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Die DUH (TTT-Technik, Tipps und Tricks)

JAU ⌂ @, 74632, Donnerstag, 15.03.2018, 10:07 (vor 222 Tagen) @ Dr.Izzy

Wie genau die DUH nun tatsächlich die Umwelt schützt konnte mir bislang nicht erklärt werden,

So z.B.:
"Neben den Umbaumaßnahmen, die wir selbst umsetzen, stoßen wir im Rahmen des Krombacher-Projekts weitere Brückenumbauten an. Dafür steht die DUH in 13 Bundesländern in Kontakt mit Entscheidungsträgern und Planern aus Politik, Verkehrsämtern, Wasserbauämtern und Umweltämtern. Ziel ist es, weitere Gefahrenstellen zu entschärfen. Beim nachträglichen Umbau von Querbauwerken unterstützen wir in der Planung. Langfristig wollen wir erreichen, dass bei neuen Bauprojekten schon in der Planung stets die Durchgängigkeit für Fischotter berücksichtigt wird. "

oder wie die durch die DUH angeführten Klagen tatsächlich den Geschädigten zugute kommen sollen.

Am Beispiel der Stickoxidwerte selbstredend dadurch das jemandem auf die Finger geklopft wird wenn die Grenzwerte gerissen werden.
In meinen Augen auch recht erfolgreich, das Gericht hat den Ball direkt ins Feld der Politik gespielt wo die sitzen deren Aktionen bislang ohne Erfolg waren. Unabhängig von der Ursache ob die Maßnahme (Umweltzone) an sich ungeeignet war oder die gesetzten Grenzen von den Fahrzeugen nicht eingehalten wurden.

Wird das Reglement geändert dass Verbesserung der Luft eintritt dann kommt es den Geschädigten in sofern zu gute das sie keine so schlechte Luft mehr Atmen müssen. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit ist das auch besser als Hinterbliebenen oder Kranken einfach nur Geld zu geben.

- die DUH klagt gegen die Städte und Gemeinden,

Mit der Tatsache war ich auch nicht so recht glücklich. Das Gericht hat aber das Dilemma erkannt, das den Städten die Handlungsfähigkeit fehlt. Insofern mag der Hebel nicht ganz richtig angesetzt worden sein, aber der Stein rollt (wieder).

- auf dass sie die Luftgrenzwerte einhalten sollen

Wenn das Ziel die Erhaltung des Lebensraums und unserer Gesundheit ist sollten wir wirklich bedacht sein die gesteckten Grenzen auch tatsächlich einzuhalten.

- welche gegenwärtig nicht Regelwerkskonform gemessen werden. (Messpunkte an Verkehrsknotenpunkten und stark befahrenen Straßen sind unzulässig)

Fight for another day?

Diese Grenzwerte sollen eingehalten werden weil:
- eine umstrittene US-Studie zum Thema Stickoxide eine Gesundheitsgefärdung ermittelt hat

Es gibt weit mehr als eine Studie zu dem Thema.

- welche gemäß einem statistischen Verteilschlüssel auf "Tote" umgerechnet wird

Das liegt in der Tatsache begründet das wir keine Menschenversuche mit giftigen Substanzen machen. Nie! Auf keinen Fall!
Insofern sind statistische Werkzeuge das Mittel der Wahl um Gefährdungen zu isolieren. Tatsache ist das in Städten mit schlechter Luft früher gestorben wird.

- in dem man die evaluierte Gesundheitsschädigung in "Lebenszeitverkürzung" umrechnet

Das liegt daran das eine Zahl wie z.B. 6000 Tote schwer zu greifen ist. Menschen sind im Umgang mit Zahlen meist etwas unbedarft und haben nicht immer das passende Gefühl für dieses abstrakte Konstrukt.
Man tüdelt das in persönliche Lebenszeitverkürzung um, damit die Menschen persönlich angesprochen fühlen. Die Ausflucht kennt man ja z.B. von Rauchern: Den Krebs bekommen immer nur die anderen.

- und damit altersbedingte Todesfälle sowie alles andere im Wirkfeld der Stickoxid-Studie zu einem gewissen %-Satz zu "Tote durch Stickoxid" verrechnet werden.

Ich hab den Eindruck du bringst da was durcheinander.

Ich sags mal ganz dumm: (Fiktives Szenario)
Mein/Irgendjemandes Opa stirbt an einer Lungenkrankheit in einer Stadt, die es nicht schafft die Umweltgrenzwerte einzuhalten. Die DUH nutzt diesen Tod aus, um eine stärkere Gewichtung für seine Klagen zu bekommen.

Mir wäre nicht bekannt da die DUH so argumentiert hätte. Die pocht auf die Einhaltung der gesetzten Grenzwerte, die für wichtig erwachtet werden weil der Gesetzgeber (!) davon ausgeht das jährlich 6000 Leute daran sterben.

Die Klage der DUH ist erfolgreich, weil es ja nun 6000+1 Tote durch Stickoxid gibt.

Die Klage ist erfolgreich weil die Messwerte höher sind als sie sein sollten.

Aber die Angehörigen bekommen nichts von dieser Klage. Auch die Krankenkassen (deren Kosten für Opa recht hoch waren) bekommen nichts, niemand hat etwas davon.

Doch: Langfristig bessere Luft.


mfg JAU

--
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