Als Antwort auf: wie jetzt??? von Herzilein am 11. Mai 2004 21:41:56:
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Ach Herzilein,
zum einen erzeugt man, wenn man ein kalte Kerze in den heißen Kopf schraubt, genau die von Dir beschriebene Schrumfpassung. Damit haßt Du beim nächsten Lösen wieder das gleiche Problem.
Aber zurück zum Lösen:
Die Lösung ist einfach (s. a. Bosch-Anleitung):
Motor abkühlen lassen heißt übrigens Handwarm.
Die Zündkerze wird in das Durchgangloch bis zur Anlage der Kerze geschraubt und je nach Sitz über Drehwinkel bzw. Drehmoment angezogen.
Dieses Drehmoment erzeugt eine Vorspannkraft/Klemmkraft, die sich zum einen über die Anlage Zündkerze/ Zylinderkopf/Kerzengewindeim Kopf/Kerzengewinde auf Kerze zurück zum Kopfanlage abstüzt.
Genau diese Stützlänge "Klemmlänge" -zum einen im Alu-Kopf zum anderen in der Stahlzünderze -ist das Problem: Das Alu würde sich lieber etwas mehr dehnen als der Stahl es zuläßt und zieht den Dichtflansch stärker an den Kopf, der Druck im Gewinde steigt.
Gleichzeitig nähert sich aber auch noch die Gewindeflanken aneinander an, d.h. das Gewindeflankenspiel entfällt, etwas Ölohle dazu ... .
Vielleicht leuchtet die Erklärung ja ein.
Bei der Auspuffmutter ist das genau andersherum:
Die macht man ja bewußt warm, da sie sich ungehindert ausdehnen kann, damit sie sich ausdehnt umd vom Bolzengewinde loskommt; der Bolzen wird dabei auch noch etwas warm, wird länger, und baut daduch zusätzlich Vorspannung in der Schraub/Klemmverbindung ab, die wiederum das Lösen erleichtert.
Ich habe schon etliche Kerzen gechselt, auch welche die schon Jahre festsaßen.
Nicht eine ist abgerissen oder hat das Gewinde im Kopf beschädigt.
Es ist auch ein Frage des Werkzeuges:
Diese sogenannten T-Grff-Zündkerzenschlüssel nutze ich nur zum Herausdrehen der mit richtigem Werkzeug (Knarre-Verlängerung-Kerzenuss) gelösten Kerzen.
Man hat mit dem T-Griff einfach nicht die Kraft für die ersten 15-45 Grad Drehwinkel zum Lösen und verfällt dann in Panik "Kerze sitzt fest."
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