Es ist ein Zündschloßdefekt: Lenkradsperre (TTT-Technik, Tipps und Tricks)
Heureka: Die Abreißschraube habe ich nun heraus.
Eine M8-Mutter mit Uhu-Plus auf den Restschraubenkopf geklebt. Damit kein Kleber danebengeht und die Schraube noch fester am Lenkstock befestigt, habe ich aus einem Stück PET-Folie von einer Verpackung eine "Unterlegscheibe" gemacht, die genau um den Schraubenkopf paßte. Mit einem Zirkel mit zwei Spitzen der Schulzeit - lange nicht benutzt! - konnte ich die Maße genau abnehmen. Mit "halbiere eine Strecke mit Zirkel und Lineal" konnte ich die erforderlichen Radien ermitteln (ohne sie in mm auszudrücken!). Die "Unterlegscheibe“ habe ich mit einer Nagelschere grob ausgeschnitten, dann von Hand auf einer feinen Flachfeile die äußere Spitz-Zirkel-Kratzspur auf der PET-Folie gefeilt. Für die innere Kontur nahm ich eine runde Schlüsselfeile.
Natürlich habe ich vor der Klebung alles gründlich entfettet
Nachdem diese Plastik-Kleberschutz-"Unterlegscheibe“ um den Restkopf der Schraube lag, kam die Klebung. Dann 24 Stunden Geduld. Dann den Ringschlüssel angesetzt: Es brauchte ziemlich viel Kraft - und dann scherte meine aufgeklebte Mutter von der Abreißschraube ab
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Der Kleber hat an der Mutter gehalten, nicht aber an der Abreißschraube! Die war zu glatt. Meine allerersten Versuchen, mit einem mit 45° (oder auch steiler) angesetzten Durchtreiber da Macken zu machen, um die Schraube mit tangential angesetzten Schlägen zu lockern, hatten nicht die geringsten Spuren in der Abreißschraube hinterlassen. Der Durchtreiber rutschte immer ab!
Deshalb habe ich dann einen "Dremel" mit einem zylinderförmigen mit Diamantstaub versehenen Fräswerkzeug (ca 3 mm) genommen und schräg eine entsprechende "Macke" bei ca "3 Uhr" in den tellerförmigen Restschraubenkopf gefräst: Diese Vertiefung war der Ansatzpunkt, um mit meinem Durchtreiber mit ebenfalls ca 3mm Durchmesser tangential anzusetzen: Mit vielen sanften Hammerschlägen mit einem 100g-Hammer konnte ich den Kopf eine Viertelumdrehung aufdrehen. Dann war die Vertiefung so weit, daß bei 12 Uhr nichts mehr ging, weil mir der Tacho für den Durchtreiber im Weg war.
Mein Versuch mißlang, nun bei 4 Uhr einen neuen Ansatzpunkt in den Schaubenkopf zu fräsen: Der Fräser war abgenutzt. Es entstand zwar so eine Vertiefung, aber mit ausgerundeter Stirnfläche: mein Durchtreiber rutschte deshalb immer ab.
Zum Glück war in dem ganzen Fräsersatz (er hatte mal nur 2,99€ im Supermarkt gekostet) noch einer zweiter mit der gleichen Kopfform.
Mit dem habe ich dann noch eine solche Vertiefung bei etwa 5 Uhr in den umgedrehten Teller der Abreißschraube gefräst. Mit vielen kleinen Hammerschlägen bekam ich die Vertiefung bis 12 Uhr. Das Schloß wackelte schon im Lenksäulenstock. Um so weiter zu machen, hätte ich lange gebraucht! Deshalb Rückkehr zur aufzuklebenden M8-Mutter: Meine Plastik-"Klenberschutzscheibe" konnte ich wiederverwenden. Die alte Mutter noch mal mit dem 90°-Senker angesenkt (um den Kleber zu entfernen). Den restlichen Kleber von der flachen Fläche mit einer Feile entfernt. Dann mit einer Dreikant-Schlüsselfeile noch ein paar Katschen in die Mutterfläche in die Senkunge gefeilt, damit der Kleber noch besser greifen kann. Dann wieder alles entfettet und - mit der Plastik-"Kleberschutzscheibe" auf den nun mit noch ein paar zusätzichen Dremel-Macken versehenen Abreißschraubenkopf geklebt. Wieder 24 Stunden Aushärtezeit. Dann ging die Mutter raus!
Ich konnte das Lenkradschloß schon um einen halben Schraubendurchmesser herausziehen: man sieht unter Grund der Vertiefung, in der diese Schraube saß, das verschobenen Gewinde im etwas auswärts bewegten Zünd- und Lenkradschloß.
Egal, ob mit oder ohne Zündschlüssel und in welcher Stellung: Das Schloß läßt sich zwar etwas bewegen, aber es stößt noch an einen festen Anschlag! Hier muß ich noch auf meine frühere Frage zurückkommen, die trotz aller anderen wertvollen Ideen unbeantwortet blieb: Wo genau sitzt der in anderen Forenbeiträgen zum Lenkschloß erwähnte "Sicherungsstift"? Wie kommt man daran?
Die vielen Diskussionsbeiträge nach dieser Stufe des Threads, an der ich diese Nachfrage nun verankere, sagten auch noch nichts dazu: Wie wechselt man den Schließzylinder des Türschlosses aus? Wenn ich ein Paar {Zündschloß, Türschließzylinder} kaufe, müßte ich doch nur die Elektronik aus dem bestehenden Schlüssel in einen der neu gelieferten Schlüssel (mit anderem mechanischen Schlüsselbart) verpflanzen. Dann erkennt die WFS die Elektronik des den alten Schlüssels. Der Bart des neuen Schlüssels hat die Lenkradsperre schon entriegelt und läßt mich überhaupt erst mal ins Auto mit dem denn dann auch gewechselten Türschloßzylinder (zu dessen Tausch ich ja auch Fragen gestellt hatte).
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