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Mit welcher Batterie habt Ihr die besten Erfahrungen gemacht (Plauderei)

JAU ⌂ @, 74632, Samstag, 13.02.2021, 10:05 (vor 14 Tagen) @ Nebel-Jonny

Teure Batterie bin bisher sehr zufrieden hier die Tage -5 Grad startet ohne Probleme ist halt etwas teuererer:
https://www.moll-batterien.de/de/batterien/pkw/moll_start-stop_plus_agm.php

Wenn es der erste Winter ist finde ich es etwas verfrüht Lobgesänge zu starten.
Und offensichtlich AGM, das kann auch Nachteile haben (dazu gleich mehr).

Es gibt aber noch besseres von Hawker Reinblei Batterien. Vom Motorrad steht die seit 10 Jahren im Keller ich bezweifele das die noch startet aber da ist noch jede Menge Saft drauf.

Ladung muss da keine mehr drauf sein. Aber Blei-Gel haben den Vorteil das sie Tiefentladefest sind. Eine Blei-Säure dagegen behält einen nicht wieder gutzumachenden Schaden wenn sie zu tief entladen war.

Etwa 5 x so teuer wie handelsübliche Batterien. Ist meine nächste.
https://www.autobatterienbilliger.de/Hawker-EnerSys-Odyssey-PC1230-75-86

Meine erste SBS8 war schon im Mopped verbaut, die wurde höchstens 2 Jahre alt. Die zweite starb nach 6 Jahren. Für den Anschaffungsreis war das keine gut Investition.
Aktuell ist ein Gelakku für <40€ verbaut. Dank etwas Pflege macht der immerhin schon das fünfte Jahr.

Problem dabei: Blei-Gel reagieren sehr empfindlich auf Überladung. Sind die Akkus nahezu voll muss die angelegt Spannung reduziert werden (ca. 13,6V), sonst bilden sich Blasen im Gel. Weil es aber Gel ist gehen die nie wieder weg und die Kapazität bricht ein.
Dazu kommt das auch die übliche Ladespannung (ca. 14,4V) generell niedriger ist als bei Blei-Säure (ca. 14,8V). Das kann zu einem Problem werden!

Blei-Säure stecken es gut weg wenn sie beim Laden gasen. Es ist teilweise auch gewollt. Die flüssige Säure schichtet abhängig von ihrer Dichte. Das führt zu ungleichmäßiger Verteilung und verschenkter Kapazität. In Fahrzeugen ist das normal kein Thema weil der Akku eh durchgerüttelt wird. Möchte man Stationäre- oder Traktionsbatterien effektiv laden bläst man Luft in die Zellen um die Schichtung zu unterbinden.

Ein Trick wie man das auch noch hin bekommt ist indem man die Säure mechanisch daran hindert. Die günstige Lösung: Fließ. Im Handel als AGM bekannt. So bekommt man mehr Kapazität und höheren Startstrom beim gleichen Volumen.
Blei-Fließ dürfen mit der Spannung auch nicht so hoch wie Säure, denn auch im Fließ bleiben die Gasblasen gefangen. Sie kommen als Starterbatterie aber noch ganz gut ohne Spannungsabsenkung zurecht.


Deswegen sind mir die Blei-Gel im Motorrad auch immer auf Langstrecke gestorben, nie über den Winter.
Nur die eine billige AGM was ich mal hatte, zeigte eine ungewohnt hohe Selbstentladung und rutschte mir in die Tiefentladung...


mfg JAU

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No Shift - No Service

ehemals 4x4 1,6l G1/Ph1 2002


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