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Kohlen in der Lichtmaschine gewechselt (TTT-Technik, Tipps und Tricks)

Wolkenjäeger @, Mittwoch, 22.06.2022, 07:11 (vor 4 Tagen)

Nach einigen Überlegungen werden wir TMLs Rat folgen *thumbsup* und den Wechsel an der ausgebauten Lichtmaschine vornehmen. Wir planen mal zwei Stunden für den Ausbau, eine für den Wechsel und zwei für den Einbau…

Unklar ist ob wir das rechte Vorderrad ausbauen und den Spritzschutz aus dem Radkasten entfernen müssen, in jedem Fall kämen wir an den Spanner für den Lichmaschinen-Rillenriemen einfacher heran und er würde sich so auch besser entspannen lassen.

Bevor wir anfangen öffne ich das Päckchen mit dem Regler und bin völlig von den Socken… da ist der Regler drin… aber kein Schleifkohlen… *what* ziemlich entnervt trotte ich zu meinem Computer und mache das Schreibtischlicht an - da schaut doch was raus… ist eine Schutzkappe drüber… ahhh… Wunder der Technik!

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So geht es wieder ab in die Sonne…

Zuerst klemmen wir die Batterie ab.

Nun beginnen wir nach und nach die Kunststoffteile der Schnauze abzuschrauben. Damit hinterher jedes Schraube wieder in das passende Loch kommt, drehen wir sie nach der Demontage einfach leicht an die Stelle zurück wo sie saßen.

Endlich sind wir am Ladeluftkühler angekommen. Der lässt sich aber nicht so einfach oben herausziehen wie TML es vorausgesagt hatte, obwohl seine kleine Tigrigkeit mit aller Muskelkraft dann zog… Nach ein wenig suchen entdecken wir dann unten drunter den Einschnapper, entriegeln ihn, entfernen noch die beiden Schläuche und dann lässt sich der Ladeluftkühler auch ganz leicht herausziehen und gibt den Weg auf die Lichtmaschine frei.

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Erst versuche ich den Deckel von der Lichtmaschine abzunehmen um die Kohlen im eingebauten Zustand zu wechseln, aber die Schutzhabe geht nicht ab. Also doch ausbauen. An die Schrauben komme ich gut ran - auch an die der Spannrolle vom Rillenriemen. Nur sitzt die Lichtmaschine bombenfest, als wär sie mit Tigerspucken angeklebt. Irgendwann erinnere ich mich mal irgendwo gesehen zu haben, dass da öfter mal der Fall ist. Also nehme ich zwei Dachlattenstücke. :-D Eins setze ich an eine massive Stelle der Lichtmaschine - mit dem anderen klopfe ich gefühlvoll auf die Lichtmaschine und sie bewegt sich langsam bis sie lose ist. Jetzt kann ich sie einfach durch das Loch vom entfernten Ladeluftkühler herausnehmen… *thumbsup*

Die schwarze Schutzabdeckung lässt sich mit einem Schraubendreher vorsichtig abheben. Das wäre im eingebauten Zustand nicht gegangen. Drei Muttern halten Regler und Kohlen am Platz - schon ist der Regler ausgebaut.

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Mit Pinsel und Pressluft entfernen wir noch den Abrieb der alten Kohlen, dann wird der neue Regler eingesetzt.

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Bevor ich die Lichtmaschine wieder einbaue schmirgel ich mit etwas Sandpapier die Oxidation und den Schmutz an den Passungen an den Schraubenlöchern der Lichtmaschine und am entgegengesetzten Teil am Motorblock ab. Die Passungen werden noch mit etwas Fett eingestrichen, damit das Platzieren der Lichtmaschine beim Einbau leichter geht. Trotzdem müssen wir noch ein wenig wackeln und klopfen bis sie wieder am Platz ist. :-)

Leider bekommen wir unseren Drehmomentschlüssel nicht an die Schrauben und so bleibt es diesmal beim einfachen Festziehen nach Gefühl.

Das Auflegen des Rillenriemens auch dir Rollen ist mal wieder nervig. :-D :-D :-D Von oben kommen wir mit dem 16er Schlüssel nicht ran, der ist zu kurz. Von vorn geht es durch das Loch des fehlenden Ladeluftkühlers, aber wir brauchen viel Kraft um die Spannrolle nach hinten zu drücken. Zuviel um mit der andern Hand den Rillenriemen aufzulegen. Eine Lösung muss her… wir suchen und finden noch einen großen kräftigen Kabelbinder. Also - Schraubenschlüssel runterdrücken und sichern. Geht - und der Rillenriemen lässt sich nun ohne Probleme auflegen. Mit dem Seitenschneider den Kabelbinder gekappt und schon ist alles an der richtigen Stelle. *thumbsup*

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Ladeluftkühler einsetzen, Schläuche dran, Batterie anklemmen und Probelauf… keine Warnlampe leuchtet. *freu*

Nun noch den Rest der Schnauze anschrauben… insgesamt haben wir jetzt gut sechs Stunden gebraucht.


Erkenntnis des Tages:


12 mm Kohlenlänge - 3 mm bis zur Verschleißgrenze = 9 mm Nutzlänge

6 mm Restlänge - 3 mm bis zur Verschleißgrenze = 3 mm Restnutzlänge

180 000 km gefahren : 9 mm x 3 mm = 60 000 km Restnutzkilometer


Der Tausch wäre noch nicht notwendig gewesen…, trotzdem interessant es mal gemacht zu haben…


Salute,

vom Zappa und dem kleinen Tiger (…der sagt: öss iss kaum zu glauben - ör will ümma schrauben!)


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