An diese Hülse habe ich dann den Schaltbebel mit seiner angeschraubten Vertsärkung anschweissen lassen und, nachdem das "Töpfchen" von unten saugend über die Welle geschoben war, durch dessen Boden und in die Welle hinein 2 Gewinde M5 geschnitten und das Ganze so auf der Welle gegen Verdrehen gesichert. Erst hatte ich kein Vertrauen in die beiden winzigen M5-Schrauben, aber es hält seit 1500 km. Man kann das vielleicht auch mit einer grösseren Schraube machen, ich empfehle aber, die aussermittig zu setzen, damit sich die beim Schalten nicht ausdreht. Wichtig ist, dass das Drehteil genau passt udn das das Wellenende sauber entgratet wird, was man aber zum Aufschieben der Dichtrings eh# machen muss.

Durch das wilde Abflexen war übrigens das verbleibende Schalwellenende etwas schief und ich habe es geduldig gerade geflext Jetzt ist die Welle etwa 6 mm kürzer. Das reicht aber aus.

Das ganze Gedöns mit dem Markieren der Hebelposition, über das man in anderen Threads liest finde ich übertrieben. Man muss die Hebelstellung schon markieren, aber kleine Ungenauigkeiten kann man später am Schaltgestänge noch einstellen.

Viel Glück beim Nachmachen.

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