So, Zahnriemen ist raus, Markierungen gibts aber keine... (TTT-Technik, Tipps und Tricks)
...weder am Ventildeckel (außer besagtem "N"
, noch im Bereich des Kurbelwellenrades, am OT-Geber (abgebaut) sehe ich nach wie vor nichts. Wahrscheinlich ist das wieder so ein absichtlich verbautes "Werkstatt-Geheimwissen". Ist egal, Kolben lügen nicht und Nr. 1 ist oben.
Ich muss mir sowieso erst mal ein Werkzeug für den Riemenspanner bauen, dunkel wirds ja ohnehin schon. Morgen geht es weiter.
Wenn ich die Kurbelwelle um 1/4 verdrehe, ist kein Zylinder oben, dann kann ich die Nockenwelle bedenkenlos verstellen.
Ohne Markierungen muss ich mich bei der Kurbelwelle auf meine Einschätzung bezüglich Kolben 1 verlassen, auf mein Stöckchen, das aus dem Zünkerzenloch herausragt - leider gibt es dann einen Spielraum von 1 bis 2 Kurbelwellen-Zähnen, während die Nockenwelle recht genau eingestellt werden kann, allein schon, weil deren Rad viel größer ist. Hinzu kommen noch eventuelle kleine Verstellungen beim Riemenspannen. Dazu folgende Überlegung:
a) Schätze ich den OT zu früh ein, öffnen und schließen Einlass- und Auslassventile ebenfalls etwas früher. Tendenziell müsste das zu einer besseren Luftfüllung führen (meines Wissens ist aus diesem Grund der Öffnungsbeginn der Einlassventile beim VW-Bus-JX-Motor bereits ein paar Grad VOR dem OT).
b) Schätze ich den OT zu spät ein, öffnen und schließen Einlass- und Auslassventile später. Das könnte wg zuwenig Luft zu einer weniger vollständigen Verbrennung führen - das wäre auf jeden Fall Spritverschwendung und könnte den Kat belasten.
Ich neige also dazu, bei der Fixierung der Kurbelwelle vor dem Auflegen des Zahnriemens im Zweifel eher eine Stellung zu wählen, bei der der OT eventuell tatsächlich noch nicht ganz erreicht ist, als eine, bei der er vermutlich bereits überschritten ist.
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