@Vec-Lothar; @Nico (Plauderei)
@Vec-Lothar : Es geht mitnichten um den popligen Lackstift, sondern um die Denke dahinter - Ghopper hat es sehr treffend analysiert, daß man nämlich als Bestandskunde nicht wichtig genommen wird; nur als Neukunde. Das der Bestandskunde von heute auch sehr wahrscheinlich der Neukunde von morgen sein wird, daran denkt man bei Renault nicht.
Und Lothar, wenn Renault genausoviel Verständnis für den Kunden aufbringen würde, wie du für die betriebswirtschaftliche Strategie von Renault, gäbe es solche Probleme
gar nicht - Es ist mir unerklärlich wie Jemand wie du, der bestimmt schon lange Auto fährt, Verständnis für Fehlentwicklungen aufbringen kann, die auf dem Rücken des Kunden ausgetragen werden
Mein erstes Auto war Anfang 1990 ein Golf 1 GTI, den ich restaurierte. Ich war täglich am Schalter des Ersatzteillagers. Zu der Zeit hat man selbstverständlich
auch den kleinsten Kunststoffclip sofort spontan bekommen - 4 Jahre später war es damit schon aus - Da fing dieses: "Die Lagerhaltung lohnt sich nicht" (angeblich !)-
Gequassel an.
Ich weiß zumindest, dass die gelagerten Teile (egal, um welche Teile es geht) sehr viel Geld kosten und der Ort, wo gelagert wird (Hallen, Gebäude etc.), kostet auch viel Geld.
Im Hausgerätekundendienst macht sich die teure Lagerhaltung auch bemerkbar. Vor 15 Jahren kostete die Miele-Laugenpumpe für eine Miele Waschmaschine W715 noch 80 DM, heute ist sie Original nicht mehr unter 120 € zu bekommen.
Und warum? Weil Miele für die Geräte gerne auf 30 Jahre die Ersatzteile lagern möchte. Und beim Kunden geht das Geschreie los, warum die Ersatzteile so saumäßg teuer sind.
Mein Tipp: Stell dir einmal vor, du wärst der Hersteller und deine von dir produzierten Teile müsstest du finanzieren und auch lagern. Rechne dir mal aus, was du an Krediten brauchst und welche Kreditkosten da im Jahr anfallen.
Was zu dem Lagerarbeiter einer Renaultwekstatt zu sagen ist: Wie soll er einem Kunden klarmachen, dass es bestimmte Ersatzteile oder Produkte nicht mehr gibt?
Und diese Erklärung von diesem Mitarbeiter hat rein gar nichts mit Renault zu tun, sondern mit der Firma, indem der Mitarbeiter beschäftigt ist. Wäre nämlich eben dieser Mitarbeiter innerhalb der Firma besser geschult worden, würden einfache Ausreden unterlassen werden.
Und nun tief einatmen und sich auf´s Wochenende freuen
Viele Grüße
Lothar
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