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Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus ? (Plauderei)

Horst @, Sonntag, 09.01.2022, 14:23 (vor 19 Tagen)

Hi,
ich habe leicht verwundert mitbekommen, dass PSA keine Neubestellungen mehr für Hochdachkombis mit Verbrenner annimmt.
(Berlingo/Rifter/Combo)
Man kann die nur noch als Transporter Version mit Verbrenner bestellen. Das Familienfahrzeug nicht mehr
Ich hätte damit eher erst in einigen Jahren gerechnet.
Ob Renault wohl bald auch schon den gleichen Schritt gehen wird ?
Was meint ihr dazu?

Viele Grüße

Horst

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Stellantis

Jeff, Sonntag, 09.01.2022, 18:10 (vor 19 Tagen) @ Horst

Hi,
ich habe leicht verwundert mitbekommen, dass PSA keine Neubestellungen mehr für Hochdachkombis mit Verbrenner annimmt.

Jeff denkt die tun sich keinen gefallen mit dieser einstellung

https://www.andre-citroen-club.de/forums/topic/149924-berlingo-iii-hdi-automatik-wann-w...

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus ?

Schrauber @, Sonntag, 09.01.2022, 20:36 (vor 18 Tagen) @ Horst

Den Dacia Dokker gibts ja auch nicht mehr als PKW, der bisherige Dokker Express läuft jetzt bei Renault als neuer Kangoo Rapid. Zuletzt wurden Dokker-5-Sitzer noch mit N1-Zulassung ("LKW", für die nicht so strenge Abgasnormen gelten) verkauft, aber das vermutlich auch nur, um noch Restbestände loszuwerden. Damit hat auch Dacia keinen Hochdachkombi mehr im Programm, stattdessen ein neues Modell namens Jogger, niedriger und länger.

--
Kangoo 1,4 RT, EZ 10/98, zitronengelb, Originalmotor E7J 780 ersetzt durch gebrauchten E7J 634
2019 mit 112.000 km an meinen Sohn abgegeben und auf Dacia Dokker umgestiegen

Davor: Kangoo 1,2 RT, EZ 09/98, türkisblau, verkauft bei knapp 240.000 km

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Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus ?

ingolf @, B, Sonntag, 09.01.2022, 21:39 (vor 18 Tagen) @ Schrauber

Richtige Autos steigen im Wert.
Grüße, Ingolf

--
Nicht alles, was ein Kangoo kann, ist auch gut für ihn.
3x G2 1,5 dci, 1x G2 1,6; 2x G1 1,5 dci
Evolution: R4 F4 und F6, Rapid 1,2 alle Baujahre, Kangoo G1 und G2

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Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Martin Gensch @, Hannover, Sonntag, 09.01.2022, 21:43 (vor 18 Tagen) @ Horst

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus?

Ich hoffe möglichst bald!

Ich bin mal den Kangoo ZE Probe gefahren. Ich fand den richtig gut.

Einen Verbrenner braucht es nicht mehr neu!

Man kann sogar alte Verbrenner umbauen

Ok, das kostet natürlich.

Aber mein nächstes Auto ist ein E!

Gruß
Martin

--
Kangoo (G1Ph2) Campus 1.2 16V 55kW, EZ 1/2010, 3333 ACV 1149 cm³ KC1D

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Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Mc Stender @, Hamburg, Sonntag, 09.01.2022, 22:27 (vor 18 Tagen) @ Martin Gensch

Hallo,
das geht solange gut, bis Du "mal" weiter, als 200km am Stück fahren willst.
D.h. Hin UND zurück.

Tanken geht in 5 Minuten.
Laden auch ?

Gruß
Mc Stender

--
G1Ph2 1,2Lt./16V 75PS = D4F 730 aus 2007 KC1D sollte sein.

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Horst @, Montag, 10.01.2022, 06:57 (vor 18 Tagen) @ Mc Stender
bearbeitet von Horst, Montag, 10.01.2022, 07:24

Hi,
was genau passiert wenn man weiter als 200km fahren muss ?
Du schreibst ja das dies nicht gut geht.
Ich würde sagen es ist anders als mit dem Verbrenner, aber funktionieren wird es auch.
Man nimmt ja heute auch nicht immer das schnellst mögliche Verkehrsmittel für jede Situation. Ich sehe das auf jeden Fall sehr gelassen.
Gruß
Horst

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Horst @, Montag, 10.01.2022, 07:38 (vor 18 Tagen) @ Martin Gensch

Hi Martin,
ich bin zwar noch keine E - Hochdachkombis gefahren, aber klar wird so sein wie bei allen anderen BEV. Das Fahren damit ist erheblich angenehmer, als mit Verbrennern. Wenn man es noch nicht probiert hat, dann hat man wenig Vorstellung davon.
Ich hab bisher nur ein e-up in der Familie, um den reißen sich immer alle. Mit dem Kleinwagen davor war das anders. Nach der Probefahrt war da klar, dass der gekauft wird.
Dennoch hätte ich bei den Hochdachkombis den Schritt etwas später erwartet, jetzt ganz ohne meine persönlichen Bedarf zu berücksichtigen.
Gruß

Horst

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Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Martin Gensch @, Hannover, Montag, 10.01.2022, 08:20 (vor 18 Tagen) @ Horst

Hallo Horst,

Es ist eine Umstellung, ja. Aber wenn man es will klappt es und am Ende werden Betriebskosten gespart und das Klima geschützt.

Die Post hat tausende E-Kleinlaster im Einsatz und die Ausfälle und Probleme sollen nach dem was man so liest geringer sein als bei der Verbrennerflotte.

Die Reichweitenangst ist eine Kopfsache...

ein Berlingo auf E umgebaut und als Minicamper durch Europa

Es geht... und es wird immer besser gehen: mehr Ladepunkte, schnelleres Laden, größere Akkus...

Gruß
Martin

--
Kangoo (G1Ph2) Campus 1.2 16V 55kW, EZ 1/2010, 3333 ACV 1149 cm³ KC1D

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Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

ingolf @, B, Montag, 10.01.2022, 11:54 (vor 18 Tagen) @ Martin Gensch

Ok, alles Kopfsache. Dann überlegen wir mal:bis zu 300 km Reichweite für ein leeres Auto bei 20 Grad.
Macht noch 150 km für ein voll beladenes Auto bei 20 Grad.
Bei - 10 sind es dann noch 75 km mit dem voll beladenen Auto und
Renno tauscht die Batterie bei 65% also 48 km .
Die 4 Kunden wohnen also im Winter und wenn die Elektrokarre nicht mehr ganz neu ist alle auf diesen 48 km, die der Monteur gefälligst mit ohne Heizung zurücklegt.
Vom Laden der 10 Stück über Nacht reden wir mal besser nicht, der Hausanschluss kann das nicht, schon erkundigt abgesehen von der Notwendigkeit die Autos dann gesammelt am Haus zu parken.

Der gewerbliche Bereich unterscheidet sich grundlegend von der "Gute Laune und nur zum Spaß" Nutzung des Freizeitbereiches und der ÖPNV ist keine noch so gut ausgebaute Alternative. Seit unsere Kunden die Zeit für die Parkplatzsuche extra ausgewiesen bezahlen müssen sehen sie die "Verdrängung des Verkehrs durch fehlende Parkplätze" deutlich weniger entspannt als bisher. Mal gucken wie sie "Batteriezuschlag" finden.

Neulich standen einige Hundert Fahrzeuge die Nacht über auf einer eingeschneiten BAB. Ich hoffe, die Batterieautofahrer haben Unterschlupf in fossil beheizten Autos gefunden damit sie nicht am Kopf frieren mussten.

Grüße, Ingolf

--
Nicht alles, was ein Kangoo kann, ist auch gut für ihn.
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Horst @, Montag, 10.01.2022, 12:38 (vor 18 Tagen) @ ingolf
bearbeitet von Horst, Dienstag, 11.01.2022, 15:59

Wie kommst Du drauf, dass sich voll beladen die Reichweite halbiert ? Das ergibt irgendwie kein Sinn. Die Beladung erhöht die Masse ja nur zum Bruchteil. Und der cw Wert ändert sich nicht.
Und im Schnee Übernachten ist auch kein Problem. Das wurde doch jetzt schon vielfach ausprobiert.
Kennst Du denn den Verbrauch der pro Stunde benötigt wird ?
Mein e-up hat keine Wärmepumpe und braucht etwa 1KWh pro Stunde um warm zu bleiben.
Ich vermute der Berlingo hat eine Wärmepumpe, damit sollte der trotz seinem Volumen mit dieser Größenordnung klar kommen.
10 Stunden also ca 20% der Batteriekapazität.
Ob das beim Kangoo ZE auch vergleichbar ist kann ich nicht sagen.

Gibt sogar auf Bild ne Aussage falls das glaubwürdiger erscheint als meine Aussagen
https://www.autobild.de/artikel/elektroauto-fahren-im-winter-heizung-reichweite-akkus-w...

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Horst @, Montag, 10.01.2022, 13:30 (vor 18 Tagen) @ ingolf

Hi,
das Laden über Nacht von 10 Fahrzeugen mit einer 50KWh Batterie geht übrigens durchaus über einen üblichen Hausanschluss, der typischerweise 3*50A kann.

3*50A*230V*12h=414KWh

Wenn jedes Fahrzeug also im Mittel 80% geladen werden muss, dann ist das in 12 Stunden möglich. In Praxis wird aber nicht jedes Fahrzeug so viel nachladen müssen.
Dazu braucht man dann logischerweise eine Regelung der Wallboxen untereinander (Lastmanagement) aber die Lösungen gibt es schon zu kaufen.

Gruß

Horst

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Horst @, Montag, 10.01.2022, 12:34 (vor 18 Tagen) @ Martin Gensch

Hi,
ja das sehe ich ganz genau so.
Da ich bisher bei längeren Strecken alle paar Stunden Pausen eingelegt hab, ist mir das mit den Ladepausen relativ egal. Bei den wenigen Langstrecken im Jahr spielt das auch kaum eine Rolle für mich, wenn die Pause dann statt manchmal nur 15 Minuten auch 30 Minuten dauert. Ich spare ja auf der anderen Seite auch Zeit, beim Brennstoff Tanken muss ich immer dabei sein. Bei Laden daheim ist's einfach Stecker rein und beim Losfahren Stecker raus.

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Mc Stender @, Hamburg, Montag, 10.01.2022, 13:15 (vor 18 Tagen) @ Horst

Hallo,
wenn Du "Kurzstrecke" und in der Stadt fährst, dann ist das "E" im Kennzeichen durchaus eine Option.

Aber (wie so oft) es gibt einen Pferdefuß.
Ein "E" kann Dich in der Stadt manchmal 400km weit bringen (idealerweise).
Also dort, wo ein Verbrenner schluckt.

Gehst Du aber auf die Autobahn, dann saugt der Antrieb ausschlieslich an der Batterie.
Und je schneller um so mehr.

200km ist gut die Hälfte, wenn Du nicht Bleifuß fährst und dann ?
Tja, dann ist Laden angesagt.

24 Std. an einer Haushaltssteckdose ?
4-8 Std. an einem "Ladapunkt". Gibt 11 oder 22kW, wo auch das Ladegerät im Auto mitmachen muß.
Oder, mit Zuschlag und wenn das Auto dafür Ausgerüstet ist, mit Gleichstrom.
1-1,5 Std.

Alle 200km.

Fährst Du also in Hamburg los und willst nach München 800km = Stop in.
200km
400km
600km
800km= angekommen
Mindestens 3*1,5Std. Ladezeit = Wartezeit.
Und der KW Preis an der Autobahn ist (wie beim Sprit) exorbitant hoch.

Da liegt der Pferdefuß. Langstrecke. ;-)
1* 5 Minuten zum Tanken gegen 4,5Std. zum Laden.
An einer "Haushaltssteckdose = 3*24 Std. = volle 3 Tage Ladezeit.
Von der Geschwindigkeit mal abgesehen.
Selbst bei Tempo 130 bedient sich der Antrieb schon ganz Ordentlich am Akku und seiner Kapazität. Und da kommt ja nix Retour, wie in der Stadt.

Gruß
Mc Stender

--
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Horst @, Montag, 10.01.2022, 13:20 (vor 18 Tagen) @ Mc Stender

Hi,
Du bist auf einem sehr veralteten alten Stand.
Aktuelle Fahrzeuge Laden in ca 20 bis 30 Minuten von 10 auf 80% SoC.
Das ist der relevante Bereich der verwendet wird bei Langstrecken.
Ja mein Stadtflitzer kann das nicht der braucht dazu etwas 45min, der Berlingo kann das aber schon.

Gruß

Horst

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Mc Stender @, Hamburg, Montag, 10.01.2022, 13:28 (vor 18 Tagen) @ Horst

Solltest Du einen Elektrischen anschaffen....
In Serie hat KEIN E-Auto einen CCS Anschluß für Gleichspannung.
Der ist IMMER Kostenpflichtig und kann nicht nachgerüstet werden.

Ein "Twingo" ist die Ausnahme.
Warum ?
1. viel kleiner.
2. 1/2 Akkukapazität
3. am "Richtigen" Ladepunkt mit dem Renaultlader 22kW die einen Akku mit 22kW laden.
4. Welche Reichweite damit ?
Eben 100km Autobahn (Neufahrzeug im Sommer). 200km in der Stadt.

Und auch da ist das Laden 100% die Du brauchst um den nächsten Ladepunkt anzusteuern, mit 1Std. angegeben.

Kommt die Heizung oder Klima dazu, entsprechend weniger Reichweite (und der nächste Ladepunkt in weite Ferne).

Gruß
Mc Stender


Ps.: Stadtverkehr *thumbsup*
Aber Langstrecke .... Nix geht über den Verbrenner. ;-)

--
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Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Horst @, Montag, 10.01.2022, 13:35 (vor 18 Tagen) @ Mc Stender

Hi,
das mit CCS ist Unterschiedlich je nach Hersteller und Modell.
Der aktuelle Berlingo hat immer CCS.
Beim e-up (Kleinstwagen eher nicht Langstreckentaiglich) wars ein kleiner Aufpreis.
Und wenn man Langstecke damit fahren will, dann wird man das ja wohl auch mit kaufen, alles andere wäre ja Recht bescheuert.

Gruß
Horst

Ladezeiten beim Zoe

Lotti Karotti @, Montag, 10.01.2022, 14:07 (vor 18 Tagen) @ Horst

Moin

Da wir aktuell auch auf der Suche sind nach einem neueren Modell als Zweitwagen, haben wir uns auch mit dem Zoe beschäftigt. Die Wallbox kostet 1100€ extra, das Kabelverlegen kommt da noch hinzu. Zudem muss der Vermieter da auch noch mitspielen, denn es wird in sein Eigentum eingegriffen.
Dann drüber nachgedacht, den Zoe ganz normal über die handelsübliche Schuko-Steckdose zu laden (1*16A)
Das geht selbstverständlich, aber die Ladezeit von 32 Stunden ist der Zoe somit aus der Kaufsuche und Kaufwilligkeit heraus.
Elektromobilität hat sich somit für uns erledigt.
Wer es mal schriftlich nachlesen möchte, darf es bei Renault tun:
https://blog.renault.de/neues-von-renault-elektroauto-zoe-aufladen-reichweite-erweitern/

Freundlicher Gruß

Lothar

--
1.6 16V Bj.2007 KC1N mit BRC-Gasanlage
Roter Roadrunner mit 395.000km auf der Uhr verkauft an eine junge Familie im Märkischen Kreis. Und er rennt immer noch!
Nachfolger Clio 5 Tce100 LPG auch schon wieder 6500km runter und bin sehr zufrieden damit!

Ladezeiten beim Zoe

Horst @, Montag, 10.01.2022, 15:01 (vor 18 Tagen) @ Lotti Karotti
bearbeitet von Horst, Montag, 10.01.2022, 15:15

Hi,
ne 11KW Wallbox gibt's aber auch schon billiger. Das ist ja keine spezielle ZOE Wallbox.
Mein ID Charger mit 11KW hat 400 € gekostet, hatte ich unabhängig vom Fahrzeug online bei Elli ( VW ) bestellt.
Installation incl 9m 6mm^2 Kabel im Haus und LS und FI hatte beim Elektriker vor Ort auch etwa 400€ gekostet.
Für ne 22KW Box braucht man ne Genehmigung vom Netzbetreiber, die wird sicher auch etwas aber nicht viel teurer sein. So eine Wallbox ist ehh nur minimal Elektronik plus ein Leistungsrelais. Eigentlich viel zu teuer im Verkauf im Vergleich zu anderen Elektrodingen am Markt.

ZOE ohne Wallbox Laden ist nicht empfehlenswert, das verbaute Ladegerät in der ZOE ist bei geringer Ladeleistung extrem ineffizient. Ist beim e-up unproblematischer.
Der verliert man mit Schuko 10A nur etwa 5% an Wirkungsgrad beim Laden.
Bei ZOE würde ich das Schuko Laden wirklich nur als Notfall Ladung verwenden.
Dafür kann ZOE halt 22KW AC Laden, da kann der e-up nur 7,2 KW. Aber das langt auch daheim. Und unterwegs ist CCS die erste Wahl.

Gruß

Horst

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Ladezeiten beim Zoe

ingolf @, B, Montag, 10.01.2022, 15:33 (vor 18 Tagen) @ Horst

Berlin fördert Wallboxen (jeweil 1 pro Haus und hier ginge es um 10 ! ) sogar.
Leider ist die Förderzusage, wenn man sie dann hat nur 6 Monate gültig. Der Auftrag darf erst dann erteilt werden. Lieferzeit momentan 9 Monate.
Das Lademanagement lässt regelmäßig einen der 3 MAN-Transporter eines mir bekannten Betriebes über Nacht leer stehen. Ist öffentlicher Dienst, da geht sowas. Ich möchte nicht jeden Morgen Hälmchen ziehen welche Kunden heute abgesagt werden oder mit dem Gesellen verhandeln bis wo der Handwagen reicht.
Mit der Preissenkung werden die E-Karren mehr und dann werden Batterietanker verstehen warum an öffentlichen Ladepunkten hier steht: max 4 Stunden. Nebenbei zu einem Kurs wo sich keiner mehr über Dieselpreise aufregt.
Alles gut fürs Home-Office und die Elektronenschubser. Handwerk wird satt teurer werden.

Grüße, Ingolf

--
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Ladezeiten beim Zoe

Horst @, Montag, 10.01.2022, 15:51 (vor 18 Tagen) @ ingolf
bearbeitet von Horst, Montag, 10.01.2022, 15:59

Hi,
die Logik verstehe ich nicht.
Man investiert nur wenn man gefördert wird ?
Ich hätte erwartet eine Firma betrachtet die Kosten für die unterschiedlichen möglichen Lösungen für den Transport und entscheidet dann. Möglicherweise kurzfristig oder auch langfristig.
Wenn bei deinem Bekannten eine Kiste immer wieder Morgens nicht geladen ist, dann wird wohl jemand falsch kalkuliert oder falsch konfiguriert haben.
Aber so was ist ja kein grundsätzliches Problem. Solche Lastmanagement Lösungen sind in der Regel auch konfigurierbar.

Man kann sich ja über den Zeitpunkt der Umstellung streiten, aber in 100 Jahren ist es egal in welcher Betrachtungsweise vorbei mit Diesel und Benzin aus Erdöl. Also irgendwas wird man machen müssen. Die aktuell fertige Lösung ist BEV. Mittelfristig wird das auch so bleiben. Langfristig sind auch andere Modelle denkbar, aber eben nicht wirklich fertig in Mengen verfügbar die ein Rollout ermöglichen.

Ich hätte übrigens erwartet, dass es den Hochdachkombis Verbrennern eher später an den Kragen geht, wenn eine 100 KWh Stunden Batterie darin bezahlbar ist. Denn gerade ein Hochdachkombis hat ja einen höheren Verbrauch und würde so eine Batteriekapazität teilweise je nach Anwendungsfall auch rechtfertigen.

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Mc Stender @, Hamburg, Montag, 10.01.2022, 15:12 (vor 18 Tagen) @ Horst

Hi,
das mit CCS ist Unterschiedlich je nach Hersteller und Modell.
Der aktuelle Berlingo hat immer CCS.
Beim e-up (Kleinstwagen eher nicht Langstreckentaiglich) wars ein kleiner Aufpreis.

Hallo,
der Berlingo hat als Lademöglichkeit die 230V Steckdose 16A. 3,6kW oder 32A (immer noch 230V) 7,6kW mit einer Phase.
Option ist 380V 3 Phasen mit 16A und 11kW.
Ladeverlust ist 20%, der Akku hat 50kW. Rechne selber
Richtig, zahlst für 50kW im Akku 60kW auf dem Zähler.

CCS ist 100Ampere Gleichpannung(so Du eine passende Säule findest) 30 Minuten 80%.
Reichweite ist 280km (idealerweise) angegeben.
Autobahn also etwa die Hälfte. 140km bis zum Laden ?
Oh,oh.

Gruß
Mc Stender


Ps.: Der ZOE hat Standard kein CCS.
Auf der Liste kannst Du ein "Kreuz machen. Auf der Rechnung lockere 1000 Euro.
Halt ein "kleiner" Aufpreis.

--
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Horst @, Montag, 10.01.2022, 15:17 (vor 18 Tagen) @ Mc Stender
bearbeitet von Horst, Montag, 10.01.2022, 16:32

Hi,
auf Langstecke stehen die CCS Säulen mit 150KW und mehr doch inzwischen überall ...
Mit dem e-up ist das fast peinlich daran zu Laden.
Wo hast Du die Info mit 20% Ladeverlust beim Berlingo an der 11KW Wallbox gefunden ?
Das ist ein nicht mehr Zeitgemäßer Wert.
So Grotten schlecht kenne ich nur die Renaults mit ihrem Camelion Charger, der die Motorwicklungen als Umsetzer missbraucht.
Der e-up hat bei der 11KW Wallbox ( lädt mit 2 Phasen also nur 7,2 KW) unter 10 % Ladeverluste.
Die Ladeverluste ( bei optimaler Lademöglichkeit )sind übrigens bei den WTLP Verbrauchsangaben berücksichtigt.
Wenn man also versucht anhand von Reichweite und Batteriekapazität den Verbrauch auszurechnen kommt man auf kleinere Werte.

Stromverbrauch* kombiniert: 19,7 - 19,3 kWh/100 km; CO₂-Emissionen: 0 g/km; Reichweite 279 - 285 km

Wenn man grob rechnet geht das so...
Wenn man jetzt 19,7 kWh pro 100 km * 279 kmrechnet kommt man auf ca 55 kWh.
Der Akku hat nur 50 kWh Kapazität.
Das sind also ca 10% Ladeverlust...

Gruß

Horst

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Mc Stender @, Hamburg, Montag, 10.01.2022, 17:36 (vor 18 Tagen) @ Horst

Wenn man grob rechnet geht das so...
Wenn man jetzt 19,7 kWh pro 100 km * 279 kmrechnet kommt man auf ca 55 kWh.
Der Akku hat nur 50 kWh Kapazität.
Das sind also ca 10% Ladeverlust...

Hallo,
abgesehen das 0% CO meint, das Abends mit dem Sonnenuntergang,das Licht und Telefon / Tiefkühler / Kühlschrank ausgehen .... Oder meinst Du wirklich, das die 15% vom Stombedarf aus Norwegen (Wasserkraft), das System in der Nacht am laufen hält ....

Aber egal.
Eine Akkufüllung, deiner Rechnung nach, 55kW.
Reichweite (sicher) 150km.
Strecke 800km

800km / 150km = 6x Laden zu 55kW mit etwa einem Euro die KW/h. Macht zusammen etwa 6Std. laden. 330kW zu einem Euro am Schnellader der Autobahn macht 330 Euro.

Mein alter Kangoo braucht, wenn man ruhig und gemütlich fährt, etwa 7Lt. / 100km.
8x7lt Sprit (E10) so etwa 2 Euro. Neben der Autobahn auch billiger.
Macht 56Lt. Sprit zu 2 Euro = 112 Euro. Und 5 Minuten zum volltanken.

Ich und E-Auto ?
Nicht nur in der Anschaffung, auch auf der Langstrecke *devil*
No way.

Gruß
Mc Stender


Ps.: Wie getippert.
In der Stadt schaut es deutlich anders aus. *thumbsup*

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Horst @, Montag, 10.01.2022, 19:29 (vor 18 Tagen) @ Mc Stender
bearbeitet von Horst, Montag, 10.01.2022, 20:22

Hi,
sorry das ist einfach alles einfach nur Quatsch.
Du versuchst irgend welche Extremfälle zu verschwurbeln um die E-Mobilität madig zu machen.
Erst waren es Ladezeiten von 1.5h, weil das einfach bei Langstrecke nicht stimmt kommen jetzt wieder andere Dinge. Und nochmal der Berlingo lädt auf 80% in 30 Minuten.
Beim CCS Laden sind die Verluste praktisch nicht so relevant, da diese im wesentlichen in der der Ladesäule stattfinden und die Ausgangsleistung nach diesen Verlusten bezahlt wird. Die Ladeverluste sind beim AC Laden relevanter weil dann der Boardlader im Auto die Umsetzung (mit Verlusten) der Spannung und AC nach DC macht.
Wobei in Praxis die meisten sogar weniger und kürzer Laden werden, da das noch schneller geht. Die Ladeleistung nimmt mit dem Füllgrad eines BEV ab. Daher ist dein 1h Laden Unsinn, das macht man nur wenn man ohnehin so lange steht wegen Mittagessen oder dergleichen.
Stell Dich Mal ein Tag an ein Schnellladepark und beobachte wie lange im Durchschnitt geladen wird. Möglicherweise begreifst Du dann das es anders läuft als Du es hier darstellen möchtest.
Jetzt rechnest Du ein Preis für den Strom den man nur zahlt wenn man sehr selten bei den teuerster Anbietern mit dem trotteligstem Tarif der möglich ist unterwegs lädt, der dann aber in Summe ohnehin nicht relevant ist wenn man sonst immer daheim lädt.

Wenn man öfter unterwegs lädt denkt man nach und dann gibt es attraktive Ladetarife bis hin zur Flatrates.
Zum Beispiel bei ENBW zahlt man 55Cent ( CCS ) ohne jegliche Grundgebühr oder mit 6€ Grundgebühr im Monat sogar nur 46Cent.
AC Laden ist noch günstiger. Und daheim kennst Du dein Preis.
Flatrate bei Elvah kostet pro Monat 129€ für den Berlingo M. Also bei deinem Preis 2 1/2 Mal Laden und die Flat rechnet sich...
Und die Flatrate gilt für die ganzen große n Ladesäulenbetreiber mit dem Elvah Tarif.


Und wenn das nicht hinhaut, dann einfach Mal aufzeigen, dass BEV auch nicht 100% sauber ist, das macht Verbrenner leider auch nicht sauber.
Das Konzept das hinter BEV steht setzt halt drauf, dass die CO2 arme Stromproduktion nach und nach hoch gefahren wird. Die BEV die heute verkauft werden fahren noch über ein Jahrzehnt, daher wird es immer besser auch wenn es heute noch bei weitem nicht optimal ist. Wenn wir am Verbrenner bis zum Sangt Nimmerleinstag festhalten, dann stehen wir irgendwann ohne Sprit da wenn wir vom Wasser noch nicht weggespült sind.( Bewusst etwas dramatisch gemacht aber nicht wirklich übertrieben)
Ich wollte hier nur die Diskussion anregen, ob denn BEV beim Hochdachkombis schon weit genug ist um die Verbrenner ganz abzulösen, und ich habe da durchaus meine Zweifel, dass da wirklich jeder Anwendungszweck schon gut abgedeckt ist.

Also bitte bitte realistisch bleiben und nicht irgendwelche Vorurteile oder Unwissen verbreiten, das geht mir so was auf den Sack.
Hier Mal ein professionelles Planungsbeispiel für eine 800 km Strecke mit dem e - Berlingo...

[image]

Mit manueller Optimierung geht es noch etwas schneller:
[image]
Wer mit dem Verbrenner ohne Pause durchfährt ist in diesem Extrembeispiel ohne Zweifel viel schneller. Realistisch würde ich persönlich bei 800 km generell mindestens 1 1/2 Stunden Pausen machen. Ich habe so eine Extremstecke alle paar Jahre. 500-600 kommen bei mir eher Mal vor.
Gruß
Horst

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Schrauber @, Montag, 10.01.2022, 21:03 (vor 17 Tagen) @ Horst

...
Wer mit dem Verbrenner ohne Pause durchfährt ist in diesem Extrembeispiel ohne Zweifel viel schneller. Realistisch würde ich persönlich bei 800 km generell mindestens 1 1/2 Stunden Pausen machen. Ich habe so eine Extremstecke alle paar Jahre. 500-600 kommen bei mir eher Mal vor.

Das ist doch kein Extrembeispiel ;-)

Wie sieht denn so eine Routenplanung aus, wenn ich aus dem Raum Karlsruhe mit Wohnwagen(!) nach Ancona fahre, um von dort nach Griechenland übezusetzen? Ich fahre da normalerweise zwei Tage à jeweils gut 500 km mit einer Zwischenübernachtung auf einem Campingplatz. Auf dem Campingplatz könnte ich zwar über Nacht laden, aber nur an einer normalen Steckdose, das macht wohl die Akkus nicht voll.
Mein normaler Ablauf: An jedem der beiden Fahrtage einmal Tanken und an einem anderen, schöneren Ort eine kurze Mittagspause (eher eine halbe als eine dreiviertel Stunde). Die Ladepausen (alle 100 bis 150 km?) wären für mich sicher keine Erholung, zumal ich ich vermutlich jedes Mal den Wohnwagen abkuppeln und anderswo abstellen müsste, um an die Ladesäule zu kommen. Ich habe früher als Busfahrer die vorgeschriebenen Pausen oft genervt mit Blick auf die Uhr abgesessen, statt entspannt am Steuer weiter Land zu gewinnen und früher zuhause zu sein.

Und in Griechenland käme ich dann zwar noch an meine Lieblingsplätze in den Bergen, aber nicht mehr zurück :-D

--
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2019 mit 112.000 km an meinen Sohn abgegeben und auf Dacia Dokker umgestiegen

Davor: Kangoo 1,2 RT, EZ 09/98, türkisblau, verkauft bei knapp 240.000 km

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Horst @, Montag, 10.01.2022, 21:24 (vor 17 Tagen) @ Schrauber

Hi Schrauber,
ja so gesehen hast Du Recht. Für den Anwendungszweck Wohnwagen ist BEV sicher mit deutlichen Nachteilen zu sehen.
Vor allem gebremste Anhänger sind ein Problem, weil dann Energie verheizt wird, die ein BEV eigentlich zurück in den Akku schieben könnte.

Hast Du eine Idee wie hoch der Anteil an Hochdachkombis zusammen mit einem Wohnwagen zum Einsatz kommen ? Ist sehr schwierig zu schätzen, da die ja nicht immer mit Wohnanhänger unterwegs sind.
50% ?
20% ?
10% ?
5% ?
1% ?
Möglicherweise wird das in ferner Zukunft dann wegfallen, oder auch dafür werden Lösungen entwickelt, wenn es Kundschaft gibt die das dann auch will.
Ich hab Mal ein Bericht gesehen von einer Entwicklung eines Wohnanhängers mit eigenem Antrieb und Akku. Keine Ahnung ob das schon am Markt angekommen ist. Wäre dann sicher aktuell praktisch unbezahlbar.
Ich kenn in meinem Umfeld fast keinen, der so ein Anhänger besitzt, die werden aber ja auch verliehen. Zum Verleihen wäre dann vermutlich in Zukunft eher ein Wohnmobil in BEV praktischer.


Gruß
Horst

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Mc Stender @, Hamburg, Montag, 10.01.2022, 21:38 (vor 17 Tagen) @ Horst
bearbeitet von Mc Stender, Montag, 10.01.2022, 21:44

Hallo,
das 1. Problem dürfte die Anhängerkupplung werden.
Nur wenige "E" Fahrzeuge haben eine Anhängerlast eingetragen.

Und wenn ?
400kg gebremst oder nicht.
Da wird´s mit Wohnwagen schon super eng.

Hat da jemand andere Info´s ?

Gruß
Mc Stender


Edit: Eben geschaut. 750kg, gebremst oder nicht.

--
G1Ph2 1,2Lt./16V 75PS = D4F 730 aus 2007 KC1D sollte sein.

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Schrauber @, Montag, 10.01.2022, 23:55 (vor 17 Tagen) @ Horst

Vielleicht sollte man die ganze Debatte mal ein bisschen sortieren:

Bis auf weiteres ist der Elektroantrieb keine Lösung für längere Strecken mit herkömmlichen PKWs, schon gar nicht im Hängerbetrieb oder für Wohnmobile. Erst recht nicht für LKWs im Fernverkehr.

Der Elektroantrieb ist ja auch nicht umweltfreundlich, er ist lediglich unter gewissen Voraussetzungen weniger umweltschädlich.

Mal abgesehen davon, dass Bordsteinparker mangels praktikabler Lademöglichkeit schon mal von vornherein außen vor sind: Elektroantrieb ist unter den aktuellen Bedingungen sinnvoll für den Betrieb bei "Alltagsfahrten", in Städten, in der näheren Umgebung, wenn man mit einem Klein(st)wagen unterwegs ist und überwiegend daheim laden kann. Dicke Statussymbol-Autos mit Elektroantrieb sind kontraproduktiv. Die Batterietechnik ist auch eine Umweltbelastung und es nützt ja nichts, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

Inwieweit Urlaubsgewohnheiten wie meine oder auch Flugreisen künftig praktikabel sind, wird sich wohl nur über deutlich höhere Preise bei entsprechend nachlassender Nachfrage regeln lassen.

Für die Kurzstrecken vor Ort wäre es in meinem Fall wahrscheinlich ökologisch sinnvoll, ein kleines Elektrofahrzeug anzuschaffen, spätestens, wenn meine Photovoltaikanlage in ein paar Jahren aus der bisherigen Förderung herausfällt. Aber dagegen spricht die traurige Erfahrung, dass ich als Architekt nicht ernst genommen werde, wenn ich mit einem Kleinwagen auf der Baustelle "vorfahre" ... und so verkaufen sich bis zu einer dringend notwendigen Änderung der Wertmaßstäbe weiterhin tonnenschwere Autos als vermeintlich umweltfreundliche Statussymbole ... denn wirkliches Umdenken findet nicht statt und wertvolles "Querdenken" ist coronabedingt durch Nichtdenker verbrannt ...

--
Kangoo 1,4 RT, EZ 10/98, zitronengelb, Originalmotor E7J 780 ersetzt durch gebrauchten E7J 634
2019 mit 112.000 km an meinen Sohn abgegeben und auf Dacia Dokker umgestiegen

Davor: Kangoo 1,2 RT, EZ 09/98, türkisblau, verkauft bei knapp 240.000 km

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Mc Stender @, Hamburg, Dienstag, 11.01.2022, 00:14 (vor 17 Tagen) @ Schrauber

Hallo,
da hatte mein Cheffe die Lösung gefunden.
Wenngleich aus anderen Gründen.
Mit der Taxe vorfahren (lassen).

Und, als Bordsteinparker, bin ich auch am Überlegen.
Die Ladestationen in der Gegend haben 22kW.
Der "Twingo" hat einen Lader mit 22kW.
Verlust hin oder her. In 1,5Std. ist der Akku von 22kW gut gefüllt.
Da an der Ladestation das Parken per Parkscheibe auf 2 Std. begrenzt ist ....

Und die "Urlaubsfahrt" nach München.
Nun, dann muß man halt mal in den Beutel greifen und einen "Verbrenner" leihen.
Sollte ja auch einen Weg darstellen.

Gruß
Mc Stender

--
G1Ph2 1,2Lt./16V 75PS = D4F 730 aus 2007 KC1D sollte sein.

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ingolf @, B, Dienstag, 11.01.2022, 07:53 (vor 17 Tagen) @ Horst

Hallo Horst,
ich denke diese "seltenen Anforderungen" sind nicht Teil der Entwicklungsarbeit. Da wird so ein Quatsch gemacht wie 500 PS und Allrad aber der Anhängerbetrieb kommt nicht vor. Lohnt nicht.
Renno verstehe ich schon länger nicht mehr, der neue "Kangoo" hat keine Leiterklappe mehr aber dafür keine B-Säule rechts. Hackt es bei denen? Nö, ein Teil ihres bisherigen Geschäfts interessiert sie nur nicht mehr.
Aber davon ab, mir will noch nicht in den Kopf warum wieder eine Technologie, die nicht fertig ist, den Kunden zwangsweise beglücken soll. Wie werden die verbrauchten Batterien entsorgt / recycelt?

Berlin bekommt 65% seines Stromes aus der Lausitz, aus Braunkohle.Das schalten sie ja bekanntlich bis spätestens 2038 ab. Man braucht von der Planung, über die Genehmigungsphase bis zum Bau und Fertigstellung etwa 15 Jahre für ein Kraftwerk. Das heisst um den jetzigen Verbrauch zu decken müsste nächstes Jahr feststehen, wie 65% ersetzt werden. Gleichzeitig wird neben der Elektromobilität auch noch die "Dekarbonisierung" zu Deutsch der Abschied vom Erdgas propagiert und Wärmepumpen heizen nun mal mit Strom. Minimum 25% der Heizleistung wird elektrisch benötigt.
Der Hausanschluss eines Hause mit 3 Läden und 16 Wohnungen kann schon jetzt die 10 4menWagen nicht laden geschweige denn die dann noch 5 Autos der Mieter. Der Strom für die Wärmepumpe wäre mindestens noch einmal so viel.
Kurz zusammen gefasst:Das Netz kann das nicht.
Die Kraftwerke können das nicht.
Die Zeitschiene passt nicht.

Ich behaupte, dass ist alles nicht fertig durchdacht, wir befinden uns auf einem sehr kurzen Gleis in diese Richtung und E-Autos sind keine Lösung sondern Teil des Problems.
Wir athmen die sauberste Luft seit unserer Geburt, das E-Auto ist auch deshalb unnötig.

Grüße, Ingolf

--
Nicht alles, was ein Kangoo kann, ist auch gut für ihn.
3x G2 1,5 dci, 1x G2 1,6; 2x G1 1,5 dci
Evolution: R4 F4 und F6, Rapid 1,2 alle Baujahre, Kangoo G1 und G2

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Horst @, Dienstag, 11.01.2022, 08:22 (vor 17 Tagen) @ ingolf
bearbeitet von Horst, Dienstag, 11.01.2022, 08:33

Hi,
ich würde das Thema Decarbonisierung und saubere Luft nicht vermischen.
Das Thema saubere Luft ist ja weitgehend gelöst.
KAT und Partikelfilter sei Dank.
Aber das Thema CO2 wird die Zukunft des Lebensraums bestimmen.
Wenn wir nichts tun wird es unangenehm bzw immer unangenehmer werden. Dann kämpfen wir irgendwann ( OK vielleicht nicht mehr wir sondern die Folgegenerationen ) an zwei Fronten. Wir haben schon zuviel CO2 in der Luft und die Brennstoffe werden dann auch noch knapp werden. Wir verbrauchen aktuell ja das was in Jahrmillionen entstanden ist.
Wenn wir was dagegen tun, werden wir im Übergang ganz sicher auch gewaltige Schmerzen haben, davor haben viele jetzt ja Angst.
Kann ich verstehen hilft aber nichts.
Ich habe an der Timeline die so rumgeistert auch meine Zweifel. Aber ob es besser ist alles auf die lange Bank zu schieben zweifle ich auch an. Die Umweltschäden werden zunehmen, die Umstellung dann noch schwieriger, weil wir die Ressourcen für die Umstellung dann noch weniger haben. Uns fressen dann ja Schäden und die Knappheit an Brennstoffen auch noch auf. Es wird dann auch riesen Fluchtbewegungen geben, die nicht mehr aufzuhalten sein werden, es wird ja Gebiete geben die weit schlimmer betroffen sind als wir.
Beim Thema BEV sehe ich halt eine sehr lange Timeline... die Umstellung der Produktionskapazitäten wird bis in die 30er gehen. Dann müssten die alten Fahrzeuge die ja bis in die 30er produziert werden auch noch ausaltern, das dauert dann bis in die 50er.
Daher wäre ein späterer Start nicht unbedingt zielführend sein. Die Vorlaufzeit ist da halt sehr groß, nur deshalb macht es Sinn heute zu starten, so st könnte man das Thema auch später angehen.
Man kann sicher auch drauf hoffen, dass die CO2 Thematik nur übertrieben ist und Brennstoffe unendlich lange halten, ich will lieber nicht auf diese Karte setzen. Die erscheint mir recht unwahrscheinlich.
Es deutet ja eher vieles darauf hin, dass man die Prognosen in Sachen CO2 und Probleme die kommen, eher noch oben korrigieren muss.
Aber ja der Mensch setzt auf Gewohnheit, wird schon alles bleiben wie es ist.
Hatten wir ja hier so das Beispiel mit dem alten Berlingo Electric... da hatte MC Ständer ja auch gedacht, ist noch so schlecht wie er es kennt und ging so weit mir eine rosarote Brille aufzusetzen, weil ich den heutigen realen ist Stand gesehen habe.

Gruß
Horst

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Mc Stender @, Hamburg, Montag, 10.01.2022, 21:18 (vor 17 Tagen) @ Horst

Hallo,
ich sehe schon, die rosa Brille ist Argumenten nicht zugänglich.
Selbstverständlich kannst Du an jeder "Stromtankstelle" = Ladepunkt mit jedem (Billiganbieter) tanken, der Regional 5-10 Ladepunkte betreibt.

Nein, kannst Du nicht.

Oh man.
Schau mal auf "www.goingelectric.de". Unter Stromtankstellen.
Da sind div. Ladepunkte, deren Betreiber und mit welchen Anbietern Du dort "Tanken" = laden kannst.

Die Autobahn ist, wie beim Sprit, teuer. Richtig Teuer. Schau nach.
Die Karten-Anbieter haben (nahezu alle) für die Autobahn (betreiber) eine seperate "Preisliste".

Deine Verbrauchs und Reichweitenrechnug ist halt mit "Durchschnitts-Werten" korrekt.

Problem ?
Durchschnitt = Stadt und Land im Mix.
Nur Rekuperiern = Aufladen beim Bremsen auf der Autobahn ? Eher nicht.
Daher der hohe Verbrauch vom Antrieb auf der Bahn. Mit der kleineren Reichweite.

Kaufe dein Elektro-Auto, nutze es, mache deine Erfahrungen.

Du wirst Ankommen. Ja, das wirst Du.
Auch den "Strom" = kw bezahlen.
Dann auf die Uhr schauen.
Denn, was nützen Dir 80% Ladung, wenn Du 100% brauchst um den nächsten Ladepunkt "sicher" zu erreichen. Und schon werden aus 30 Minuten für 80% nochmal 30 Minuten bis 100%. Denn da reduziert sich die Ladeleistung beträchtlich.

Und unter 10% fängt dein Auto an, den teuren Akku zu schützen und wehrt sich gegen das fahren.

Auch, bedenke, Tempo 100 oder 120 geht gerade noch. Schneller geht auch.
Nur dann steigt eben der Verbrauch aus dem Akku und damit eben weinger KM bis zum nächsten Ladepunkt.

Zusammen also.
Langsam Fahren = Entspannt. Durchaus Positiv zu sehen.
Pausen zum Laden = alleine 6 Std. wo sich kein Rad bewegt.
Kosten für die Energie liegen locker beim 3 fachen gegenüber dem Sprit.

Wie getippert.
In der Stadt schaut es deutlich anders aus.

Ohne zu schauen, was die Bahn an Kosten verursacht.
Alleine wird sich sogar die Bahn + Taxi zum Ziel rechnen.
Was dann noch mehr entspannt, da keine "Ladezeiten" anfallen. ;-)

Aber das willst Du ja nicht Wissen.
Mache selber deine Erfahrungen.

Zufällig hab ich ein "E" Auto auf eignem Reifen überführt.
Für einen guten Freund.
Daher muste ich mich damit befassen.

Gruß
Mc Stender

--
G1Ph2 1,2Lt./16V 75PS = D4F 730 aus 2007 KC1D sollte sein.

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Horst @, Montag, 10.01.2022, 21:43 (vor 17 Tagen) @ Mc Stender

Hi,
die Routenplanung war für den E Berlingo M.
Die Berücksichtigt das Fahrzeug, und nimmt nicht irgend welche Mittelwerte von Stadt /Land oder sonst was. ABRP versucht das so real als möglich zu planen. Garantiert besser als dein 1h planen.
Die berücksichtigt das konkrete Tempo in der Planung um den Verbrauch zu schätzen.
Und ENBW ist beim besten Willen kein regionaler Anbieter, das ist echt totaler Quatsch.

Die agieren Bundesweit an der Autobahn. Die sind einer der Big Player am Markt, bauen oft ohne Förderung weil die schneller ausbauen als der Staat ist.
Wurde Grad erst ein Ladepark mit über 50 Ladepunkten bei Kamen in NRW eröffnet.
Und nochmal mit der Flat von Elvah kannst Du fast überall gerade an den Schnelladern an der Autobahn Laden. Eben bei allen Großen, die sich da so tummeln.
Und mir ist es ein Rätsel wie man Angst haben muss den nächsten Ladepunkt zu erreichen.
Die sind doch dicht an dicht entlang der Autobahn. Ich sehe da Fakten und gewiss nicht durch keine rosarote Brille.
Wo soll das denn sein wo man mit 80 %
nicht problemlos zum nächsten Ladepunkt kommt ? Hast Du da ein reales Beispiel ?
Es geht ja Grad um den Fernverkehr auf der Autobahn oder ?

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URPES ⌂ @, Baienfurt, Montag, 10.01.2022, 21:55 (vor 17 Tagen) @ Horst

Und selbst wenn es realistisch ist. sind es 160 Minuten Ladezeit.

Ich bin dieses Jahr von Ravensburg an die Ostsee. Ist ähnlich weit und die ganzen Jahre davor auch.

Ich fahre mit meinem Dokker Gas und musste bei vollem Gastank zweimal zwischentanken und dann am Zielort wieder. Da habe ich an Tank/Zahlzeit insgesamt vielleicht vierzig Minuten.

Die Kinder wollen an den Autobahnen keine großartigen Pausen, die sind auch froh, anzukommen. Dieses Jahr hatte ich den Luxus, dass meine Tochter eine ganze Strecke gefahren ist, so habe ich keine tatsächliche Standpause wie die Jahre zuvor mit einer halben Stunde bis Stunde insgesamt benötigt.

Und ob ich insgesamt 8-10 Stunden oder 10-12 Stunden unterwegs bin ist für mich dann doch ein Unterschied.

Inwiefern 5 Personen und volles Auto den Verbrauch bei E-Autos noch in die Höhe treiben kann ich nicht beurteilen.

--
Kangoo 1.6 16V Privilège, Baujahr 2001, EZ XX.09.2002, 1598ccm, 70kW/95PS (verkauft, jetzt Dacia Dokker)

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Horst @, Montag, 10.01.2022, 22:14 (vor 17 Tagen) @ URPES
bearbeitet von Horst, Dienstag, 11.01.2022, 09:40

Hi,
klar ist das ein Nachteil. Das stellt doch keiner in Frage. Dennoch sollte man die Relation zur Lebenszeit sehen. Wenn man jeden Tag oder jede Woche so ne Stecke fährt, dann ist das sicher relevant. Bei einmal im Monat oder im Jahr sollte man möglicherweise erst Mal andere Stellen im Leben suchen wo man Zeit verschwendet.
Man kauft sich ja auch kein Helikopter weil der nochmal deutlich schneller wäre.
Ich habe in ABRP Mal etwas rumgespiel mit 600kg Ladung. Das Ergebnis Schwank stärker mit jeder Planung, als die 600kg ausmachen.
Die 600kg machen wohl 5 bis 10 Minuten aus.
( Bei dem Beispiel München Hamburg)
Die ist beim Berlingo praktisch vernachlässigbar. Das liegt am schlechten cwa Wert des Berlingo. Der Luftwiderstand ist das relevante der Rest vernachlässigbar auf der Autobahn.
Das ist bei BEV durchaus nicht ungewöhnlich, denn durch Rekuperation geht wenig Verlohren von dem was man in Bewegungsenergie ins Fahrzeug packt.
Es gibt ja bei Fahrzeugen im Grunde drei Komponenten des Verbrauchs.
Bezogen auf eine festgelegte Wegstrecke:
1. Reibung (unabhängig von v, linear mit der Masse)
2. Luftwiderstand (quadratisch mit v, unabhängig von der Masse)
3. Verluste durch Bremsen ( auch linear bis quadratisch mit v, linear mit der Masse)

Der dritte Punkt fällt bei BEV zum großen Anteil weg, wegen Rekuperation.
Daher bleibt der Anteil der mit der Masse zusammenhängt kleiner als bei einem Verbrenner.

Die Reibung geht zwar auch proportional zum Fahrzeuggewicht hoch, aber bleibt im Verhältnis zum Luftwiderstand eben klein.
Bei dem Tesla dürfte das eine etwas größere Rolle spielen, weil der Luftwiderstand erheblich kleiner ist

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Mc Stender @, Hamburg, Montag, 10.01.2022, 22:01 (vor 17 Tagen) @ Horst

Hallo,
von den 6 "Ladestop´s" waren 3 von diesem Betreiber.

Hier ein Beispiel.

https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Deutschland/Bispingen/IONITY-Lueneburger-...

Dort ist auch aufgeführt, von welchem Anbieter die "Karten" akzeptiert werden.
Schaut man dann bei den Anbietern, so ist dort ein gesonderter Preis ausgewiesen.
Für eben diesen Betreiber.

Mag damals Zufall gewesen sein.
Billig geht anders.

Alle 150km ging´s an´s Laden.
Also 90 Minuten fahren. Mit guten 100km/h.
Dann Laden mit CCS 1 Std. und weiterfahren.
Also 2,5Std. für 150km im Schnitt.
Von 100% auf 25% oder 35% runtergefahren.
Ja, man kann ja weiterfahren. Geht auch langsamer, wenn kein "Ladepunkt" frei ist.
Oder Defekt ist und die Karte nicht akzeptiert (auch 3x vorgekommen).

Daher braucht es immer einen "Plan B", wenn es nicht läd.
= defekt oder besetzt.

Denn mal eben 5kW Strom in den Akku kippen, geht ja net.

Gruß
Mc Stender

--
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Horst @, Montag, 10.01.2022, 23:21 (vor 17 Tagen) @ Mc Stender

Hi,
man kann bei ABRP das alles berücksichtigen.
Habe jetzt Mal 30% SoC (Plan B also immer möglich) bei Ankunft an jedem Ladepunkt und nur ENBW eigene Säulen (wegen dem Tarif) erzwungen.
Auch dann kommt keine 6 Stunden Laden raus.
Deine Annahme bleibt also weiterhin ohne jegliche Basis.
[image]

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Mc Stender @, Hamburg, Montag, 10.01.2022, 23:58 (vor 17 Tagen) @ Horst

Hallo,
gleiches Programm, beliebige Anbieter, 10 bis 80% SOC mit CCS. Citroen Berli "E" bis 2021

Schau so aus, wie ich es erlebt habe.

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Gruß
Mc Stender

--
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Horst @, Dienstag, 11.01.2022, 06:34 (vor 17 Tagen) @ Mc Stender
bearbeitet von Horst, Dienstag, 11.01.2022, 10:54

Bis 21 ? Wurde der überhaupt bis 21 produziert? .... Die Kiste ist doch mit der aktuellen nicht vergleichbar. Dazwischen sind Welten. Das sind praktisch komplett verschiedene Fahrzeuge. Der alte Berlingo Electric war eher ein großer Stadtflitzer.
Der wurde vor fast 10 Jahren entwickelt.

Der hat einen weniger als halb so großen Akku.
Die Ladeleistung war auch etwa halb so groß und die Motorisierung auch etwa die Hälfte.
Die Reichweite war auch etwa die Hälfte.
Hab keine Ahnung ob zu dem überhaupt jemals die WLTP Werte publiziert sind. Es gab Angaben mit 170km die sind aber nicht vergleichbar mit der Angabe beim aktuellen, da Berechnungsgrundlage beim alten viel lascher war. Hatte der nicht sogar noch Chademo und kein CCS ??
Für eine Strecke München- Hamburg nicht wirklich zu empfehlen.
PSA/Stelantis war ja eher spät gestartet mit Technik auf der Höhe der Zeit.
Dann vergleiche das bitte mit einer Fahrt mit der Benzinkutsche von Berta Benz.

Auf der Grundlage des alten Berlingo würde Stelantis das auch niemals probieren, das wäre absurd.
Bei der Einstellung geht es ja um Neuwagen, Stellantis erlaubt tatsächlich weiterhin, dass man die alten Fahrzeuge weiter fahren darf.
Und mir vorzuwerfen ich hätte ne rosarote Brille und Argumenten nicht zugänglich.
Möglicherweise verstehts Du warum ich deinen Argumenten die veraltet sind nicht zugänglich sein konnte.
Der alte Berlingo Electric war in der Tat eher was tolles für die Stadt. Der aktuelle e-Berlingo, um den es ja geht bei der Stelantis Entscheidung ist aber eben durchaus Langstreckentauglich. Wer vorher schon Pausen,wie allgemein empfohlen machte, hat damit eher sehr geringe Nachteile.
Da BEVs aber auch Vorteile haben sollte man sich nicht nur auf Nachteile konzentrieren.
Im Betrieb mit Anhänger sieht das sicher anders aus, aber auch Heute hat nicht jeder HDK eine Anhängerkupplung.

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Horst @, Mittwoch, 12.01.2022, 13:31 (vor 16 Tagen) @ Martin Gensch

Hi Martin,
ja die Reichweitenangst ist ja immer so ein Thema.
Alleine schon die Formulierung finde ich grausam.
Reichweite hört sich so an, dass die Kiste nach der Strecke gleich verschrottet werden muss. Man kommt mit einem BEV ja im Grunde auch unbegrenzt weit.
Wenn mich jemand provokativ bei der Reichweite des Akkus bei meinem e-up fragt, dann antworte ich auch gerne mit 160TKM so lange habe ich ja Garantie auf den Akku.
Letztlich geht es doch um die benötigte Zeit zwischen zwei Orten.
Und da habe ich manchmal den Eindruck, dass es da per Dekret garantierte Zeiten bei Verbrennern gibt.
Im Grunde müsste man ja bei allen KfZ sagen, "untragbar unbenutzbar", da kann ja unberechenbar ein Stunden langer Stau kommen.
Da sind vorhersehbare Ladezeiten doch dagegen gut planbar, und wer etwas Phantasie besitzt kann die Zeit bei der berühmten Urlaubsfahrt mit in den Urlaub integrieren. Kann viel schöner sein als durchzuheizen.
Das ein BEV bestimmte Anwendungsfälle schlechter abdeckt würde kein Mensch hinterfragen wenn es schon immer so gewesen wäre. Beim e-up ist jedenfalls die Standheizung erstklassig, da war die Webasto beim Verbrenner davor lausig langsam.
Muss ich mir unbedingt jetzt Mal beim e-Berlingo anschauen, ob der das auch so gut mit und ohne Wallbox kann. Das ist für mich Komfort den ich aktuell täglich sehe.
Der Nachbar muss täglich Zeit mit Scheiben freikratzen vergeuden.
Eigentlich merkwürdig warum nicht jeder ne Standheizung in den Verbrennern hat, wo Zeit doch immer als so ein kritischer Punkt ist.

Gruß

Horst

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Martin Gensch @, Hannover, Donnerstag, 13.01.2022, 18:13 (vor 15 Tagen) @ Horst

Hallo Horst,

alle Argumente die derzeit für Verbrenner angeführt werden sind Rückzugsgefechte. Aus Nachhaltigkeitsgründen werde ich meinen Verbrenner Kangoo noch einige Zeit fahren und dann kommt ein E-Auto.

Inzwischen kann man mit einem E-Auto im Winter zum Nordkapp fahren siehe Tesla Model 3 vs. Diesel-SUV vs. Nordkap im Winter! (Dokumentation)

Gruß

Martin

--
Kangoo (G1Ph2) Campus 1.2 16V 55kW, EZ 1/2010, 3333 ACV 1149 cm³ KC1D

[image]

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus? Ich hoffe bald!

Horst @, Freitag, 14.01.2022, 17:57 (vor 14 Tagen) @ Martin Gensch
bearbeitet von Horst, Freitag, 14.01.2022, 18:19

Hi,
ist ja ein Hammer Video.
Cool fand ich auch die Stelle mit dem Joice Booster mit der ellenlangen Verlängerung, und dann die genau 30cm die erst gefehlt haben. So richtig aus dem Leben, das Ladekabel könnte immer 30cm länger sein.
Da ist das Stromern in Mitteleuropa inzwischen ja richtig unspektakulär.
Man fährt halt und lädt bei Bedarf am nächsten CCS Charger. Ich hatte vorher gar keine Vorstellung wie weit die Teile inzwischen verbreitet sind, sind ja auch nicht unbedingt ganz so auffällig wie ne Tankstelle.
Die großen Ladeparks die jetzt nach und nach an und in Nähe der Autobahn entstehen machen ja schon mehr her.
Es gibt inzwischen ja schon etwa doppelt so viele öffentliche Ladestandorte (ein Standort haben dann ein oder mehrere Ladepunkte ) wie Tankstellen in Deutschland. Das schlimme ist, dass dies fast niemand weiss. Klar da sind auch die Ministandorte mit einem oder zwei Typ 2 AC Ladepunkten dabei aber...

es sind schon fast alleine 2000 Standorte mit CCS mit 100KW und mehr. ( Einer beim Baumarkt in unmittelbarer Nähe... :-) )
Die Entwicklung konnte ich mir vor ein paar Jahren selbst noch nicht vorstellen.
Die Entwicklung wird auch immer schneller, hat quasi den Charakter einer e-Funktion.
Mit den >100KW CCS verdoppelt sich die Anzahl der Standorte aktuell jedes Jahr. Wenn das so weiter geht haben die in 3 Jahren auch die Anzahl der Tankstellen schon überholt.
Ich bin ja richtig gespannt was jetzt bei Renault und VW in Sachen Hochdachkombis passiert.

Gruß

Horst

Nur ein kleiner Teil des Problems...

tidi @, Samstag, 15.01.2022, 10:28 (vor 13 Tagen) @ Horst

Tach Horst,

tja, ein Hammer Video.
Junge Leute fahren just4fun mit einem Tesla 3 und einem Renault Koleos mit 177 PS Diesel zum Nordcap, um mit der Dokumentation darüber auf Youtube ihren Lebensstil zu finanzieren. Den CO2 Abdruck möchte ich mal sehen. Immer das neueste, viel Reisen, alles Posten, wenig Sicht nach Innen.

Ich finde die Diskussion hier sehr interessant und möchte einen weiteren Aspekt hinzufügen:
So lange ich nicht das Geld habe, mir einen Neuwagen zu kaufen und trotzdem auf dem Land auf einen PKW angewiesen bin, ist die Diskussion müßig. Und finanzieren mag ich nicht.

Ich bin schon einen Zoe gefahren und der wäre der perfekte Wagen für meine Frau.

Das eigentliche Problem, was die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder bzw. des Ökosystems Erde anbelangt, ist unser Ressourcenverbrauch.

Wir konsumieren nicht nachhaltig und damit meine ich nicht, dass man auf alles verzichten muss und als Asket in der Jurte hausen sollte.
Es gibt Grundbedürfnisse, dazu zählen aus meiner Sicht Ernährung, Kleidung, Bildung (!), ein Dach überm Kopf, Sozialkontakte in friedlichem und vertrauensvollem Miteinander, das Gefühl subjektiver Kontrolle über das eigene Leben (Entscheidungsfreiheit) und ein warmer Platz zum Schlafen (also Grundbedarf Energie, nur mal grob zusammengefasst).

Vieles von dem, was wir kaufen, ist nicht (mehr) reparabel, wird von irgendwoher über lange Wege zu uns gebraucht und nach viel zu kurzer Benutzung wieder entsorgt.

Wir haben zentralisiert und ausgelagert, soziale Verantwortung für unseren Ressourcenverbrauch ignoriert und diejenigen, die unter den Folgeln am meisten zu leiden haben, leben in Schwellenländern.

In meiner Kindheit war meine Mutter trotz Abitur und Studiums für uns da und mein Vater war berufstätig - das hat zum Leben mehr als gereicht. Heute gilt es als normal, dass Kinder in die Krippe gegeben werden und dann tagsüber versorgt sind, damit beide Elternteile arbeiten können. Dafür sind soziale Medien, Youtube und Instagramm omnipräsent.

Seit die BWLer Entscheidungsträger sind, wird optimiert, gleichzeitig werden Erziehungszeiten oder Ehrenamt nicht wertgeschätzt.

75% der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, trotzdem wird größtenteils über die Pflegekosten bei Heimplätzen diskutiert. Und alles, was im Gesundheitswesen auf Rendite aus ist, hat dort aus meiner Sicht nichts verloren. In unserem Helios Kleinstadtkrankenhaus haben im letzten Jahr die Geburtenstation, die Kinderstation und die Gyn geschlossen, dafür kann man sich an der Wirbelsäule operieren lassen. Das Fallpauschalensystem sorgt dafür, dass Kliniken anbieten, was Profit bringt.

Die Produktivität ist in den letzten 100 Jahren so sehr gestiegen, dass es kein Problem sein sollte, einen Lebensstandard zu haben, der nicht über die eigenen Verhältnisse hinausgeht und mehr als unsere Grundbedürfnisse abdeckt.

Wir werden irgendwann gezwungen, vom Mantra des "Wohlstand durch Wachstum" abzukehren, weil wir damit nur unsere Kreditwürdigkeit erhalten, um weiterhin über unsere Verhältnisse zu leben.

Für mich ist der Schlüssel zu allem Bildung, Konsumverzicht und Einschränkung der Mobilität (keine Flugreisen).
Es ist ein Unding, Kinder, Bildung, Gesundheitswesen und Exekutive (Polizei) nach "wirtschaftlichen" Maßstäben zu bewerten. Was ist uns sozialer Friede wert? Wie viele Schulabbrecher können wir uns leisten? Ich bin sogar als Wehrdienstverweigerer für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht oder eines Ersatzdienstes, damit die Kinder merken, dass sie ein Teil und nicht der Nabel der Welt sind.

Den Fahrkomfort eines E-Autos finde ich grandios und ich hätte sogar dank Wohneigentum die Möglichkeit, auf meiner Scheune (großes Dach in Südlage), den Strom dafür zu produzieren. Wenn ich mir jedoch anschaue, wie viele Autos jeden Tag auf der A14 liegenbleiben oder verunfallen und dann mit der freiwilligen Feuerwehr im Ort rede, kommen mir Zweifel, ob wirklich alles zu Ende gedacht ist.

Als Kind bin ich mit der Alukanne zum Bauern und habe 4 Liter Rohmilch geholt.
2x die Woche kam der "Tuffiman" mit seinem fahrenden Gemischwarenladen, bei dem man auch bestellen konnte.
Doch wenn es den Tante Emma Laden noch gäbe, würden wir ihn nutzen?

Uns wird ständig die nächste Karotte vor die Nase gehalten, was uns zum "Glück" noch fehlt, doch meiner Meinung nach ist das, was das Leben wertvoll macht, nicht für Geld zu haben.

Die Mobilität wird sind ändern, aber das ist nur ein kleiner Teil der ganzen Geschichte. Ich werde meine Kangoos so lange wie möglich versuchen am Leben zu halten und vielleicht gibt es die Möglichkeit, zukünftig statt Flüssiggas mit Biogas zu heizen, das wäre hier auf dem Land auch eine Alternative.

Lieben Gruß

Tim

Nur ein kleiner Teil des Problems...

Mc Stender @, Hamburg, Samstag, 15.01.2022, 11:07 (vor 13 Tagen) @ tidi

Hallo,
wo Du die ZOE erwähnst.
Der Akku ist, wie bei vielen, im Boden verbaut.
Knallst Du gegen ein Hinderniss, riskierst Du den Akku.
Muß der dann getauscht werden, weil ne Beule drinne (nicht mehr Verkehrssicher).
Nun ja.
Heutiges Modell, Ersatzteilpreis nur 16200 Euro. +Einbau.
Lass das Auto nun nicht ein Jahr alt sein, sondern "Nur" 5 Jahre.
Wer gibt dann noch soviel Geld aus.

Ich denke, der gleiche Schaden, am Verbrenner, ist weit günstiger zu regeln.
Und, was mit dem ausgebauten Akku geschied ?

Nun, die gute, alte Starterbatterie findest Du fast komplett in der "Neuen" wieder.
Das nennt man Rohstoffkreislauf.

Die Lithium-Batterien ....
Ja, kann man Recyclen. Im Labor.
Also Schreddern, nimmt weniger Platz ein und dann ?

Exportieren.
Und dann ?
Niemand weiß es, wo das "Gift" bleibt.

Im Meer ? *what*
Wo auch immer.

Aber Zertifiziert entsorgt.

Gruß
Mc Stender

--
G1Ph2 1,2Lt./16V 75PS = D4F 730 aus 2007 KC1D sollte sein.

Nur ein kleiner Teil des Problems...

Horst @, Samstag, 15.01.2022, 13:08 (vor 13 Tagen) @ Mc Stender

Hi Mc,
würdest Du dich freuen wenn das Recycling bei LiOn schon großindustriell so laufen würde wie bei den Bleiakkus ?
Oder würde dann ein Argument wegfallen was die Verbrenner noch rechtfertigt ?
Das ist eine ehrlich gemeinte Frage.
Du hattest ja hier auch schon etliche Argumente gebracht, die in die Vergangenheit blickend waren. Ich erwähne nur die 6 Stunden Laden und die Behauptung, es gäbe nur lokale Anbieter mit Tarifen unter einem Euro Strompreis. Meine Nennung von EnBW (ich wiederhole Big Player ) wurde ja quasi unwissend oder wissend ignoriert.
Was mich dabei aktuell so zuversichtlich stimmt, ist das es bereits jetzt zwei komplett unterschiedliche real erprobte unabhängige Verfahren zu LiOn Akku Recycling gibt, und da gibt es keine Gründe warum das nicht im großen funktioniert. Die Technik dazu ist trivial gegenüber der Entwicklung bzw Herstellung der Akkus. Und es sind 2021 auch in Deutschland einige größere Investionen losgetreten worden die auf das echte Recycling zielen. Du tut's ja so als ob das Schreddern nur dazu da ist das zu entsorgen, das ist doch nur ein Teilprozessschritt bei einem der beiden Verfahren.
Die Mengen an Akkus kommen ja auch erst noch, daher entsteht der Bedarf dazu erst jetzt richtig.

Zu den Unfällen wo der Akku getauscht werden muss: Ja die gibt es durchaus, aber ist Dir auch bekannt wie relevant das ist ?
Also was macht es wirklich aus, wie oft kommt es vor ?
Auch Verbrenner haben ja schnell Mal ein Totalschaden, ganz ohne das die Bodengruppe beschädigt ist. Bei einem 5 Jahre altem Auto ist nicht viel nötig um in den Bereich eines Totalschadens zu kommen.
Und die Bodengruppen bei BEV sind in der Regel brachial mit hochfesten Stählen verstärkt gegenüber den Verbrennern, nicht grundlos.
Ich habe aber auch keine Zahlen zu dem Thema, ich vermute aber Du auch nicht.
Ein Einzelfall sagt ja leider/oder zum Glück nichts über die Relevanz in den Menge aus.
Die Kosten für Unfallreparaturen sind im Schnitt aber höher, dazu gibt es in der Tat Zahlen. Liegt aber sicher auch daran, dass es noch eine Nischesche ist, nicht jeder Betrieb hat schon die passende Zulassung bzw ausgebildeten Mittarbeiter.

Gruß
Horst

Nur ein kleiner Teil des Problems...

Mc Stender @, Hamburg, Samstag, 15.01.2022, 16:03 (vor 13 Tagen) @ Horst

Hallo,
na ja, da wäre die "Preisliste" von ENBW.
https://www.enbw.com/elektromobilitaet/unterwegs-laden
45cent AC
55cent DC
79cent Ionity
Jeweils das kW, so der "Ladepunkt" frei ist.

In den Rechenbeispielen, wird ja immer der "Haushaltspreis" angegeben.
Zumeist 30cent. Ich zahle heute schon mehr.

Da ist ein netter Artikel vom ADAC zum Recycling. *thumbsup*
Zwar aus 2019...
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/info/elektroauto-akku-recycling/
Nur eine einzige Fa. in Belgien betreibt das Recycling für ganz Europa auserhalb vom Labor. Ich meine 5000Tonnen für GANZ Europa ?

Und klar, pack die Zellen aus und du hast 50% Recycelt ?
Auch ne Idee.

Gruß
Mc Stender


Ps.: Finden sich, wie beim Bleiakku, 70% oder mehr vom Material im "Neuen" Akku wieder, dann wäre das auch für mich eine "Sinnvolle" Idee. Aber ob ich das in den nächsten Jahren erlebe ?
Und zu Preisen, die das dann erschwinglich machen ?

--
G1Ph2 1,2Lt./16V 75PS = D4F 730 aus 2007 KC1D sollte sein.

Nur ein kleiner Teil des Problems...

Horst @, Samstag, 15.01.2022, 17:10 (vor 13 Tagen) @ Mc Stender
bearbeitet von Horst, Samstag, 15.01.2022, 17:44

Hallo,
na ja, da wäre die "Preisliste" von ENBW.
https://www.enbw.com/elektromobilitaet/unterwegs-laden
45cent AC
55cent DC
79cent Ionity

Das sind wie ich schon erläutert habe die Preise für Gelegenheitslader, die ohnehin meist daheim Laden. Dan zählt der Preismix für den Verbraucher. Das ist anders als beim Sprit, der einheitlicher kostet.
Wer viel unterwegs lädt zahlt ja auch weniger, weil er einen anderen Tarif zum Beispiel auch bei EnBW hat oder eben die von mir aufgeführte Ladeflat.
Und Du hast nunmal von dem Euro pro KWh geschrieben, das kannst Du drehen und wenden wie Du willst. Nur das ist eben nicht relevant, wer will kann auch ein Euro und mehr zahlen, nur müssen tut's eben keiner.

Jeweils das kW, so der "Ladepunkt" frei ist

Hast Du Erfahrungen mit den Belegungen der Ladepunkte ? In der Regel ist man dort immer noch recht einsam, weil das meiste daheim geladen wird. In Kamen beim Ladepark waren Grad drei Autos als ich mir den angesehen habe, also etwa 50 Ladepunkten frei.
EnBW hatte irgendwo Mal von etwas mehr als einen Ladevorgang pro CCS Ladepunkt pro Tag berichtet, das war nicht lange her. Und der dauern in Realität nicht so lange, da kaum einer länger als 20 Minuten lädt, es kommt eher selten vor, dass jemand länger an CCS lädt. Aber klar die Belegung wird etwas zunehmen, das ist klar. Daher machen Ladeparks Sinn, da man so Recht zuverlässig immer was freies findet.
OK bei Ikea Lidl Kaufland wo's nix kostet, da ist die Belegung erheblich höher.
Ich stell mir ne Tankstelle vor die den Sprit verschenkt, das Verkehrschaos wäre vorprogrammiert.

In den Rechenbeispielen, wird ja immer der "Haushaltspreis" angegeben.
Zumeist 30cent. Ich zahle heute schon mehr.

Das muss jeder für sich durchrechnen, immer dran denken Autos halten eher 15 Jahre, die Preise werden sich entwickeln, für jede der Möglichkeiten an "Betriebstoff" . Das haben Verbrenner und BEV gemeinsam.
Und immer dran denken Erdöl wird fast zu 100% verbraucht und kaum recycelt, die Preisentwicklung ist damit langfristig klar.
Strompreise werden dagegen irgendwann stagnieren.

Da ist ein netter Artikel vom ADAC zum Recycling. *thumbsup*
Zwar aus 2019...

Genau 2019. Die Mengen zum Recycling kommen ja erst langsam und die großen Investionen sind 2021 gestartet. Du musst Dir im Klaren sein, da die LiOn Akkus eine sehr lange Lebensdauer haben, daher das Recycling mindestens 10 eher 15 bis 20 Jahre später hochläuft als die Produktion der BEV. Das steht ja auch in deinem ADAC Link drin ..
Und vor 10 Jahren war BEV eine Nische die fast noch nicht existiert hat, so ist es aktuell beim Recycling.
Ein Artikel aus 2019 ist aber im Grunde auch egal was drin steht nicht relevant, weil das aktuell eine Entwicklung durchläuft die man sich in anderen Bereichen wünschen könnte.
Und nochmals zur Wiederholung.
Benzin und Diesel werden zu 0% recycelt.
Das wird komischerweise nicht hinterfragt, obwohl wir Verbrenner schon viele Jahrzehnte in Betrieb haben. Ja genau, das geht ja auch nicht. Und das ist der Vorteil ... bei LiOn gibt es schon Lösungen die klar sind.
Ich schätze Mal im Autoleben eines Verbrenners gehen so etwa 20Tausend Kilogramm Rohöl für Kraftstoff drauf. Wieviel wiegt ein Akku dagegen gleich noch Mal ?
Wir haben uns da einfach an etwas gewöhnt, dass eigentlich fast schon absurd ist.
Ich fahre auch noch ein Verbrenner, aber bin eben offen für die Veränderung und nehme kleine Nachteile da ganz gerne in Kauf.

Gruß

Horst

Nur ein kleiner Teil des Problems...

Mc Stender @, Hamburg, Samstag, 15.01.2022, 17:46 (vor 13 Tagen) @ Horst

Das muss jeder für sich durchrechnen, immer dran denken Autos halten eher 15 Jahre, die Preise werden sich entwickeln, für jede der Möglichkeiten an "Betriebstoff" . Das haben Verbrenner und BEV gemeinsam.

Hallo,
wenn DU jetzt tipperst, das eine "Auto-Batterie" nach 15 Jahren "noch" die KM Reichweite bringt, die ein Verbrenner mit Tank. = wie"Neu".

Hust, huust.

Und mit dem Recycling.
Das gilt für ALLE Lithium Akkus.
Vom Smatyphone über die Bohrmaschine bis (irgendwann) die Autoakku´s.

Und, wenn ich an Smartyphone denke. Lebensdauer 5 Jahre auf 50%.
Ok. Pflege klein geschrieben.

Gruß
Mc Stender

--
G1Ph2 1,2Lt./16V 75PS = D4F 730 aus 2007 KC1D sollte sein.

Nur ein kleiner Teil des Problems...

Horst @, Samstag, 15.01.2022, 18:17 (vor 13 Tagen) @ Mc Stender
bearbeitet von Horst, Samstag, 15.01.2022, 19:02

Hi Mc,

ja Smartphone .... das ist die Assoziation mit LiOn bei vielen Menschen.
5 Jahre 50% wird da auch etwa passen.
Der kleine Unterschied.... ?
In 5 Jahren hat das Smartphone wohl etwa 1500 VollLadezyklen hinter sich.
Rechne das Mal auf den Berlingo hoch ...
WLTP Reichweite 280 km. In Praxis im Mittel übers Jahr schätze ich Mal aus meiner Erfahrung mit BEV auf etwa 200km.
Bei 1500 Vollzyklen sind das etwa 300TKM.
Und das mit dem Berlingo mit der relativ geringen Reichweite im Vergleich zu anderen nicht Kleinwagen BEV. Bei anderen Fahrzeugen kommt man also auf höhere Werte.
Und nicht vergessen, im BEV wird mit mehr Reserve gearbeitet als im Smartphone.
( Akku hat meist eigentlich mehr Kapazität als das Lademanagement zulässt, was den Akku schont).
Und wer jetzt sagt, aber ein LiOn altert auch mit der Zeit .... der hat zwar Recht ... aber ich hab hier ein ganz altes dummes Handy mit dem Original LiOn Akku. Das war immer im Betrieb. Vor über 10 Jahren wohlgemerkt gebraucht gekauft und hat damals etwa ne Woche im Standby gemacht, jetzt immer noch ca 4 Tage.
Aber es hat halt auch nur etwa die Anzahl der Ladezyklen mitgemacht wie dein Smartphone Beispiel. Alter scheint also nicht das wichtige Element zu sein, zumindest bei richtiger Behandlung. ( Tiefentladung und längere Zeit 100% meiden)
Hab auch ein Akkuschrauber LiOn, noch seltener geladen. Der ist etwa 7 Jahre alt, das Getriebe hat jetzt schon leichte Probleme( war auch ein billig Lidl Parkside, der Akku ist noch Top Fit.

Und weil Du ja den 1 € Stromtarif ausgerufen hast, hier das andere extrem, auch wenn das nur eine Vorübergehende Erscheinung ist...der 1€ wird aber auch sterben...
https://www.autobild.de/artikel/e-auto-gratis-laden-deutschlandtour-21130185.html

Gruß
Horst

Nur ein kleiner Teil des Problems...

tidi @, Dienstag, 18.01.2022, 10:41 (vor 10 Tagen) @ tidi

Guten Tag Horst,

die Kleinteiligkeit dieses Teilthreads ist bemerkenswert und ich finde es schade, dass Du nicht Deine Meinung zu meinem Posting mitteilst.

Manchmal kommt es mir vor wie der gute alte Ablasshandel - Wenn es um die gerechte Verteilung von Ressourcen geht, kommt reflexartig die Antwort, dass man ja in Sachen Umweltschutz ganz vorne dabei ist, wenn man ein E-Auto fährt.

Darum geht es mir aber nicht, es geht um die Gesamtbilanz.

Das Auto, dass vor dem E-Auto gefahren wurde, ist ja sicher nicht recycelt worden, sondern fährt weiter.

Der CO2 Abdruck unserer Influencer ist ob mit oder ohne E-Auto sicherlich ein anderer als meiner.

Gruß

Tim

Nur ein kleiner Teil des Problems...

Horst @, Dienstag, 18.01.2022, 12:58 (vor 10 Tagen) @ tidi
bearbeitet von Horst, Dienstag, 18.01.2022, 14:01

Hi Tim,
bin im Grunde zu 100% bei Dir.
Sorry wenn ich da gar nicht reagiert hab.
Ich finde das absolut vernünftig, Autos lange am Leben zu halten, ich bin aber auch dafür, dass man bei neu produzierten Autos auch die Zukunft betrachtet. Und nicht immer weiter im Status quo verbleibt. Ich bin aktuell nur am Überlegen, ob ich den Schritt beim HDK etwas vorziehe, da es sicher bald viele gibt, die meinen alten dankbar zu einem guten Kurs kaufen. Händler verkaufen solche wie meinen 3 Jahre alten aktuell zu dem Preis, den ich Mal Neu bezahlt hatte. Quasi kein Wertverlust...das hat aber unterschiedliche Gründe. Der Berlingo k9 wurde am Start extrem Preiswert verkauft und würde Schritt um Schritt verteuert über Preis und weniger Ausstattung. Und jetzt ziehen die Preise allgemein wegen dem Neuwagenmangel (was durchaus Umwelttechnisch gut ist) an.
Beim Berlingo kommt jetzt hinzu, dass es den nur noch als BEV in der PKW Version gibt.
Und ich bin da eben im Grunde jederzeit bereit umzustellen, da die Nachteile für mich nicht wirklich relevant sind. Hab ja auch inzwischen etwas Erfahrung mit dem BEV, und kann die Ängste die einige haben bei mir nicht mehr finden. Ist halt anders und gut ist.
Du hast sicher auch mit dem Hohen Fußabdruck mancher oder gar vieler Influencer Recht, aber man darf die auch nicht alle in einen Topf werfen.
Und manchmal macht es Sinn etwas zu vergeuden, wenn damit Signale für die Zukunft gesetzt werden.
Ich glaub kaum, dass jetzt viele die Fahrt zum Nordkap Nachahmen, aber die Story kann durchaus dem einen oder anderen Skeptiker den Wind etwas aus den Segeln nehmen. Und das ganze war halt nicht extrem geschönt, sondern man hat durchaus auch die Grenzen gesehen.
Und das fand ich eben sehr cool.
Wenn der jetzt mit dem Jumbo irgendwohin in Urlaub gefolgen wäre, dann hätte das einen größeren Fußabdruck hinterlassen.

Achso ganz klar ein KFZ ist nur ein Teil des persönlichen Fußabdrucks, wenn man also nicht überall Veränderungen zulässt bzw anstrebt dann können wir uns den Übergang zum BEV sparen und gleich aufgeben.
Ich mache mir aktuell auch schon Gedanken was nach der Gasheizung mit Erdgas bei uns reinkommen könnte.
Dachte ja Mal an Pellets, aber das ist leider auch Recht begrenzt möglich, die gibt's auch nicht unendlich viel. Also doch ne Wärmepumpe ? Biogas klingt interessant, kenne dazu keine Betrachtung die das im großen betrachtet. Also welche Mengen gehen da Heute und wie in der Zukunft wenn andere Dinge sich auch geändert haben.


Gruß
Horst

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus ?

Schrauber @, Montag, 10.01.2022, 21:05 (vor 17 Tagen) @ Horst

Wann die Verbrenner auslaufen? Wenn man den Tank anbohrt :-D

--
Kangoo 1,4 RT, EZ 10/98, zitronengelb, Originalmotor E7J 780 ersetzt durch gebrauchten E7J 634
2019 mit 112.000 km an meinen Sohn abgegeben und auf Dacia Dokker umgestiegen

Davor: Kangoo 1,2 RT, EZ 09/98, türkisblau, verkauft bei knapp 240.000 km

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus ?

Kaju, Donnerstag, 13.01.2022, 13:10 (vor 15 Tagen) @ Horst

Ja, ja... Wir reden hier über das Ende eines Kangoos mit Verbrennungsmotor und in Brasilien ist der Kangoo G1 mit seitlicher Schiebetür gerade erst 2015 "neu" erschienen:

https://imprensa.renault.com.br/produto/item/kangoo/pt

BTW, heute ist bei mir aktuell ein neues Originalersatzteil aus marokkanischer Produktion eingetroffen. So wie es aussieht, wurde dort aber die Produktion des G1 wohl zwischenzeitlich auch eingestellt.

Fazit: Selbst wenn in Europa keine Kangoos mit Verbrennungsmotor mehr gebaut würden, kann dies Jahrzehnte dauern, bis der letzte Kangoo mit Verbrennungsmotor irgendwo auf der Welt vom Band läuft.

Wann laufen Verbrenner Hochdachkombis aus ?

Horst @, Donnerstag, 13.01.2022, 13:21 (vor 15 Tagen) @ Kaju

Hi,
genau so sehe ich das auch.
Wenn das Zielbild ein Bild ohne Verbrenner ist, dann muss es irgendwo auch anfangen, damit es irgendwann auch überall Realität wird. Dennoch hätte ich mit der Entscheidung von Stelantis das jetzt schon anzugehen wirklich nicht gerechnet.
Wenn jetzt alle zu Renault und VW gehen um ein Hochdachkombis mit Verbrenner zu bekommen, dann werden die potentiell bald auch ein Problem mit dem CO2 Flottenverbrauch bekommen.
Daher werden dort entweder die Preise gewaltig angepasst, oder die gehen bald den gleichen Schritt.

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