Boykott erfordert Konsequenz im eigenen Handeln (Plauderei)
Tach Lothar,
da hast Du aber einen groben Schnitzer in Deiner Argumentation:
Wenn andere Diesel oder Super haben möchten, dann nehme ich doch sehr gerne die Abfallprodukte aus den Raffinerien in Form von Propan und Butan (LPG) ab. Somit findet automatisch ein fast lückenloser Boykott gegenüber Benzin und Diesel statt.
Würden 90% aller Autofahrer mit LPG oder Erdgas fahren, so müssten keine Ölbohrinseln für Fundstellen in 1500 Metern Meerestiefe errichtet werden = weniger Risiko = doppelte Umweltschonung (weniger Ölunfälle und weniger Schadstoffbelastungen).
Wenn 90 % aller Autofahrer mit LPG fahren würden, wie würde es dann Hergestellt?
Oder anders gefragt: Gäbe es keine Nachfrage mehr nach Diesel und Benzin, wie würde dann die Preisgestaltung für Gas aussehen (wenn es kein Abfallprodukt mehr wäre).
Punkt zwei:
Wenn die Nachfrage steigen würde, wäre eine Entwicklung der Besteuerung wie in Österreich denkbar:
"Zuerst war LPG bei den Taxis (z. B. alle Taxis in Istanbul und Bangkok), später auch im privaten Kfz-Bereich, in den 1980er Jahren in Österreich durch günstige Preise sehr verbreitet. Aufgrund der höheren Besteuerung für Privatfahrzeuge wurde es in Österreich aber wieder uninteressant. Allerdings haben die Wiener Linien alle Busse auf Flüssiggasantrieb umgestellt, da für öffentliche Fahrzeuge Autogas steuerfrei blieb." Quelle Wikipedia
Und es ist naiv zu glauben, dass Dich der Gesetzestext vor einer Steuererhöhung schützt.
Ich glaube demnach nicht, dass Du wirklich etwas boykottierst, Du profitierst nur davon, dass andere darauf angewiesen sind...
Fahrverbote sind aus meiner Sicht dann ein Problem, wenn ein Alternativtrasport nicht möglich ist (unzureichender ÖPNV; Transportkapazität).
Ich kann die Kinder nicht jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule bringen, und auch die Einkäufe bringe ich auf dem Gepäckträger nicht unter.
Die Fahrt zum Bäcker ist aber mit dem Fahrrad problemlos umsetzbar 
Grüße
Tim
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