Problem Warnblinker Blinkanlage - Zusammenfassung (TTT-Technik, Tipps und Tricks)
als (immer noch) Betroffener der leidigen Warnblink-Problematik und zwecks Übersicht versuche ich mal, die Fakten zusammenzutragen, die sich aus den zwei u.g. Threads ergeben haben.
Dafür haben wir eigentlich das Wiki. Wobei mir dein Beitrag im Detail nicht gefällt, also Schwamm drüber.
Übertragen kann man es später immernoch.
Auftreten/Zeitraum:
zu Beginn der warmen Jahreszeit oder im Sommer. Bei mir inzwischen fast schon reproduzierbar ab Aussentemperaturen von ca. 25° C.
Ob es ein Programmierfehler oder ein Hardware-Defekt ist, lässt sich schwer sagen,
Temperaturabhängige Programmierfehler?
Sicher nicht!
Der nächste Versuch, des Problems Herr zu werden, wird der Einbau einer „UCH-Lüfterkühlung“ sein,
Pfusch.
Defekte in Elektronik sind schonmal temperaturabhängig, man löst das Problem aber nicht indem man die Temperatur kontrolliert sondern in dem man den Kontaktfehler in der Schaltung behebt. Da gibt es dann 3 Möglichkeiten:
- von Hand nachlöten
- maschinell nachlöten
- Komponente ersetzen
Manuell löten ist nicht arg kompliziert, erfordert aber eine ruhige Hand und etwas Erfahrung im Umgang mit den Werkzeugen. Das man mehr kaputt macht als vorher ist eher unwahrscheinlich. Mein Möglichkeiten sind hiermit bereits erschöpft.
Allerdings ist moderne Elektronik nicht auf Handarbeit ausgelegt, die Kontaktflächen sind einfach zu klein um sie manuell nachzulöten oder sogar verdeckt. Da muss man auf Reflow-Verfahren zurückgreifen. Im einfachsten Fall ist das ein kleiner Tischgrill indem die ganze Baugruppe soweit erhitzt wird das das Lot wieder flüssig wird und der Kontaktfehler beseitigt wird.
Leider sind die meisten Elektronikbauteile temperaturempfindlich, Zeit und Temperatur sind kritisch was gleichmäßiges, kontrolliertes Auf- und Abheizen (entsprechend den verbauten Komponenten) erfordert. Teilweise werden auch nach dem Reflow noch Stecker und andere Teile manuell aufgelötet. Diese muss man vorher entfernen. Die Gefahr die Baugruppe dabei zu zerstören ist recht hoch.
Beim Löten werden aber immer nur Kontaktprobleme an den Lötstellen behandelt. Es können auch Leitungsbrüche an den Leiterbahnen oder an den Bauteilen entstehen. Da diese praktisch nicht zu lokalisieren sind hilft in dem Fall eigentlich nur ein Austausch der ganzen Baugruppe.
Elektronik ist auch nicht so Verschleißfrei wie viele glauben. Zu nennen sind da natürlich alle Schaltkontakte (Relais) aber auch Leistungshalbleiter und Kondensatoren.
Defekte Elektrolytkondensatoren sind relativ leicht zu erkennen. Sie blähen sich meist auf und brechen dann auch an ihren Sollbruchstellen. Wobei austretendes Elektrolyt Folgeschäden verursachen kann. Problematisch für diese sind dauerhaft hohe Temperaturen oder lange Standzeiten ohne Ladung.
mfg JAU
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No Shift - No Service
ehemals 4x4 1,6l G1/Ph1 2002
Hilfe und Infos
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