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Erfahrungsbericht (TTT-Technik, Tipps und Tricks)

hanseatic @, Donnerstag, 04.04.2019, 16:14 (vor 19 Tagen) @ hanseatic
bearbeitet von hanseatic, Donnerstag, 04.04.2019, 18:47

Moin,

ich habs nun mit den Stromdieben gemacht, zähneknirschend.


Hier nun für die Nachwelt ein Erfahrungsbericht.

Die Lichtleiste (in meinem Fall ist es die L2) kennt folgende Lichter:
Blinklicht L+R
Rücklicht
Bremse

Mit Masse hat man also 5 Kontakte anzuschließen.


Paulchen liefert mit der Lichtleiste einen Kabelsatz mit, der aus 3 Kabeln besteht.

- Einem Y-Kabel, das die Lichtleiste links und rechts mit dem Kabel am Fahrzeug verbindet (Hier würde man sich eigentlich wünschen, dass die Leiste selber nur eine Buchse hätte, oder auch 2, die man wahlweise verwenden könnte. Zumindest etwas eleganter wäre es, wenn das Y-Kabel eher eine F-Form hätte, aber so gehts auch.)

- das Kabel am Fahrzeug, das links oder rechts bei den Lampenträgern auf den entsprechenden Kabelbaum mit den Stromdieben zu verbinden ist.

- eine einzelne isolierte Litze, die das Blinklichtsignal von der gegenüberliegenden Seite beschafft. (Das Kabel wirkt, als hätte Paulchen etwas mit der Länge gegeizt, reicht aber grade so aus.)


Die Belegung der Kabelbäume habe ich wie folgt ermittelt ohne Gewähr für meinen 2006er G1PH2:

(Am Stecker/Buchse von Heck in Fahrtrichtung gesehen)

Links
Grün -> Bremslicht
SchwarzLila -> Masse
Beige -> Blinklicht
Blauschwarz -> Rücklicht
Leer
Rosa -> Nebelschlussleuchte

Rechts
Weiss -> Bremslicht
Schwarz -> Masse
Grün -> Blinklicht
Blau -> Rücklicht
Leer
Lila -> Rückfahrlicht


Man kann sich nun aussuchen, wo man lieber das fahrzeugseitige Kabel enden lassen möchte. Ich habe mich für links entschieden. Zum einen, da hier bei mir neben dem Hecklicht ein Durchführung in der D-Säule ist, durch die der längliche Stecker wunderbar hindurch passt und auch drin verschwinden kann. Zum anderen, ist hinter dem Hecklicht auch eine einzelne Masseleitung, sodass ich mit einem Stromdieb weniger am Kabelbaum auskomme was etwas weniger Gefummel ist.

Die Einzellitze habe ich durch den Querträger gelegt. Das war zwar etwas fummelig, aber nicht so sehr wie gedacht. Alternativ kann man sie auch unter der Ladekantenleiste entlang legen, aber links und rechts wird sie dann immer noch frei liegen und bei der nächsten klobigen Ladung ggf kaputt gehen.

Wichtigste Werkzeuge: ein auf gebogener Drahtkleiderbügel und eine kleine Taschenlampe. Entfernen sollte man die Hutablagehalterungen, rechts die darunter befindliche Abdeckung und links die kleine Abdeckung hinter der Plastikballmutter fürs Hecklicht. Spaßeshalber können wir auch das linke Hecklicht demontieren, dann haben wir mehr licht in der B-Säule.

Unter dem Auto liegend, sieht man links und rechts Abdeckungen unter der D-Säule. Beide müssen raus. Das geht am Einfachsten, wenn man sie zuerst etwas hineindrückt. Im Querträger sind auch 4 kleinere Abdeckungen. 2 entfernen sollte reichen.

Wenn man nun rechts unter dem Auto die D-Säule hochguckt, sieht man 2 eckige Löcher und einen Spalt. In das Loch zur Mitte mit dem Kleiderbügeldraht mit der "korkenzieherseite" stochern, mit etwas Gefühl kommt man dann oben am Hecklicht wieder raus. Dann die Litze in den Korkenzieher wickeln und mit Klebeband befestigen. Das andere Ende der Litze provisorisch befestigen, damit es nicht beim Durchfädeln mit in den Schacht fällt.

Jetzt den Haken von Bügeldraht aufbiegen und wie eine Nadel durch den Querträger schieben und erstmal durch ein linke der 4 Öffnungen wieder rausfädeln. Dann kann man neu ansetzen und findet auf der linken Seite unter der D-Säule wieder raus. Die D-Säule wieder durch das innen liegende eckige Loch wieder hoch. Hier muss man zwar am Tankgehäuse vorbei, passt aber.

Wenn man nun beim linken Hecklicht angekommen ist, die Litze erstmal gut sichern, sonst hat man wieder Spass beim hochfädeln.

Beim Anklemmen habe ich noch den Fehler gemacht, möglichst steckernah anzufangen. Das macht aber die Bedienung des Steckers eher nervig, daher sollte man schauen, dass die Stromdiebe möglichst nicht zu nah daran herankommen.
Das fahrzeugseitige Paulchenkabel habe ich noch mittels Kabelbindern an der Schraube der linken Schiebetürschine als Zugentlastung befestigt.

Der Stecker lässt sich dann, wenn alles wieder zusammen ist schön in der D-Säule verstecken, und durch die ovale Durchführung bei Bedarf herausholen. Dabei drauf achten, den Stecker mit den Kontakten ins Fahrzeug zu stecken, so kann man ihn am Kabel wieder rausziehen.


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