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FI Schutzschalter (TTT-Technik, Tipps und Tricks)

Horst @, Freitag, 08.07.2022, 13:46 (vor 35 Tagen) @ Martin Gensch

Hallo Horst,

Ein üblicher Fi im Haushalt kann übrigens durchaus versagen, ohne so richtig defekt zu sein. Heutzutage leider öfter als früher mal. War mir in der Tragweite bis vor kurzem auch nicht klar.


ich habe irgendwo ein Video gesehen, da wurde ein ich glaube 10 Jahre alter FI Schutzschalter mit einem Fehlerstrom der langsam hochgedreht wurde getestet. Beim ersten Versuch löste er erst weit nach 30mA aus. Nach wiederholten Testen wurde die Auslöseschwelle immer niedriger und lag zum Schluß wieder bei dem angegebenen Wert. Man kann scheinbar einen alten FI wieder "freitesten".

Die Typ A Fi sind ja nur für Fehlerwechselströme sensibel. Und noch schlimmer, durch Fehlergleichströme können die sogar desensibiliert werden. Man nennt das auch erblinden.
Das wird im Zuhause erst so richtig im Zusammenhang mit Wallboxen thematisiert.
Eine Wallbox darf nur hinter einen normalen Typ A Fi, wenn die Wallbox selbst eine Gleichstromfehlerstromerkennung von 6mA Abschaltung hat. Das verhindert das Erblinden des vorgeschalteten Typ A Fi.


Ich zitiere mal von https://www.voltimum.de/artikel/typen-und-einteilung-fehlerstrom

Typ AC (in Deutschland seit 1985 nicht mehr zugelassen)

FI-Schutzschalter Typ AC sind lediglich zur Erfassung von sinusförmigen Wechselfehlerströmen geeignet. Dieser Gerätetyp ist in Deutschland entsprechend DIN VDE 0100-530 nicht zur Realisierung der Schutzmaßnahme mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen zugelassen und kann kein VDE-Zeichen erhalten.

Typ A

FI-Schutzschalter Typ A erfassen neben sinusförmigen Wechselfehlerströmen auch pulsierende Gleichfehlerströme. Dieser Gerätetyp ist in Deutschland die üblicherweise eingesetzte pulsstromsensitive Fehlerstrom-Schutzeinrichtung. Damit werden auch die bei einphasigen Verbrauchern mit elektronischen Bauteilen im Netzteil (z. B. EVG, Dimmer) möglichen Fehlerstromformen beherrscht. Glatte Gleichfehlerströme bis 6 mA beeinflussen die Auslöseeigenschaften nicht unzulässig. Dieser Typ von FI-Schutzschaltern ist geeignet für elektronische Betriebsmittel mit Eingangsstromkreisen.

Zitat Ende

Die Typ A können also wohl auch mit Schaltnetzteilen umgehen.

Ein Elektriker hat es bei mir geschafft einen FI Typ AC einzubauen als er mir eine Wallbox installiert hat. Musste er dann korrigieren. :-)

Gruß
Martin

Hi Martin,
ja Typ A kommt mit mehr Szenarien klar.
Das stimmt. Aber es gibt nicht wenige alte Installationen mit älteren FI und die sind im Zweifel nutzlos. Und damit rechnet man nicht.
Aber woher dein Elektriker das Uraltteil her hatte ist mir ein Rätsel. Das kann er doch über seine Bezugsquellen praktisch gar nicht mehr bekommen. Ich hoffe die Teile hat er nicht noch öfter verbaut. Das kostet im Zweifel Menschenleben. Ich glaub ich hätte in dem Fall die Handwerkskammer informiert.
Denn wenn die wirklich noch aktiv im Umlauf sind und in den Kreislauf kommen, dann wäre das ein kleiner Skandal. Potentiell sind dann ja auch andere Betriebe betroffen.


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