Re: Faltschiebedach -Front, neues von der... (TTT-Technik, Tipps und Tricks)
Als Antwort auf: Re: Faltschiebedach -Front, neues von der... von biggi am 18. November 2003 22:11:
x2/22010.htm
Ein paar gorbe Tipps aus der Praxis bei der Nachfertigung :
- Toleranzen der Bauteile sind sehr eng:
Das Führungsprofil hat als Alu-Strangpressprofil normalerweise Toleranzen von +/- 0.2 mm Dementsprechend eng sind auch die Toleranzen der Mitnehmer.
- Aussparung im Bereich der Laufbahn haben (neben Kosteneinsparung) schon seinen Sinn:
- Ecken,in die sich bewußt Abrieb und Schmutz verdrücken können, ohne Schaden
anzurichten.
- Fettbunker
- Mitnehmer läuft so nicht flächig:
-fährt wie ein Güterwagon auf den Drehgestellen (auflagen) durch die
Kurven (gebogener Grundrahmen)
- gleitet so ohne zu rattern/rubbeln (StipSlick effekt)
Bei der Materialauswahl auch bitte auf die Gleiteigenschaft zu Alu, eloxiert, achten, nicht daß nach den ersten 100 Betätigungen die Führungschiene einen Kolbenfresser hatte.
Ein Punkt zum Fett:
Berulup FR16 findet hier in der Praxis Verwendung.
...da scheint jemand vom Fach zu sein...
Hallo Biggi,
vielen Dank für die wertvollen Tips, jede Einmischung ist hier willkommen.
Und ich möchte Deine Ausführungen auch gleich hier diskutieren.
i) 2-Zehntel Toleranz scheint mir relativ viel zu sein. Für den Kunststoff-Spritzguss vielleicht normal - das Frästeil werden wir aber denke ich besser 1-Zehntel hinbekommen.
ii) Was Du über die Aussparungen sagst, klingt plausibel. Beim genauer Betrachtung des Teils glaube ich aber nicht mehr, dass hier überhaupt so weit gedacht wurde (vielleicht bei einem High-End Dach, wie Ihr es baut?)
Die Anschrägung die bei der Aufsicht von oben zu sehen ist, bewegt sich nur relativ zum "Schlitten" der den Mitnehmer sozusagen umgibt (s.Photos), wenn dieser steht. Dieser Schlitten ist eigentlich das Teil, das mit seinen Gleitflächen im Aluprofil läuft und auch die Kräfte des Daches auf den Rahmen überträgt.
Kurven gibt es für den Mitnehmer wenn er sich relativ zum Schlitten bewegt und an diesen anläuft keine, also denke ich die Frage, ob es sich hier um eine notwendige Verteilung von Gleitflächen handelt, ist in der Praxis nicht relevant.
Diese Anschrägung/Aussparung wirkt, da nach oben offen, zudem noch wie ein Trichter für Schmutzpartikel.
Die Aussparungen auf der Unterseite im waagerechten Bereich wären (denke ich) wenn man hier an Gleitflächen gedacht hätte, nicht von Vorne bis Hinten durchgezogen (besonder nicht in dem Bereich, wo der Bruch auftritt). Zudem wird die Unterseite entlastet ( ja förmlich "abheben"
, wenn das Teil auf der daneben liegenden 45° Schräge anläuft. Diese Schräge scheint mir die am meisten belastete Fläche zu sein, und diese ist völlig flach, ohne Aussparung oder Fettbunker.
Weiter ist der Mitnehmer im Profil etwas kleiner als der "Schlitten" und liegt so relativ locker im Alu-Profil.
iii) Mit der Materialwahl hast Du völlig recht. Deshalb würde ich z.Zt. POM den Vorzug geben.
Grüsse
Karsten
x2/22010.htm
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