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Dieseladditive: Ein Test (Plauderei)

delicious, Kiel, (vor 5095 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Die alten Schiffsdiesel ja, aber die modernen sind genauso sparsam konstruiert, wie die PKW- und LKW-Dieselmotoren.
Da werden sogar Aluminium-Kolben durch die Dieselpest zerstört.
http://www.dieselbakterien.de/index.php?page=startseite.php
Ich folgere daraus, dass der Bioanteil im heutigen Diesel für den Zerfraß der Hochdruckpumpen bei den Common-Rail-Motoren verantwortlich ist. (Stichwortsuche: Metallspäne im Dieselfilter oder Metallspäne im Dieselsystem)
Eben das Zusammenspiel von Wasser und dem Bioanteil im Diesel. Wasser alleine gab es schon länger als Problem, aber nicht "Bio" dazu.

Hallo Lothar,
ganz so modern sind die Schiffs-Dieselmotoren, um die es hier geht, nicht.

Der Test stammt aus einer Segelzeitschrift, Hilfsmotoren von Segelyachten dürften daher im Fokus stehen. Schon aufgrund des Alters sind moderne Motoren hier deutlich seltener als im Automobil-Bereich vertreten, die Motoren sind zwischen 25 und 40 Jahre im Einsatz.

Auch auf neuen Yachten sind aber in den meisten Fällen immer noch Vorkammer-Saug-Diesel verbaut. Der Kaufpreis ist moderat, die Dinger sind robust und es kann nicht viel kaputt gehen. Der Spritverbrauch ist für den Einsatz auf einer Freizeit-Yacht in den meisten Fällen keine relevante Größe.

Es gab mal einen Versuch von Mercedes, den kleinen CDI-Motor aus dem Smart fortwo im Marine-Bereich zu vermarkten. Soweit mir bekannt ist, ist dieser aber gescheitert, man hat nichts weiter von diesen Motoren gehört. Der einzige Anbieter, dem es meines Wissens in den letzten Jahren gelungen ist, eine neue Motorengeneration im Markt zu platzieren, ist Volkswagen Marine. Soweit mir bekannt ist, werden hier aber nicht die neuesten CommonRail-Motoren aus dem Pkw-Bereich verwendet, sondern die Maschinen basieren auf den PD-Aggregaten der Vorgängergeneration.

Im Bereich der Großschifffahrt fehlt es auch an High-Tech in der Art, wie er von Straßenfahrzeugen bekannt ist. Der Grund ist hier allerdings ein anderer, nämlich der nach wie vor hohe Schwefelanteil in dem als Treibstoff verwendeten Bunkeröl (bis 1 %).

Insofern stellt sich (leider) schon die Frage, ob Mittel wie das von Grotamar bedenkenlos in einem High-End-Dieselmotor wie der 1,5 dCi eingesetzt werden können. Schätze, ich werde es einfach mal probieren.

Gruß,
delicious

--
Kangoo Express 1.5 dCi 85, produziert in 12.2007 (G 1, Phase 2), Hubraum 1461 cm³, Leistung 62 kW / 84 PS, Fahrzeugcode FC1G, tiefseegrün-metallic


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