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früher.... (Plauderei)

biggi, Mittwoch, 24.11.2021, 22:33 (vor 5 Tagen) @ Buggy

die Schraubendehnung hängt ganz davon ab, in welchen Bereich elastische und plastische Dehnung welche plastische dehnung durch den Schraubprozess vordringen.

Je geringer die Gesamtreibung (Unter Kopf und im Gewinde, je besser "geschmiert";) im Drehmomentbereich, desto mehr wird die Schraube vorgespannt und desto näher liegt sie auf der Leiter/Kippe Richtung Dehngrenze,
Je näher sie an der Dehngrenze liegt, desto weniger Grad Drehwinkel (Drehwinkel x Gewindesteigung x Schrauendurchmesser x.. = Kraft (im elastischen Bereich) ) werden benötigt, um über die Klippe zur plastische Verformung zu springen. Und desto mehr wird sie final gedehnt.

Ist also zum einen reine Mathematik, zum anderen aber auch das Thema:

- soll Fall abgedeckt werden, daß die Schraube auch in einer völlig entfetteten Umgebung angezogen werden kann, dabei die Vorspannkraft sicher erreicht wird ohne einzuschnüren oder abzureisen.("Idiotensicher";)
- wo liegt beim verwendeten Werkstoff die Bruchdehnung (maximale Zugkraft) = Weiterdrehwinkel..
- was ist wenn der Schrauber beim Anziehen lieber mehr Drehwinkel gibt, um ganz sicher..

In dem Anliegenden Diagramm ist es eigentlich gut dargestellt.

Anstelle dehnung könnte man auch Drehwinkel dranschreiben, wenn sich der Schraubverbund erst einmal durch das Drehmoment gesetzt/genullt hat(Null Spiel, jetzt kann es losgehen)

Man muss in den Bereich 3, oberhalb von 2, unterhalb von 4 (Steckgrenze, Beginn Einschnürung, Querschnittscerlust..).

http://www.bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Spannungsdehnungsdiagramm.gif

Je näher an 4, desto mehr Längung an Schraube, aber desto sicherer ist die Mindest- Vorspannkraft erreicht, aber um so mehr Risiko, wenn jemand bei der Montage noch mal 90 Grad sicherheitshalber weiterdreht als er sollte...

Weiterer Punkt: welche Reserve hat das Gewinde im Block unter Berücksichtigung aller Toleranzen?

Davon hängt u.a. ab: Wie weit geht es in Richtung 4, ohn daß Schraube im Sackloch auf Grund stößt, ob man Wiederverwendung und/oder Schleifen Kopf bei Einheietsdichtungsstärke zulässt..

Und da alles Prozenwerte geht dann die Schraubenlänge auch ein.

Man könnte jetzt einfach die Schraube unten kürzen und denken alles ist gut.

Das Dumme ist nur, daß die wiederverwendete Schraube beim erneuten anziehen nach Drehwinkel (der alte, der zur Längung geführt hat, ist Quasi gespeichert und der 2. Versuchsehr wird dazuaddiert. Kein Start bei Null)) schnell den alten Wert auf drei übersteigt (die gestrichelte Hochläuft) und über 4 (Hinausläuft), sich massiv längt und gleichzeitig Vorspannkraft (u.U. mit jeder Verbrennung) verliert, bis .... .

Deshalb geht der Hersteller dieses Risiko einer erfolglosen reparatur erst gar nicht ein, und empfiehlt "Neue Schrauben", auch weil gerne mal die Schrauben noch nachgezogen werden, in der Hoffnung die Dichtung noch retten zu können. Die Vorgeschichte/Schädigung der Schrauben ist unbekannt.


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